15. Spieltag: Erste lässt im Derby gegen Wüllen keine Zweifel aufkommen

Das Vereinsheft zum Heimspiel

SuS am Ende eine Klasse besser als Wüllen
Während der SuS Stadtlohn die Hinserie in der Bezirksliga 11 auf Platz zwei beendet hat und damit kräftig im Titelrennen mitmischt, steckt der TuS Wüllen nach der 0:5-Derbypleite mit neun Punkten weiter tief im Tabellenkeller.

„In der zweiten Halbzeit war es ein Klassenunterschied“, erkannte TuS-Trainer Uwe Stampfer nach der Partie. „Da hätte ich mir auch etwas mehr Gegenwehr von uns gewünscht.“ Ganz anders natürlich die Gemütslage seines Stadtlohner Gegenübers Stefan Rahsing: „Ich bin heute nicht nur mit dem Ergebnis hochzufrieden, sondern auch mit dem Auftreten. Die Mannschaft hat ihr Spiel von Anfang bis Ende konsequent durchgezogen.“

In die Karten spielte der Heimelf auch ihr früher Führungstreffer. Mario Thentie spielte steil auf Maximilian Rhein, der legte quer auf Eswin Vreven, welcher bei seinem ersten Ligatreffer im SuS-Trikot keine Mühe hatte (6.). Danach folgte die einzige Phase im Spiel, in der sich die Wüllener ebenbürtig präsentierten und durch Christopher Behrendt sowie Stefan Gosling gute Chancen zum Ausgleich besaßen.

Doch Mitte des ersten Durchgangs hätte dann auch das 2:0 fallen können. Rhein und Jaegers mit einem Pfostenschuss vergaben ihre Chancen, ehe das 2:0 gelang. Und das war ein krummes Ding. Kapitän Jaegers drückte den Ball über die Linie, nachdem TuS-Keeper Hendrik Vortkamp das Spielgerät nach einem Freistoß nicht unter Kontrolle bekommen hatte (39.). Für die Entscheidung brauchten die Stadtlohner im zweiten Durchgang nicht lang. Erst beförderte Max Brömmelhaus den Ball nach Passversuch von Rhein ins eigene Netz (54.), nur eine Minute später schob Milan Tendahl nach Vorarbeit von Rhein zum 4:0 ein.

Für den Schlusspunkt einer jetzt sehr einseitigen Begegnung sorgte der eingewechselte Niclas Dormayer, der nach einem Querpass ins leere Tor einschob.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick: 

TuS freut sich „tierisch“ aufs Gastspiel in Stadtlohn
Das nächste Derby hält die Bezirksliga 11 am Sonntag bereit: Als Tabellenzweiter empfängt der SuS Stadtlohn den TuS Wüllen, aktuell Vorletzter. Gespielt wird um 14.30 Uhr – Stand Freitag – im Hülsta-Sportpark auf Rasen.

„Wir freuen uns tierisch aufs Duell mit dem SuS, mit dem sich der TuS Wüllen ja sonst nie in einem Ligaspiel messen durfte.“ In Ehrfurcht erstarren wolle seine Elf keinesfalls, auch wenn der SuS als „Mannschaft mit Landesliga-Qualität“ natürlich Favorit sei. Schließlich haben die Wüllener auch bei Primus Haltern II gepunktet und sich zuletzt mit einem 4:0 gegen Lüdinghausen Aufwind verschafft. Es gehe darum, hinten sicher zu stehen, um dann im schnellen Umschaltspiel die Stürmer Alexander Edel und Christopher Behrendt in Szene zu setzen.

Genau das wollen die Stadtlohner natürlich verhindern. Trainer Stefan Rahsing gibt die Marschroute vor: „Mit hohem Tempo müssen wir die Wüllener müde spielen, um dann zuzuschlagen.“ So funktionierte es auch beim vergangenen Heimspiel gegen den SV Gescher. Doch diese Partie zeigte im ersten Durchgang, dass es der SuS schwer haben kann, wenn er die Konzentration nicht hochhält.

Gegen seinen Ex-Klub Wüllen dürfte Stefan Mester das Tor hüten, zumal Jan Hintemann rotgesperrt fehlt. Nach fünfter Gelber Karte muss auch Lars Sparwel passen. Die Gäste müssen auf Michael Theuring, zuletzt noch Torschütze, verzichten.

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast

Nach dem Heimspiel gegen den SV Gescher kommt es im achten Gastspiel im hülsta-Sportpark bereits zum nächsten Derby: Erstmals in einem Meisterschaftsspiel stellt sich der Nachbar TuS Wüllen am Stadtlohner Losberg vor – zumindest wenn es um einen Vergleich zwischen den beiden ersten Mannschaften geht. Der TuS Wüllen wurde am 14. November 1920 gegründet, wird entsprechend in genau einem Jahr 100 Jahre alt. An diesem Tag hob eine Versammlung tatenhungriger Männer einen neuen Sportverein aus der Taufe: den Spiel- und Sportverein Wüllen. 75 Jahre später wurde der Name geändert in den Turn- und Sportverein Wüllen 1920 e.V.. Aushängeschild ist sicherlich die Turnabteilung mit der Leistungsturnriege, die in der 3. Bundesliga startet. Und die Fußballer machen seit einigen Jahren auch überkreislich wieder auf sich aufmerksam. Nach Jahren in der Kreisliga A und sogar Aufenthalten in der zweiten Kreisklasse etabliert sich der TuS nach einem „Schnupperjahr“ 2012/13 seit drei Jahren in der Bezirksliga. Unter Spielertrainer Rainer Hackenfort, einst lange eine Identifikationsfigur beim SuS Stadtlohn, gelang im Sommer 2016 die Rückkehr in die erste überregionale Spielklasse. Dort folgten umgehend zwei bemerkenswerte Plätze in der oberen Tabellenhälfte.

Zur neuen Saison übernahm Uwe Stampfer, zuletzt lange im Frauenbereich bei Union Wessum als Trainer unterwegs und auch als aktiver Spieler lange ein Begriff auch in Stadtlohn, von Hackenfort. Mit Hackenfort verließen einige sehr erfahrene Kräfte wie Tim Sicking, Michael Haeske oder auch Moritz Uppenkamp den Verein, dieser Aderlass sollte aus den eigenen Reihen aufgefangen werden. Keine einfache Aufgabe, wie das erste Saisondrittel zeigte. Nach einem Auswärtssieg bei der SpVgg Vreden II machte der TuS – auch von Ausfällen gebeutelt – eine lange Durststrecke durch. Diese stoppte die Mannschaft ausgerechnet am vergangenen Spieltag mit einem deutlichen 4:0 über Lüdinghausen. „Dieser Sieg war enorm wichtig für die Tabelle und für den Kopf. Nun ist die Hoffnung wieder intakt, den Anschluss ans untere Mittelfeld bald herzustellen“, zeigte sich Stampfer erleichtert. Noch aber ist die Lage für die Wüllener auf den Abstiegsrängen bedrohlich. An der Seite von Kapitän und Co-Trainer Klaus Büning finden sich immer noch erfahrene Kräfte wie Alexander Edel und Christian Theuring, als Torjäger zeigt sich Christopher Behrendt.

Einen Vergleich in einem Pflichtspiel gab es im Pokal im Frühjahr 2017, als sich der damalige Westfalenligist knapp nach Elfmeterschießen beim Bezirksligisten durchsetzte. Beim Eintracht-Pokal 2011 gewann der SuS 3:1. Ansonsten gab es allein Bezirksliga-Duelle mit der SuS-Reserve.

Der TuS Wüllen in der Saison 2019/2020

Spielstätte: Sportplatz Wüllen, Friedmate, 48683 Ahaus
Vorjahresplatzierung: Platz 6
Saisonziel: Klassenerhalt

Torhüter: Jannik Heßmann, Hendrik Vortkamp.
Abwehr:
Andreas Bastron, Max Brömmelhaus, Alexander Demuro, Andre Kortbuß, Malte Tenhumberg, Noah Thebelt, Michael Theuring.
Mittelfeld:
Luca Böwing, Klaus Büning, Stefan Gosling, Felix Hemling, Niklas Möller, Tim Tenhumberg, Christian Theuring, Leo Vortkamp.
Angriff:
Christopher Behrendt, Alexander Edel, Thomas Schneider, Paul Vortkamp.
Trainer: Uwe Stampfer.

Zugänge: Tim Tenhumberg, Max Brömmelhaus, Alexander Demuro (alle eigene Reserve).
Abgänge: Rainer Hackenfort (SV Heek), Michael Haeske (SC Ahle), Tim Sicking (Eintracht Ahaus), Moritz Uppenkamp (Studium Frankfurt).

www.tuswuellen.chayns.net

Fußball News Saision 2015/16
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