Lockdown: Trotz Ausbleiben der "Notbremse": Jugend setzt weiter mit Trainingsbetrieb aus

UPDATE

Die aktualisierte Coronaschutzverordnung lässt weiter das Kindertraining bis 14 Jahre in 10er-Gruppen zu – ebenso Individualsport zu zweit und das Einzeltraining. Die Jugendabteilung hat dennoch beschlossen, den Trainingsbetrieb zunächst weiter ruhen zu lassen. Eine neue Bewertung der Lage erfolgt gegen Ende der Osterferien.

Der Jugendvorstand teilt mit:

„Die letzten politischen Entscheidungen zur Bewältigung der derzeitigen Pandemielage habt ihr sicherlich in den Medien verfolgen können. Für NRW gilt ab dem 29. März eine neue Coronaschutzverordnung, die es den Jugend- und Amateurmannschaften grundsätzlich ermöglicht, in Gruppen von 10 Spielern mit maximal 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen, Kontaktsport im Freien zu betreiben.

Der Jugendvorstand hat nach einer ausführlichen Diskussion zu dem Thema einstimmig beschlossen, diese Möglichkeit in den Osterferien nicht zu nutzen und die Lage am Ende der Ferien noch einmal neu zu bewerten.

Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden würde derzeit ein im Nachgang positiv auf Covid-19 getesteter Spieler oder Trainer eine 14-tägige Quarantäne für alle Mitglieder der Trainingsgruppe auslösen. Das vor uns stehende Osterfest und die angestrebte Weiterführung der Präsenzphase in den Schulen nach den Osterferien möchten wir für unsere Spieler durch einen Trainingsstart in den Ferien nicht gefährden.  Die stark ansteigende Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in den letzten Tagen und der Trend, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird, haben ebenfalls zu unserer Entscheidung beigetragen.

Ob die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann und wann ein möglicher Start denkbar wäre, kann derzeit von niemandem seriös beantwortet werden. Somit können wir in unserer Trainingsarbeit auch auf keinen konkreten Starttermin hinarbeiten. Durch die lange Pause, die bereits hinter uns liegt, ist sicher auch jedes Trainingsspiel schon ein mehr als lohnenswertes Ziel, auf das sich alle Beteiligten freuen. Aufgrund der beschriebenen Umstände möchten wir aber bis zum Ende der Ferien weiterhin mit dem Trainingsbetrieb aussetzen.

Wer uns kennt, der weiß, dass uns diese Entscheidung mehr als schwerfällt. Unter normalen Bedingungen ist uns kein Wetter zu schlecht, kein Auswärtsspiel zu weit und kein Wochenende zu schade, um mit unseren Spielern auf dem Trainingsplatz zu stehen oder um sie bei Spielen und Turnieren am Rand zu unterstützen.“

UPDATE

Nach Bund-Länder-Konferenz vom 22. März folgt die nächste Rolle rückwärts der Politik, die jüngsten Lockerungsschritte werden in NRW wieder zurückgenommen. Der SuS Stadtlohn sperrt damit seine Sportanlagen verantwortungsbewusst wieder. Der konzeptlose Blindflug auf Sicht geht somit weiter, der erneute Abbruch der Saison ohne Wertung droht immer mehr. Ein weiterer Nackenschlag für alle, die sich ehrenamtlich einbringen und damit auch hart für sportliche Ziele arbeiten.

UPDATE

Mit Wirkung vom 22. Februar 2021 stellt die neue Coronaschutzverordnung kleine Lockerungen für den Sportbetrieb in Aussicht. In einer Mitteilung definiert die zuständige Kommune, die Stadt Stadtlohn, diese Regelungen für ihre Anlagen.

„Mit dem heutigen Tag treten veränderte Schutzmaßnahmen der Coronaschutzverordnung in Kraft. Bezogen auf den Vereins- und Freizeitsport bedeutet dies:

Sport allein, zu zweit oder mit Personen ausschließlich des eigenen Hausstandes ist auf Sportanlagen unter freiem Himmel wieder erlaubt. Dies gilt einschließlich der sportlichen Ausbildung im Einzelunterricht. (§ 9 Abs. 1 S. 2 CoronaSchVO)

Hierbei ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass der Abstand zwischen Personen(-gruppen), die zeitgleich eine Sportanlage nutzen möchten, zu keinem Zeitpunkt den Mindestabstand von 5 Metern unterschreiten. Das heißt, eine Sportanlage kann unter den genannten Voraussetzungen grundsätzlich von mehreren Sportgruppen zeitgleich genutzt werden. (§ 9 Abs. 1 S. 3 CoronaSchVO)

Die für die Sportanlagen Verantwortlichen haben den Zugang zu einer Einrichtung so zu beschränken, dass unzulässige Nutzung ausgeschlossen sind und die Einhaltung der Mindestabstände gewährleistet ist Das heißt, eine zeitliche Regelung in welchen Abständen eine Sportanlage betreten oder verlassen werden darf, besteht unter diesen Gesichtspunkten nicht. Wichtig ist jedoch, dass zu keinem Zeitpunkt der Mindestabstand von 5 Metern unterschritten werden darf. Ich bitte, dies entsprechend zu regeln, indem die möglichen Nutzer hierüber informiert werden (digitale Medien, Aushang an Sportanlagen etc.). (§ 9 Abs. 1 S. 4 CoronaSchVO)

Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, einschließlich Räumen zum Umkleiden und zum Duschen, von Sportanlagen sind untersagt. (§ 9 Abs. 1 S. 5 CoronaSchVO)“

UPDATE

Der am 2. November eingeführte Teil-Lockdown wurde zunächst bis zum 20. Dezember, dann bis zum 10. Januar 2021, dann bis zum 7. März 2021 verlängert. Damit ist bleibt der organisierte Mannschaftssport bei den Amateuren weiter untersagt. Der FLVW hatte Anfang November beschlossen, den Spielbetrieb vorerst bis zum Jahresende auszusetzen. Fortgesetzt werden soll dieser frühestens nach zweiwöchiger Vorlaufzeit für den Trainingsbetrieb. Bis zum 31. März bleibt die Spielbetrieb vorerst ausgesetzt. 

ANSCHREIBEN MITGLIEDER

Werte SuS-Freunde, liebe Mitglieder,

wie viele sicher bereits erfahren haben, gilt in der Zeit vom 2. bis 30. November ein generelles Sportverbot im Amateurbereich - und dies deutschlandweit. Sprich: Sportanlagen werden wieder gesperrt. Was am Dienstag schon weitgehend bekannt geworden war, hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch beschlossen. Wie im März schon treffen die einschneidenden Maßnahmen vor allem auch den Freizeitbereich – und dazu zählt nun einmal auch der Sport. Es gilt, durch die Minimierung von Kontakten die dynamische Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Für den SuS Stadtlohn bedeutet dies, dass - wie im Frühjahr - der Spiel- und Trainingsbetrieb zumindest für den Monat November erneut komplett zum Erliegen kommt. Einzig Individualsport wie das Joggen bleibt gestattet. Ob eine Rückkehr auf die Sportplätze und in die Hallen noch in diesem Jahr reell werden wird, wird wohl erst in 14 Tagen zu beurteilen sein, wenn sich zeigt, ob die Maßnahmen greifen.

In einigen Sportarten, die den Wettkampfbetrieb wieder aufgenommen hatten, hatten die Verbände der Entscheidung der Politik schon vorgegriffen. So hatte der Westdeutsche Tischtennis-Verband beschlossen, den Spielbetrieb bis ins neue Jahr auszusetzen. Die Handballer und Fußballer wollten den Betrieb zunächst aufrechterhalten und die Entscheidung der Politik abwarten. Mittlerweile hat auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband beschlossen, den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung (29. Oktober) bis zum Ende der Gültigkeit der neuen Coronaschutzverordnung (30. November) zu unterbrechen. In vielen weiteren Sportarten konnte dieses Privileg eines halbwegs geregelten Wettkampfbetriebes noch gar nicht wieder genossen werden.

Nun hat die Politik entschieden. Einem Sportverein wird somit erneut die „Seele“ genommen, das Sport treiben in der Gemeinschaft. Doch das ist in diesen Zeiten exakt leider nicht gefragt. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch diese „zweite Welle“ gemeinsam überstehen werden. So, wie wir die „erste Welle“ im Frühjahr gemeinsam gemeistert haben. Sicher ist auch, dass es aktuell ungleich wichtiger ist, dass unsere Kinder weiter in die Schule oder in die Kita gehen können und dass unsere Wirtschaft bestmöglich unterstützt wird.

In diesem Sinne - passen Sie auf sich auf. Sobald es neue Entwicklungen gibt, werden wir umgehend darüber informieren. Allen, die bei der Umsetzung unserer Hygienekonzepte bisher so vorbildlich mitgeholfen haben, gilt ein besonderer Dank. Gerade bei den Vereinen in der Region hat die Umsetzung mit wenigen Ausnahmen vorbildlich funktioniert. Darin bestätigen uns die Fallzahlen. Zum Schluss: Auch nach dieser weiteren Phase der Krise wird sich zeigen: „Zusammen läuft mehr!“

Bleiben Sie gesund!

Wilfried Steinhage
Vorsitzender

Michael Schley
Geschäftsführer