2. Spieltag: Hackenforts Heeker verdienen sich 1:1-Remis am Losberg redlich

Das Stadtlohner Stadion war nach dem Schlusspfiff fest in Heeker Hand. Der HSV feierte das 1:1 beim SuS wie einen Sieg. Auf ihren ersten Erfolg müssen dagegen die Stadtlohner nach enttäuschender Leistung am Sonntag weiter warten.

Während die Gäste sich nach dem Schlusspfiff in den Armen lagen und ihren Torschützen Marius Lürick feierten, wurde an der SuS-Bank lauthals geschimpft. Auch Trainer Stefan Rahsing machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: „Heek nimmt völlig verdient einen Punkt mit. Was wir in offensiv, gerade in der ersten Hälfte, angeboten haben, war einfach nicht gut.“ Richtig gut fand dagegen HSV-Spielertrainer Rainer Hackenfort die Vorstellung seiner Elf: „Wir haben uns den Punkt erkämpft und vor allem auch spielerisch absolut mitgehalten.“

Unterm Strich waren es sogar die Heeker, die mehr Torchancen verbuchten. Den gefährlichsten Schuss im ersten Durchgang gab allerdings Stadtlohns Maximilian Rhein ab, sein Strahl klatschte an die Unterkante der Latte (12.). Die beste Gäste-Möglichkeit, einen satten Schuss ins kurze Eck von Jonas Bomkamp, parierte Jan Hintemann stark (26.).

Die Heimelf trat nach der Pause etwas mehr aufs Gaspedal und ging in Minute 62 in Führung: Aus der zweiten Reihe feuerte Milan Tendahl einen abgewehrten Ball ab – Keeper Noel Oellerich konnte nur noch hinterherschauen. Hätte der eingewechselte Mario Thentie drei Minuten später das mögliche 2:0 erzielt, die Partie wäre vielleicht entschieden gewesen.

So aber glaubten die Heeker an ihre Chance. Nah dran am Ausgleich waren sie schon in der 68. Minute, als Luka Kösters und Teun Olthuis eine dicke Doppelchance im Strafraumgewühl ausließen. Der Treffer gelang dann in der Schlussphase. Einen Freistoß brachte Hackenfort per Kopf ins Strafraum-Zentrum, wo der eingewechselte Routinier Marius Lürick lauerte und für großen Jubel bei seinen Mitspielern und dem Heeker Anhang sorgte. Rainer Hackenfort: „Dass ausgerechnet Marius als langjähriger Goalgetter in seinem ersten Bezirksligaspiel trifft, freut uns natürlich riesig.“

 

Ausblick

Hinweise

Zuschauern aus Heek kann leider nur Zutritt gewährt werden, wenn sie auf der Gästeliste mit den 50 registrierten Personen stehen. Wir bitten alle Zuschauer, Ausweise bereitzuhalten. Sollte die Zahl von 300 Zuschauern erreicht werden, kann es zu temporären Ausschlüssen kommen. Vor Ort gilt das aktuell gültige Hygienekonzept, welches auf der Homepage veröffentlicht ist. Wir bitten um Verständnis und um frühzeitige Anreise. Danke!

Vereinsheft zum Spiel

Unser Gast

Gleich im ersten Heimspiel wird für den SuS Stadtlohn spürbar, warum die neuformierte Bezirksliga 11 die überkreisliche Derby-Liga schlechthin ist. Zu Gast ist der SV Heek, der nach langen Jahren des Wartens wieder in die Bezirksliga zurückgekehrt ist. Und dies ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehens. Zu diesem Jubiläum – ein Jahr nach dem 100-Jährigen des SuS Stadtlohn – sowie zum Aufstieg gratuliert der SuS an dieser Stelle noch einmal herzlich. Dass dieser Aufstieg absolut verdient war, steht außer Frage. Die Mannschaft um Spielertrainer Rainer Hackenfort hatte der abgelaufenen Saison in der Kreisliga A1 den Stempel aufgedrückt und wäre letztlich auch ohne die „Hilfe“ eines Saisonabbruchs aufgrund der Corona-Pandemie aufgestiegen. Fußballerisch stellte der HSV in der Spielzeit 2019/20 sicher das beste Kollektiv dar, die Mannschaft lieferte Bestleistungen in nahezu allen Bereichen.

Dass dieser Aufstieg kein Zufall war, ist ebenso ohne Zweifel. Mit Coach Rainer Hackenfort, der lange Jahre in der Jugend und bei den Senioren Mitglied und Torjäger der ersten Mannschaft im SuS Stadtlohn war, wurde ein Trainer verpflichtet, dem dieses Kunststück schon bei seiner ersten Station TuS Wüllen gelungen war. An die Seite von vielen talentierten Eigengewächsen wurde ein Gerüst aus Rückkehrern und bezirksligaerfahrenen Kickern gestellt. So haben unter anderem Kapitän Jonas Bomkamp, Luka Kösters und Robin Kersting eine erstklassige Ausbildung beim Oberligisten SpVgg Vreden erfahren. Rainer Hackenforts Meriten müssen nicht erwähnt werden, kurzfristig konnte dieser mit Christian Theuring einen der besten Offensivspieler der vergangenen Bezirksliga-Jahre vom Ex-Verein TuS Wüllen ins Dinkelstadion lotsen. Dieser bringt zudem viel Erfahrung ein. Ansonsten steht der erfolgreiche Aufstiegskader.

Gerade in der Offensive ist dieser Aufsteiger sicher kein gewöhnlicher. Diesen allein auf die Offensivstärke zu reduzieren, würde dem Gesamtgefüge nicht gerecht werden. Denn auch die Defensive war in den vergangenen Jahren sehr stabil und letztlich der Garant für eine nachhaltig positive Entwicklung. Die Testspiele haben gezeigt, dass der SV Heek das Zeug dazu hat, gleich nach dem Aufstieg eine gute Rolle zu spielen. Auch gegen höherklassige Mannschaften wie dem Landesligisten Eintracht Ahaus wurden positive Ergebnisse erzielt. Und auch am ersten Spieltag konnte gegen die SpVgg Vreden II gleich ein Heimerfolg eingefahren werden.

Viele Experten ordnen dem HSV gar die Rolle eines Geheimfavoriten zu. Rainer Hackenfort wiegelt ein wenig ab, stellt sein Licht aber auch nicht unter den berühmten Scheffel: „Wenn alles glatt läuft, ist sicher ein einstelliger Tabellenplatz drin.“ Vornehmlich geht es wie für alle Aufsteiger erst einmal darum, nichts mit den Abstiegsrängen zu tun zu haben. Und von diesen gibt es in dieser Saison gleich vier. Pflichtspiel-Vergleiche mit dem SuS Stadtlohn gab es in den vergangenen Jahren keine – mit Ausnahme von Duellen mit der A-Liga-Reserve. Es fühlt sich ein wenig an wie eine „Premiere“.

Der SV Heek in der Saison 2020/21

Spielstätte: Dinkelstadion, Am Dinkelstadion, 48619 Heek
Vorjahresplatzierung: Erster in der Kreisliga A1
Saisonziel: gesicherter Mittelfeldplatz

Torwart: Noel Oellerich, Jan Reinders.
Abwehr: Kai Epping, Thilo Gausling, Christopher Hölscher, Robin Kersting, Jonas Klein-Reesink, Michael Uphues.
Mittelfeld: Jonas Bomkamp, Sascha Kippelt, Pablo Klein, Maximilian Nabers, Hannes Schabbing, Phil Sundermann, Christian Theuring, Tom Wenninghoff.
Angriff: Rainer Hackenfort, Luka Kösters, Marius Lürick, Teun Olthuis, Matteo Schultewolter.
Spielertrainer: Rainer Hackenfort.
Zugang: Christian Theuring (TuS Wüllen).
Abgänge: Tim Blömer, Luca Gerd Bömer (beide SV Heek II), Johannes Bendfeld (SV Heek III).

www.svheek.de