315 km durch die Nacht in den Tag hinein

315 km durch die Nacht in den Tag hinein

Für den Triathleten Ingo Resing vom SuS Stadtlohn galt es am 3. September 2021 sich einer schon lang geplanten Herausforderung zu stellen. Der derzeitigen Situation geschuldet – mit eineinhalb Jahren Verspätung - startete die Vätternrundan 2021.

Dieser, seit 1966 ausgetragene, schwedische Klassiker führt über 315 km einmal rund um den südschwedischen Vätternsee. Start war traditionell in der Stadt Motala am Freitag ab 19 Uhr. Jeweils alle 2 Minuten wurden 20 Fahrer auf die Runde geschickt und dies bis um ca. 10 Uhr am Samstagmorgen; wobei dann insgesamt 7000 Fahrer unterwegs waren. Noch in den Vorjahren wurden jeweils über 20.000 internationale Fahrer gezählt.

Ingos Startzeit war um 22.06 Uhr. Das bedeutete einen Nachtstart und eine lange Fahrt durch die Dunkelheit. Man merkte auf der Strecke sofort, dass die Organisatoren enorm viel Erfahrung mit der Ausrichtung eines solchen Events hatten: Beste Asphalt Verhältnisse, Ordner an jeder Abzweigung, Sperrung vom normalem Verkehr. Auch die Ausstattung an den alle 50km eingerichteten Verpflegungs-Depots war exzellent. Hier gab es Getränke und die berühmte Blaubeersuppe. An zwei Depots auch die bekannten schwedischen Fleischklößchen (Kötttbullar) mit Kartoffelpüree, morgens um 2:40 Uhr!!!

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Ingo Resing vor dem Start!

In stetig wechselnden Fahrergruppen ging es für Ingo also durch die Nacht auf die insgesamt 315 km lange Strecke die mit 2.000 Höhenmetern insgesamt relativ hüglig war. Es ließ sich nicht vermeiden, dass man auch manchmal längere Zeit alleine durch die Nacht radeln musste. Angefeuert durch viele Anwohner, die die Straßen mit Kerzenlichtern erleuchteten und mit dem typischem „HEJA HEJA“ beschallten, vergaß man dann auch schon mal die nächtlichen Temperaturen von 5 Grad Celsius. Als am nächsten Morgen gegen 5.40 Uhr die Sonne über den Vätternsee aufging war dies schon ein grandioses Schauspiel.

Ingo berichtet weiter, dass man nun im Tageslicht endlich auch mal die Natur und Umgebung genießen konnte. Endlose Wälder, tolle Aussichten über den See und immer die typischen roten Schwedenhäuser prägten von nun an die Fahrt. Um Punkt 12 Uhr erreichte Ingo die Ziellinie in Motala und wurde von seiner Frau in Empfang genommen. Hier im Zielbereich waren zwar nicht so viele Zuschauer wie üblich, aber auch das Fernsehen war vor Ort und übertrug Ingos Zieleinlauf live. Insgesamt kamen 6.427 Fahrer ins Ziel. Abschließend gab es die Medaille und noch eine ordentliche Mahlzeit. Zusammenfassend ist zu sagen, dass diese Fahrt für jeden ambitionierten Radfahrer eine grandiose höchst zu empfehlende Erfahrung ist.

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Ingo glücklich im Ziel nach 315 Kilometer!