17. Spieltag: Erste verliert in Überzahl den Faden und lässt gegen Epe zwei Punkte liegen

SuS gibt Sieg in Überzahl aus der Hand
Zwei Punkte im Titelrennen der Bezirksliga 11 hat der SuS Stadtlohn am Sonntag liegen lassen. Im Duell mit dem FC Epe drehte der SuS zunächst einen Rückstand, um letztlich in Überzahl mit einem 2:2 den Platz zu verlassen. „Wir haben 60 Minuten lang ein richtig ordentliches Spiel gemacht. Was dann nach der Gelb-Roten Karte bei uns passiert ist, gilt es noch zu ergründen“, so SuS-Trainer Stefan Rahsing, der den Eperanern zu einem „verdienten Punkt“ gratulierte.

Obwohl die Stadtlohner deutlich überlegen in den ersten Durchgang gestartet waren, kassierten sie aus heiterem Himmel das 0:1. Eine Bogenlampe im Strafraum bekam Stadtlohns Keeper Jan Hintemann nicht zu fassen und bugsierte den Ball ins eigene Tor (25.). Der SuS musste sich kurz schütteln, kam aber Ende des ersten Durchgangs noch zu guten Chancen. Die erste von Maximilian Rhein parierte FC-Schlussmann Niklas Baumann stark (39), die zweite führte zum Ausgleich. Nach einer Ecke staubte Justus Jaegers ab (42.).

Nach der Pause ging es für die Heimelf positiv weiter. Einen Handelfmeter in der 55. Minute versenkte der zur Halbzeit eingewechselte Niclas Dormayer. Nachdem Epes Jan Frieling dann in der 67. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, schien der Weg geebnet für den 13. Stadtlohner Saisonsieg.

Doch gefährliche Abschlüsse erspielte sich der SuS bis zum Schluss nicht mehr. Und so witterten die Gäste durch das jetzt oft fehlerhafte Stadtlohner Spiel doch noch ihre Chance. Und die bekamen sie in der 88. Minute auf dem Silbertablett serviert: Hintemann stieß einen Eperaner im Strafraum zu Boden – Elfmeter, doch Julian Reus nagelte den Ball an die Latte. Damit war der SuS aber noch nicht durch: In der Nachspielzeit segelte ein hoher Ball in den Strafraum. Und ausgerechnet Reus setzte per Kopf den Schlusspunkt.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

ACHTUNG: Die Partie wird erst um 15.15 Uhr auf dem Kunstrasen im VR-Bank Sportpark angepfiffen!

Im letzten Heimspiel des Spieljahrs steht für die Bezirksligamannschaft ein weiteres Derby an. Zu Gast ist der FC Epe, der auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Der Verein wurde am 8. August 1912 als FC Wacker Epe gegründet. Der heutige FC Epe wurde schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg belebt. Nach Jahren in der Bezirksliga stieg der FC Ende der 70er-Jahre in die damals viertklassige Landesliga auf, gleichzeitig qualifizierte sich die Mannschaft für den DFB-Pokal, wo die Eper in der ersten Runde zum 1. SC Göttingen 05 reisen mussten und mit 0:2 verloren. 1982 ging es zurück in die Bezirksklasse. Später pendelte Epe zwischen Bezirks- und Kreisliga, seit 2014 ist der FC nun wieder in der Bezirksliga 11 beheimatet.

Geprägt wird die jüngere Entwicklung auch durch „Stadtlohner“ Aktive. In der vergangenen Saison leitete Markus Banken die Geschicke in den Bülten, zur neuen Saison übernahm nun Andre Hippers als Spielertrainer. Die beiden Ottensteiner Jungs waren Mitglied der Oberligaaufstiegsmannschaft des SuS im Jahr 2014. Für Hippers ist er die erste hauptverantwortliche Trainerstelle, zuvor war er Co-Trainer „unter“ Jens Niehues bei Eintracht Ahaus. In der abgelaufenen Spielzeit musste Epe länger um den Klassenerhalt zittern. Und so war es vor der Saison das erklärte Ziel, nicht noch eine Zittersaison spielen zu müssen. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten läuft der Motor mittlerweile rund, die Mannschaft spielt sich ins gesicherte Mittelfeld der Bezirksliga-Tabelle.

Andre Hippers kann auf einen eingespielten Kader bauen, ein Umbruch war im Sommer ausgeblieben. Zentraler Spieler ist Hippers mit großer Erfahrung selbst, ebenso einen Namen haben sich in der Region Offensivspieler wie Felix Wobbe und Philipp Hörst, aktuell Toptorschütze und ebenfalls ehemaliger Ottensteiner, gemacht. Zuletzt gab es einen Heimsieg gegen Billerbeck. „Das war vor den beiden schweren Spielen gegen Stadtlohn und im Derby gegen Vorwärts natürlich wichtig“, freut sich Hippers auch über die Rückkehr an den Losberg.

Pflichtspiele hat es zwischen beiden Mannschaften in jüngerer Vergangenheit selten gegeben. Einzig gab es 2016 ein knappes 1:0 für den SuS im Kreispokal, die Testspiele gewann der SuS meist deutlich.

Der FC Epe in der Saison 2019/2020

Spielstätte: Sportplatz in den Bülten, Nienborger Damm, 48599 Gronau
Vorjahresplatzierung: Platz 10
Saisonziel: ruhigere Saison spielen

Kader: Jannik Holtmann, Niklas Baumann, Felix Wobbe, Andre Hippers, Moritz Göckener, Philipp Hörst, Ricardo Deiters, Kilian Voss, Jan Frieling, Frederic Klümper, Freek Olthuis, Timo Schönherr, Patrick Redegeld, Niklas Bruns, Julius Klein, Florian Holtkamp, Julias Reus, Andreas Struwe, Thorsten Hüsing, Paul Paganetty, Noah Eglins, Paul Müller, Marcel Buß, Robert Hinkelmann, Dirk Wöltering.

Zugänge: Thorsten Hüsing (Eintracht Ahaus), Andreas Struwe (SG Gronau), Timo Schönherr (reaktiviert).
Abgänge: Steffen Krabbe (FC Schüttorf 09), Jens Bode (tritt kürzer), Jan Bakenecker-Serne.

Trainer: Andre Hippers – Co-Trainer: Dirk Wöltering.

www.fcepe1912.de