13. Spieltag: Eingewechselter Anton macha führt Erste im Derby gegen Gescher auf die Siegerstraße

Das Vereinsheft zum Heimspiel

Joker Macha serviert SuS den Derbydreier
Am Ende hätte der Derbysieg gegen den SV Gescher für den SuS Stadtlohn sogar noch deutlicher ausfallen können als 3:1. Allerdings hatten sich die Gäste lange Zeit erfolgreich gewehrt und die Partie am Losberg offen gestaltet. Letztlich durfte sich mit Anton Macha ein Einwechselspieler als Matchwinner bezeichnen.

Für Eswin Vreven kam der junge Macha zur zweiten Hälfte ins Spiel. Da stand es – durchaus leistungsgerecht – noch 1:1. Zehn Minuten später kam Macha auf der rechten Seite an den Ball, flankte ins Zentrum, wo Maximilian Rhein frei zum Abschluss kam und einnetzte (56.). Unmittelbar zuvor hatte Geschers Dennis Schültingkemper die Gelb-Rote Karte gesehen (55.). Und die Stadtlohner schlugen in Überzahl auch gleich ein weiteres Mal zu. Nur drei Minuten nach dem 2:1 marschierte Macha von rechts an der Strafraumlinie entlang fast ungehindert in die Mitte und kam zum Abschluss. Seinen Versuch konnte SV-Keeper Alexander Trogemann nur abklatschen lassen – wieder war Rhein zur Stelle und schob den Ball ins leere Tor. Für den Angreifer schon der zehnte Treffer.

In derartige Schusspositionen waren die Stadtlohner im ersten Durchgang kaum gekommen. Die Gescheraner verteidigten beherzt und machten den Gastgebern das Leben mit erfolgreichem Pressing schwer. Einen ihrer wenigen Angriffe nutzten sie in der 17. Minute sogar zur Führung. Nach einem hohem Ball auf Raphael Busert reklamierten die SuSler vergebens auf Abseits, Busert traf ins lange Eck. Von den Losberg-Kickern kam trotz ihres vielen Ballbesitzes aus dem Spiel heraus wenig Gefährliches. So musste ein Standard für den Ausgleich her: Vreven brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld vors Tor, Lars Sparwel lief durch und nickte ein (32.). Im zweiten Durchgang kamen die Stadtlohner dann immer besser auf, gerade in Überzahl nutzten sie die schwindenden Kräfte der Gäste für sich.

Zur Freude von Trainer Stefan Rahsing: „Wir haben das Spiel nach der Pause noch breiter gemacht und Gescher damit müde gespielt. So ist das Spiel für uns komplett nach Plan gelaufen.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

UPDATE: Das Spiel findet auf Kunstrasen im VR-Bank Sportpark statt!

Die jüngere Geschichte im Fußball in unserer Nachbargemeinde ist von Zusammenschlüssen geprägt. Nach über 90 Jahren Vereinsgeschichte beim FSV stimmten im Sommer 2013 die Mitglieder des FSV Gescher und des SV Gescher 08 für eine Fusion zum SV Gescher. Ausschlaggebend für die Verschmelzung waren letztendlich der demografische Wandel und finanzielle Gründe. Trainer beim FSV Gescher war übrigens seinerzeit der Stadtlohner Peter Löschner, der unter anderem auch die A-Jugend und Reserve beim SuS Stadtlohn betreut hatte. Eine Grundlage war bereits zum 1. Januar 2009 geschaffen worden, als die drei Vereine Sportfreunde Tornado, BSV Harwick und TSG Gescher zum SV Gescher 08 fusionierten. Dieser stieg 2012 in die Bezirksliga auf, so dass es zur Fusion mit dem FSV gleich zwei Bezirksligisten in der Glockenstadt gab. Das hatte neben quantitativen – zum Start gab es sieben Seniorenmannschaften – auch qualitative Konsequenzen: Der neue SV stieg gleich in die Landesliga auf und hielt sich dort ein Jahr. Nun ist die Heimat wieder die Bezirksliga, nach zwei Jahren im oberen Drittel kämpft man aktuell wieder um den Anschluss.

Zu Beginn der vergangenen Saison hatte es einen größeren Umbruch gegeben, die Mannschaft benötigte ein wenig Zeit, um zusammenzuwachsen. Letztlich wurde das Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Deutlich komfortabler war die Lage vor der laufenden Spielzeit: Trainer und Ex-Profi Frank Schulz kann aus einem Fundus von an die 30 Spieler wählen, Abgänge gab es keine, Zugänge reichlich – unter anderem aus der eigenen A-Jugend, die den Sprung in die Bezirksliga geschafft hat. Daneben gibt es einige Rückkehrer wie der ehemalige SuSler Alexander Lanfer, Hubertus Roling oder auch Marius Winking. Einziger „echter“ Neuzugang ist der Österreicher Marcel Probst. Das vierte Jahr soll für Schulz so ein ruhigeres werden, der Konkurrenzkampf soll das Geschäft beleben. Für die Vielzahl an Nachwuchskräften wurde die dritte Mannschaft in der Kreisliga B als U23 eingerichtet, diese soll als Sprungbrett dienen. Gleich drei „verlängerte Arme“ hat Frank Schulz auf dem Feld: Unterstützung liefern die Routiniers Matthias Efsing, auch einst ein SuSler, Dennis Schültingkemper und Thomas Lanfer.

Der Saisonauftakt verlief noch schwerfällig, Nun aber ist der SV seit einigen Wochen ungeschlagen und setzte zuletzt gerade zu Hause mit den Siegen  gegen Dülmen (3:2) und vor allem Lüdinghausen (5:0) Ausrufezeichen. Genau passend zum Derby. Vergleiche mit dem SuS gab es zuletzt vor allem beim Eintracht-Pokal in Ahaus – zuletzt im Juli 2017, als Stadtlohn 6:0 gewann. Das waren aber noch andere Zeiten. 

Der SV Gescher in der Saison 2019/2020

Spielstätte: Sportpark Ahauser Damm, Ahauser Damm, 48712 Gescher
Vorjahresplatzierung: Platz 11
Saisonziel: frühzeitiger Klassenerhalt

Zugänge: Hubertus Roling (Turo Darfeld), Alexander Lanfer (SG Borken), Marius Winking (DJK Coesfeld), André Wellermann (Vorwärts Lette), Marcel Probst (USK Anif/Österreich), Eric Bürger, Tim Drießen, Arne Reddemann, Matteo Ubbenhorst, Tim Völker, Eric Sundrum, Nico Heinz Ahlmer (alle eigene Jugend).
Abgänge: Fehlanzeige.

www.svgescher.de

(o.v.l.) Betreuerin Anna Schlüter, André Wellermann, Sebastian Sicking, Nils Epping, Marius Winking, Thomas Lanfer, Stefan Ostendarp, Betreuer Hans-Joachim Schlüter; (M.v.l.) Betreuer Marcel Hörnemann, Alexander Lanfer, Tim Drießen, Tim Völker, Leon Bürger, Arne Reddemann, Eric Sundrum, Nico Heinz Ahlmer, Matteo Ubbenhorst, Eric Büger, Marcel Probst, Trainer Frank Schulz; (u.v.l.) Marco Ostendarp, Patrick Sträter, Joshua Düchting, Alexander Trogemann, Robin Nolte, Dennis Schültingkemper, Raphael Busert, Jan-Niklas Barden; es fehlen Matthias Efsing, Hubertus Roling, Kai Böing, Torwarttrainer Daniel Stockhoff.