Landesliga-Staffeltag: Weniger Gelbe Karten, aber zu viele Innenraumverweise

„Zur Meisterehrung sind ja einige der Punktelieferanten der vergangenen Saison vor Ort.“ Mit seinem bekannt trockenen Humor eröffnete Staffelleiter Gerhard Rühlow (Foto) den Staffeltag der Landesliga 4 beim Meister Borussia Emsdetten. Es gab nicht viel Neues zu berichten, aber schon einige Änderungen im Detail. Nachdem Rühlow die Neulinge, darunter den Absteiger SuS Stadtlohn mit Geschäftsführer Michael Schley und Rudi Schipper, begrüßt hatte - Rühlow zeigte sich dabei erfreut, dass es "in Stadtlohn auch Langzeit-Ehrenamtliche" gibt -, verlas er seinen Bericht zur abgelaufenen Saison.

Insbesondere die Zahl der Gelben Karten sei stark rückläufig, dagegen zahlten die Vereine allein 1100 Euro wegen Innenraumverweisen. „Geld, das der Verband nicht verdient hat.“ Fairste Mannschaft war die SG Borken.Im Ausblick wies er unter anderem auf einen Passus in den Durchführungsbestimmungen hin: Künftig ist ein Spielortwechsel während des laufenden Spiels – zum Beispiel wenn der Hauptplatz keine Flutlichtanlage hat und es zu dunkel wird – ausdrücklich vorgegeben, sofern ein Ausweichplatz auf gleicher Anlage zur Verfügung steht. „Die Mannschaften haben dem Schiedsrichter zu folgen, sonst sind die Punkte weg“, erklärte Hans-Dieter Schnippe (Verbandsfußballausschuss). Auch bei Platzsperren durch die Vereine selbst werde man genauer hinschauen, entscheiden würde die Platzkommission. Überkreislich aktive Mannschaften hätten die Passbilder bis zum 31. Dezember 2018 im DFBnet hochzuladen – die Passkontrolle entfalle nur dann, wenn sämtliche Bilder des Spieltagskaders hochgeladen seien. Eine kleine Lockerung gibt es bei der sogenannten Festspielregelung: Nach Ablauf der Schutzfrist ist nun nicht allein der Einsatz in der nächsttieferen Mannschaft möglich, auch ein Wechsel beispielsweise von der ersten in die dritte Mannschaft wird erlaubt.

Auf nur kleine Regeländerungen wies Schiedsrichter-Chef Michael Liedtke hin (Münsterland Zeitung berichtete). Rühlow bat die Vereine noch einmal, mit den Schiedsrichtern die Daten abzugleichen: „Das DFBnet ist nur eine Hilfe, die Verantwortung liegt immer beim Verein.“

Schiedsrichter-Chef Michael Liedtke, Staffelleiter Gerhard Rühlow und Hans-Dieter Schnippe, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses.