16. Spieltag: Niederlage im Nachholspiel - Erste bleibt 2020 vorerst in den Startlöchern stecken

Schmerzhafter Tiefschlag: SuS Stadtlohn verliert in Lüdinghausen

So wird es immer schwieriger für den SuS Stadtlohn, die Tabellenspitze in der Rückrunde noch einmal anzugreifen. Bei Kellerkind Union Lüdinghausen unterlagen die Stadtlohner am Samstagvormittag mit 0:1 und präsentierten sich dabei ungewohnt schwach.

Hatte Trainer Stefan Rahsing beim 1:1 am vergangenen Sonntag in Merfeld noch Lob für seine Elf übrig gehabt, so musste er nach dieser Partie festhalten: „Uns hat heute leider komplett die Struktur gefehlt. Wir hatten Lüdinghausen auch körperlich zu wenig entgegenzusetzen und uns beeindrucken lassen.“ Eine klare Torchance erspielte sich der SuS über die gesamte Spielzeit nicht.

Anders Lüdinghausen, das bereits in der ersten Halbzeit zwei gute Gelegenheiten liegen ließ. Direkt nach Wiederanpfiff zog ein Unioner noch knapp am Pfosten vorbei. In der 55. Minute passierte dann, was sich angedeutet hatte: Nach einem Bock im SuS-Aufbau lief Marius Grewe allein aufs Tor, seinen Schuss fälschte Florian Brinkmann unhaltbar zur Führung ab.

Die Stadtlohner, bei denen sich auch der kurzfristige Ausfall von Mario Thentie negativ bemerkbar machte, rüttelte auch der Gegentreffer nicht wach. Zwar warf er ab der 70. Minute alles nach vorn, doch gefährliche Abschlüsse vermochte sich der Tabellenzweite nicht zu erspielen. Stattdessen bot sich der Heimelf mehrfach die Möglichkeit, ihre Führung zu erhöhen.

„Für uns geht es jetzt erst mal darum, uns auf uns selbst zu konzentrieren und nicht nach oben auf Haltern zu schauen“, hielt Stefan Rahsing fest.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Eine weitere Premiere steht dem SuS Stadtlohn am 16. Spieltag ins Haus, der am Karnevalssamstag um 11 Uhr nachgeholt wird: Gegen Gastgeber Union Lüdinghausen gab es noch keine Duelle um Punkte. Einen wichtigen Vergleich gab es dennoch in jüngerer Vergangenheit: Im Duell der beiden A-Liga-Meister hatte sich die SuS-Reserve im Sommer 2016 in Dülmen nach Elfmeterschießen durchgesetzt, die Union stieg am Ende mit in die Bezirksliga auf. Dort hielt sich Lüdinghausen in den vergangenen 20 Jahren überwiegend auf, nach einigen Ausflügen in die Landesliga musste zuletzt auch Stationen in der Kreisliga A genommen werden. Zur laufenden Sonntag wurde die Mannschaft von der Bezirksliga 8 in die Staffel 11 umgruppiert. In der Gruppe 8 hatte man zuletzt zweimal gegen den Abstieg gekämpft.

Umso verständlicher war es, dass sich Trainer Tobias Tumbrink mit seinen Mannen vorgenommen hatte, eine entspanntere Saison zu spielen. Das Ziel lautete dennoch Ligaverbleib. Dank der Neuzugänge versprach sich der Coach mehr Spielkultur. Der Stamm konnte gehalten werden, verpflichtet werden konnten unter anderem der oberligaerprobte Muhamed Demirel und Rückkehrer Sven Görlich. Aber auch dem jungen Sören Hellkuhl und Robin Flake (TuS Haltern U 19) traute der Coach den Sprung zu. Routinier Sebastian Placzek bringt ebenso einiges an Oberligaerfahrung mit und ist in Stadtlohn bekannt, auch Torjäger Nils Husken blieb dem Team erhalten. Über allem steht die Identifikation mit dem Verein und der Region.

Der Start nach einem ersten Saisonhighlight, dem Kreispokalspiel gegen den Westfalenligisten SpVgg Vreden (0:6), war vielversprechend. In den ersten Spielen blieben Niederlagen aus, das hat sich mittlerweile geändert. Schon vor dem Winter hielt ein hartnäckiger Negativtrend an, dieser setzte sich in den beiden Spielen nach dem Winter gegen Merfeld und in Borken-Hoxfeld fort. Die Union belegt damit einen Abstiegsrang, hat aber eine positive Heimbilanz vorzuweisen. Für Tobias Tumbrink geht es nun darum, die Mannschaft als Bezirksligisten an seinen Nachfolger zu übergeben. Tumbrink geht im Sommer zum Landesligisten BSV Roxel, es kommt Osman Köse, der einst in Schalkes A-Jugend spielte. Dies an der Seite der Weltmeister Benedikt Höwedes und Mesut Özil und übrigens auch dem früheren SuSler Daniel Klein-Günnewick.

In jüngerer Vergangenheit gab es einen freundschaftlichen Vergleich zwischen den Ersten von Lüdinghausen und Stadtlohn. Im Winter 2013 siegte der damalige Westfalen- beim Landesligisten mit 10:1. Heute sind es andere Zeiten.

Union Lüdinghausen in der Saison 2019/20

Sportstätte: Sportanlage Lüdinghausen (Kunstrasen), Am Feldbrand 7, 59348 Lüdinghausen
Platzierung in der Vorsaison: Platz 13 in der Bezirksliga 8
Saisonziel: Klassenerhalt

www.union08.de