25. Spieltag: Dreier im Kellerduell hält SuS im Spiel

PK von BerkelTV

Erwigs Tor bringt breite Brust
Einen enorm wichtigen Sieg für den Klassenerhalt feierte der SuS Stadtlohn am Ostermontag. Dass das Duell mit dem SV Schermbeck mit 3:1 an die Berkelstädter ging, hatten sie vor allem einer Steigerung nach der Pause zu verdanken. Einen 0:1-Rückstand drehten sie schließlich durch Tore von Josse Gerick, Christian Erwig und Dirk Jasmund.
Als Schiedsrichter Alexander Ernst die Partie abpfiff, klatschten sich die Stadtlohner erleichtert ab und bejubelten diesen wichtigen Heimerfolg. 45 Minuten zuvor war nicht unbedingt zu erwarten, dass die Punkte in Stadtlohn bleiben würden.

Ähnlich wie beim vergangenen Heimspiel gegen den ASC Dortmund (4:1) verstanden es die Blau-Weißen lange Zeit nicht, den Zugriff auf die Partie zu gewinnen. Zu passiv in den Zweikämpfen und zu harmlos im Spiel nach vorn überließen sie den Gästen ein Stück weit das Feld. Diese verzeichneten in der zweiten Minute bereits die erste Gelegenheit, als Serdar Bastürk knapp am Pfosten vorbei schoss. Die Führung für Schermbeck hätte dann in Minute 20 fallen müssen: Nach einer Flanke tauchte Tim Dosedahl mutterseelenallein vor Torhüter Christoph Fork auf, köpfte aber nebens Tor. Zwei Minuten später war das Glück der Heimelf dann aber nicht mehr hold. Zu einfach konnte sich Schermbeck durchs Zentrum kombinieren, Marek Klimczok kam frei vor Fork zum Abschluss und überwand ihn zum 1:0.

Auch wenn Erwig direkt im Gegenzug den Ausgleich auf dem Fuß hatte, wirkte der SuS jetzt verunsichert und ließ eine Reaktion auf den Rückstand vermissen. Umso wichtiger für die Stadtlohner, dass aus heiterem Himmel der Ausgleich gelang. Niklas Hilgemann spielte den Ball perfekt in die Schnittstelle zu Gerick, der die Ruhe behielt und zum 1:1 ins Eck traf (36.). Eine Minute später tauchte auf der anderen Seite Eswin Vreven frei vorm SuS-Tor auf, sodass die Gastgeber sehr gut mit dem Remis zur Pause leben konnten.

Ganz anders verlief Hälfte zwei. Die Stadtlohner zeigten sich jetzt präsenter und nutzten gleich ihre erste Chance, um die Partie zu drehen. Über Umwege landete der Ball direkt vor den Füßen von Erwig, der in feinster Torjäger-Manier aus acht Metern einnetzte (51.). Jetzt agierte Stadtlohn mit breiter Brust, während Schermbeck kaum noch Gefährliches zustande brachte. Gerick hätte beinahe auf 3:1 gestellt, köpfte aber an den Pfosten (54.). Für den Endstand sorgte 13 Minuten später ein Verteidiger: Dirk Jasmund war bei einer Ecke mit aufgerückt, Schermbeck klärte zunächst, ehe Daniel Neustädter den Ball abfing und Jasmund in Szene setzte. Der ließ sich nicht lange bitten und schob flach ein (67.).

In der Folge musste der SuS einige brenzlige Situationen überstehen, zwingend wurde der SVS aber kaum noch. Auf der anderen Seite hätte Stadtlohn nach Kontern selbst noch nachlegen können.

Quelle: Münsterland Zeitung (Sascha.Keirat)

Ausblick:

Verlegung auf Kunstrasen:
Aufgrund des nach den jüngsten Regenfällen weiter grenzwertigen Zustands des Naturrasens im hülsta-Sportpark wird die Partie in Abstimmung mit dem Gast aus Schermbeck und dem Staffelleiter Reinhold Spohn auf dem Kunstrasen am Losbergpark ausgetragen.
Die Zuschauer werden erneut gebeten, die Parkflächen am hülsta-Sportpark zu nutzen und fußläufig das Trainingsgelände am Losberg anzusteuern. Danke!

SuS muss seine Zukunft aktiv selbst gestalten
Dass die folgenden beiden Sechs-Punkte-Heimspiele gegen Schermbeck und Zweckel die Mannschaft vor dem Spiel bei Roland Beckum bereits beschäftigten, diesen Eindruck hatte auch Co-Trainer Dirk Cosanne. „Das konnte man unter anderem gerade bei den drei Spielern spüren, die vor einer Gelbsperre stehen“, hatte Cosanne Verständnis angesichts der Bedeutung der kommenden Tage für den SuS. Da es nun mit den oft bemühten Bonuspunkten nichts geworden ist und die Konkurrenz aus Hamm und eben Schermbeck dreifach punkten konnte, ist der Druck nun eben weiter gewachsen. „Natürlich wissen wir, was am Ostermontag gegen Schermbeck auf dem Spiel steht. Wir sind nahezu dazu verdammt, mit einem Sieg zum Gegner aufzuschließen, um dann gegen Zweckel nachzulegen“, so Cosanne.

Michael Roßmöller hat seine Sperre „abgesessen“, bei Christian Erwig hofft er auf eine Rückkehr. Er sei erfahren genug und kenne seinen Körper ganz genau. Cosanne richtete am Donnerstagabend umgehend den Blick auf Montag: „Wir müssen schnell die Wunden lecken und uns neu fokussieren.“

An das Hinspiel erinnert sich der SuS zwiespältig. Einerseits stand mit dem 3:0 der erste Saisonsieg, andererseits zog sich Markus Krüchting dort die schwere Verletzung zu, die ihn bis heute an weiteren Einsätzen hindert.

Blick zum Gast:

Jeder Punkt ist einer für den Klassenerhalt
Erst durch die Hintertür war der SV Schermbek im Sommer 2015 in die Oberliga Westfalen zurückgekehrt. Im Entscheidungsspiel der beiden Westfalenliga-Zweiten konnte sich das Team von Trainer Christoph Schlebach mit 3:0 gegen Westfalia Wickede durchsetzen.

Mit diesem Schwung der „zweiten Chance“ setzte der SV beflügelt zu einem Höhenflug an. Dieser endete im November jäh. Bis zum Gründonnerstag und dem 3:1 im Derby gegen Schlusslicht SV Zweckel blieb Schermbeck sieglos und rutschte zwischenzeitlich auf einen Abstiegsplatz ab. Zurück in die Spur verhalfen dem Team unter anderem die beiden Torjäger Jannis Scheuch und Tim Dosedal, im Mittelfeld zieht Kapitän Tuncay Turgut die Fäden. Ansonsten stellt Schermbeck einen geschlossen auftretenden Kader ohne die „großen Namen“.

In der ersten Oberliga-Phase des SV ab dem Jahr 2003 waren unter anderem der heutige Stadtlohner Christian Erwig sowie frühere SuSler wie Rainer Hackenfort und Mike Holtheuer für den SV aktiv.

Quelle: Münsterland Zeitung

 

SuS muss sich nun zeigen
Der SuS Stadtlohn kann sich der Situation nicht mehr entziehen, in den kommenden Tagen kurzfristig die Weichen in Richtung des erhofften Oberligaerhalts stellen zu müssen. Drei Heimspiele in Serie stehen an – darunter gleich zwei gegen direkte Konkurrenten im Keller.

Den Auftakt macht die Partie am Montag ab 15 Uhr gegen den SV Schermbeck. Der Druck liegt bei den Gastgebern. Der Aufsteiger konnte durch ein 3:1 gegen Schlusslicht Zweckel den Vorsprung auf drei Punkte ausbauen  und hat noch ein Spiel mehr auszutragen. Da es Stadtlohn nicht gelang, die oft bemühten Bonuspunkte in Beckum zu holen, ist es zurück auf einen der Abstiegsränge gefallen.

Co-Trainer Dirk Cosanne, der den wegen eines Trauerfalls in die Heimat gereisten Coach Daniel Sekic vertrat, hatte allerdings eine Erklärung, warum es mit den „Zusatzzählern“ nicht klappte: „Wie so oft bei Wochenspielen gab es zu viele Störfeuer in personeller Hinsicht, die Einfluss auf den Auftritt hatten. Wohl auch deshalb waren wir in den entscheidenden Spielsituationen nicht wach genug und zu naiv. Der gute Gegner war einfach cleverer.“ Diesen unbefriedigenden Spieltag galt es schnell abzuschütteln. Schließlich muss das Team nun voll da sein, damit es nicht Gefahr läuft, dass ihm „die Spiele weglaufen“.

Schermbeck war nach dem Aufstieg über die Relegation enorm euphorisch gestartet. Trainer Christoph Schlebach hielt den Ball stets flach: „Alles Punkte gegen den Abstieg.“ Er sollte Recht behalten. Seit Ende November blieb der SV ohne Dreier - bis eben Donnerstag. Das dürfte den Gast, der über das Kollektiv mit wenigen Ausnahmespielern wie Tuncay Turgut oder Tim Dosedal kommt, im Glauben an sich wieder bestärken. In Stadtlohn wird man die Trendwende verfestigen wollen. Und sich für das Hinspiel revanchieren, das mit 3:0 an Stadtlohn ging. Dabei verletzte sich SuS-Routinier Markus Krüchting bekanntlich schwer.

Für den Torjäger wird es am Montag für ein Comeback noch nicht reichen. Dafür könnten mit dem „entsperrten“ Michael Roßmöller und Christian Erwig zwei Eckpfeiler in die erste Elf zurückkehren, hofft Cosanne: „Die kommenden direkten Duelle waren in Beckum spürbar schon in den Köpfen der Spieler. Ohne Zweifel: Wir müssen uns jetzt auch zeigen.“

Da gibt es sicher keine zwei Meinungen. Erfolge gegen Schermbeck und Zweckel sind im Grunde notwendige Bedingungen für den Klassenerhalt – die ebenso nötigen Bonuspunkte würden in einem weiteren Schritt hinreichende werden. Das Engagement zuletzt darf dabei sicher die Hoffnung nähren, dass beide Fälle auch eintreten…

Quelle: Wochenpost

Unser kommender Gegner: SV Schermbeck

Mit dem Gastgeber des 25. Spieltags, dem SV Schermbeck, kreuzte der SuS Stadtlohn schon auf verschiedenen Ebenen die Klingen – zunächst mit der Reserve in der Bezirksliga, später mit der Ersten in der Westfalenliga. Jetzt geht es in der Oberliga gegeneinander – zum zweiten Mal nach der Spielzeit 2003/2004, als der SuS abstieg.

Bis in die 90er-Jahre hinein agierte der SV Schermbeck überwiegend auf Kreisebene. Dann ging es rasch: Zwischen 2000 und 2003 eilte man von der Landesliga bis in die Oberliga Westfalen, aus der man allerdings umgehend wieder abstieg. 2007 ging es postwendend zurück in die NRW-Liga. Kuriosum am Rande: Für die Saison 2009/10 wurde dem SV die Lizenz für die NRW-Liga verweigert, da die entsprechenden Lizenzierungsunterlagen 15 Minuten zu spät eingereicht wurden. Der Rechtsweg daraufhin war aber erfolgreich. Im Vorjahr gelang dem SV die Oberliga-Rückkehr über die Relegation der Westfalenliga-Zweiten gegen Westfalia Wickede. Zwischen seinen beiden Stationen beim SuS lief auch Stadtlohns Stürmer Rainer Hackenfort (Eintracht Ahaus) für den SVS auf - ebenso heutige und frühere SuSler wie Christian Erwig und Mike Holtheuer (DJK Eintracht Stadtlohn).

Nach einer kurzen Sommerpause hatte das Team um Trainer Christoph Schlebach die Vorbereitung auf die neue Oberligasaison aufgenommen. Diese wurde – wie gesagt - erst durch die Hintertür mit einem 3:0 über den Zweiten der Westfalenliga 2, Westfalia Wickede, erreicht. Schlebach ging mit einem Kader von 22 Akteuren in das neue Fußballjahr. Mit Innenverteidiger Lucas Kwiatkowski und Stürmer Dominik Milaszewski (SC Hassel) haben den Aufsteiger zwei Stammkräfte verlassen. Kompensieren sollten dies Collin Schmitt (SG Wattenscheid 09),  Serdar Bastürk (TSV Marl-Hüls), PatrykNiedzicki, Semih Esen (beide DSC Wanne-Eickel) und EswinVreven (WestfaliaGemen). Dazu ist ein Trio aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückt.

Bei der Zielvorgabe für die laufende Saison hielt der 47-jährige Coach angemessen den Ball flach: „Wir wollen versuchen, die Klasse zu halten. Alles andere wäre Quatsch.“ Dies gelang zu Saisonbeginn überraschend gut. In Jannis Scheuch, Nicolai Nehlson und Tim Dosedal zeichnete sich ein schlagkräftiges Offensivtrio ab, im Mittelfeld zog Kapitän Tuncay Turgut die Fäden. Schlebach hielt trotz des anfänglichen Erfolges an seiner Ausrichtung fest: „Alles Punkte gegen den Abstieg.“ Eine ähnliche Erfahrung machte der SuS in seiner ersten Saison nach der Oberliga-Rückkehr, als man sich von der Euphorie getragen ein Punktepolster anlegte, von dem man im Saisonendspurt zehren konnte.  Genauso geht es dem SV derzeit: Nur war das Polster nicht groß genug, um sich in Sicherheit wiegen zu können. Es ist ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf, das so recht keiner verlieren darf. Gemischte Gefühle kommen beim Blick auf‘s Hinspiel auf: Der SuS fuhr mit 3:0 seinen ersten Saisonsieg ein – Markus Krüchting zog sich die schwere Verletzung zu, die ihn bis heute außer Gefecht setzt. Großer Respekt gebührt an dieser Stelle noch einmal seinem unglücklichen Gegenspieler Evans Ankomah-Kissi, der Jogy noch am gleichen Abend im Krankenhaus in Wesel besucht hatte!

Der SV Schermbeck in der Saison 2015/2016

Spielstätte: Volksbank-Arena, Im Trog 52, 46514 Schermbeck
Platzierung im Vorjahr: Platz 2 in der Westfalenliga 1
Saisonziel: Klassenerhalt

Tor: Dennis Heyer, Tim Krückemaier.
Abwehr: Aykut Akyildiz, Evans Ankomah-Kissi, Max Bönighausen, Kevin Ewald, Benedikt Helling, Patryk Niedzicki.
Mittelfeld: Semih Esen, Marek Klimczok, Raphael Niehoff, Kilian Niewerth, Jannis Scheuch, Collin Schmitt, Tuncay Turgut.
Angriff: Serdar Bastürk, Tim Dosedal, Nikolai Nehlson, Rocco Rizzo, EswinVreven.
Trainer: Christoph Schlebach.

Zugänge: Patryk Niedzicki, Semih Esen (beide DSC Wanne-Eickel), Serdar Bastürk (TSV Marl-Hüls), EswinVreven (WestfaliaGemen), Kilian Niewerth (1. FC Bocholt), Collin Schmitt (SG Wattenscheid 09), David Letina, Rico Stodt, Rocco Rizzo (alle eigene A-Jugend).
Abgänge: Dominik Milaszewski (SC Hassel), Hakan Osma (Heedfspor Hattingen), Dean Peters, Inan Basar, Lucas Kwiatkowski (alle unbekannt) – im Winter: Mirko Urban (RW Deuten), Rico Stodt (TuS Gahlen), David Letina (Ziel unbekannt).

www.sv-schermbeck.com