23. Spieltag: Erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung

 

 

Spielbericht/Pressekonferenz

 

Mit Wumms aus dem Keller
Darauf haben die Stadtlohner seit Wochen und Monaten gewartet: Mit dem überzeugenden 4:1-Sieg über den ASC Dortmund hat der SuS erstmals seit dem 13. Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Entsprechend gelöste Stimmung herrschte bei den Blau-Weißen und ihrem Anhang nach dem Schlusspfiff.

Als Seyit Ersoy in der 69. Minute zum 4:0 für die Stadtlohner traf, da platzte die Freude auch aus Trainer Daniel Sekic heraus. Der hatte die vorherigen Treffer seines Team eher verhalten genossen. Mit diesem Tor hatte der SuS aber für die Gewissheit gesorgt, dass diese drei Punkte nicht mehr verloren gehen würden.

Den Sieg hatten sich die Stadtlohner vor allem aufgrund einer starken zweiten Halbzeit verdient. In der ersten Viertelstunde der Partie waren zunächst die Gäste aus Dortmund das präsentere Team gewesen. Mehrfach brachten sie den Ball gefährlich vors SuS-Tor, bis auf einen Schuss über die Latte durch Michael Seifert (16.) sprang aber kein Abschluss heraus. Die erste richtig dicke Gelegenheit der Partie bot sich eine Minute später dem auffälligen Niklas Hilgemann. Drei Gegner ließ er stehen, schoss dann aber knapp am Toreck vorbei. Damit läutete er die erste Stadtlohner Druckphase ein. In Minute 18 traf Kai Erning den Ball nach Ablage von Josse Gerick nicht gut, der Versuch ging drüber. Im dritten Anlauf zappelte der Ball dann aber im Netz. Gerick nahm ein Zuspiel Hilgemanns im Strafraum auf, behauptete sich gegen seinen Dortmunder Gegenspieler und schoss flach zum 1:0 ein (21.). Christian Erwig hatte das 2:0 auf dem Fuß (29.), ehe in der Schlussphase des ersten Durchgangs Dortmund drückte. Jeweils nach Standards klärten Gerick (39.) und Mario Worms (43.) in höchster Not auf der Torlinie.

Dass der Ausgleich nicht gefallen war, beflügelte die SuSler für den zweiten Durchgang. Mit einer dicken Chance hatte der immer präsente Gerick das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss streifte aber knapp am Pfosten vorbei (47.). Den zweiten Treffer besorgte schließlich Christian Erwig. Nach Hereingabe Hilgemanns drückte der Stürmer das Spielgerät gekonnt mit der Brust über die Linie (56.).

Damit hatte der SuS deutlich an Sicherheit gewonnen und erspielte sich in den Folgeminuten Chance um Chance. Erwig nach Zuspiel von Seyit Ersoy (59.) und Hilgemann auf Querpass von Gerick (60.) hätten schon auf 3:0 stellen können. Das erledigte schließlich Erwig. Nach hohem Ball von Daniel Neustädter schoss Erwig eigentlich unplatziert, ASC-Keeper Sebastian Tiszai ließ den Ball aber ins Tor rutschen (65.). Die Stadtlohner agierten jetzt wie im Rausch – und legten auch noch das 4:0 nach. Erwig flankte an der Torlinie entlang zum langen Pfosten, wo Ersoy einköpfte (69.). Damit war die Partie durch, auch wenn die Gäste nicht aufsteckten und durch Seifert aus dem Strafraumgewühl heraus noch den Ehrentreffer erzielten (73.).

Quelle: Münsterland Zeitung (Sascha Keirat)

ASC kassiert Viererpack gegen Stadtlohn
Sieben Punkte aus fünf Spielen sind für Trainer Daniel Rios ordentlich. „Das ist einer mehr als in der Hinserie.“ Daher hielt sich der ASC-Coach in Sachen Kritik auch zurück. Dass er wieder vier Gegentreffer im Gepäck nach Hause nahm, dürfte ihm aber weniger gepasst haben.

„Dass Stadtlohn Vorletzter war, hat eigentlich nichts zu sagen. In dieser Liga gibt es keinen Gegner, bei dem du einfach mal einen Dreier mitnimmst. Das ist eine gute Mannschaft Ich finde es nur schade, dass wir sie jetzt wie schon zuvor Zweckel wieder aufbauen.“

Zur Halbzeit stand es 1:0 für Stadtlohn durch Josse Gerick (20.). „Obwohl wir gut begonnen hatten, leisteten wir uns unnötige Ballverluste, so auch vor dem Gegentor“, sagte Rios. „Dabei standen wir nicht gut zum Ball.“ Der ASC aber ließ sich zunächst nicht beeindrucken. Pascal Thomas hatte die große Chance zum Ausgleich. Seinen Kopfball klärte eine Stadtlohner auf der Linie. Rios: „Insgesamt war das eine gute erste Hälfte von uns.“

Nach der Pause legten die Gastgeber aber noch zu. Der im Winter aus Marl-Hüls gekommene Christian Erwig brachte Stadtlohn mit 3:0 in Führung (60., 68.). Seyit Ersoy besorgte die Vorentscheidung – 4:0 (75.). „Wir haben offensiv gespielt. Abläufe haben da nicht gepasst“, sagte Rios. Resultat seien zu viele Chancen gegen seine Elf gewesen.
Es reichte für die Gastgeber, um die Abstiegszone zu verlassen. Denn das Aufbäumen der Aplerbecker nach dem 0:4 kam zu spät. „Wir hätten nach Michael Seiferts Tor noch verkürzen können“, berichtete Rios.

Der ASC ist am Ostermontag wieder im Einsatz. Dann spielt er bei Westfalia Rhynern, am darauf folgenden Wochenende kommt SuS Neuenkirchen – zwei Mannschaften, die in der Nähe des ASC in der Tabelle stehen. Aber das ist ja, wie Daniel Rios sagte, nicht aussagekräftig. Alles ist möglich, gerade bei den unberechenbaren Aplerbeckern.

Quelle: Ruhr Nachrichten

ACHTUNG:

Naturrasen schwer bespielbar: Die Reparaturarbeiten am Rasen im hülsta-Sportpark haben leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Schäden dort – speziell durch den Nachtfrost - sind ohne Wachstum derzeit irreparabel, zudem hat der SuS bis zum 6. April gleich drei weitere Heimspiele auszutragen.

Nach Kontakt zwischen den sportlichen Leitern beider Vereine wird das Oberligaspiel am Sonntag einvernehmlich auf Kunstrasen am oberen Losberg (SuS-Sportheim/Losbergpark) ausgetragen, um den Aktiven bessre Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Danke schon einmal für das Entgegenkommen!

Die Zuschauer werden erneut gebeten – wie zuletzt erfolgreich praktiziert -, die Parkflächen am hülsta-Sportpark zu nutzen (Uferstraße 37a)!  

Mit Heimserie aus dem Keller
Der Heimvorteil soll in den kommenden Wochen das Faustpfand des SuS Stadtlohn im Abstiegskampf sein. Vier der kommenden fünf Partien bestreitet der Ligavorletzte vor heimischem Publikum. Die erste davon am Sonntag gegen den Achten des Klassements, ASC Dortmund.

Noch unklar war am Freitag, ob erstmals in diesem Jahr der Rasen im Hülsta-Sportpark bespielbar ist. Die ersten drei Heimspiele 2016 gegen Hamm (2:1), Erkenschwick (2:2) und Lippstadt (0:1) fanden allesamt auf Kunstrasen statt.
Trainer Daniel Sekic ist es gleich, ob nun gegen Dortmund auf natürlichem oder künstlichem Grün gespielt wird. „Wir sind zum Punkten verpflichtet. In unseren Heimspielen haben wir bisher fast immer gut gespielt, nur zu selten gewonnen. Jetzt müssen wir diese Leistungen nochmals toppen und unsere Chancen in dieser Vorentscheidungsphase der Saison nutzen.“

Nutzen konnten Trainerteam und Mannschaft die zurückliegende Woche ausnahmsweise mal nur fürs Training – zuvor standen immer Spiele in Liga oder Pokal an. „Das hat uns definitiv gut getan“, so Sekic. Die Wunden vom späten Gegentreffer beim 2:2 in Paderborn am Vorsonntag sind geleckt. Die Rotsperre von Michael Roßmöller hängt dem Team allerdings noch nach. Nicht nur, weil der zentrale Mittelfeldmann am Sonntag gegen Dortmund fehlt, wird der SuS in veränderter Formation auflaufen. Dirk Jasmund konnte krankheitsbedingt nicht voll trainieren, ob er dennoch im Kader stehen kann, ist fraglich. Längerfristig muss der SuS auf Luca Ehler (Knieprobleme) verzichten. Ins Team zurück kehren Tim Schücker und Daniel Neustädter. Markus Banken ist nach langer Auszeit wieder im Training, ein Einsatz am Sonntag käme aber zu früh.

Zu früh nachgelassen haben die Stadtlohner beim Hinspiel in Dortmund. Nach 1:0-Führung und 1:2-Rückstand glich der SuS zunächst aus, um in der Schlussphase noch zwei Gegentreffer (88./90.+2) zu kassieren. Seither etablierte sich der ASC im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, dennoch hoffen die Stadtlohner auf ein Erfolgserlebnis. Sekic: „Irgendwann muss sich Blatt für uns einfach wenden. Wir wollen mit einem Dreier am Sonntag eine positive Phase für uns einläuten.“

Quelle: Münsterland Zeitung (Sascha Keirat)

Kein Raum mehr für Aussetzer
Die Schritte sind zu klein, die der SuS Stadtlohn derzeit unternimmt, um sich der akuten Abstiegsgefahr noch zu entziehen. Auch das Remis in Paderborn war im Ergebnis zu wenig – der Druck vor dem heutigen Heimspiel gegen den ASC 09 Dortmund hat weiter zugenommen (15 Uhr).

Es ist im Grunde immer das gleiche Lied: Der Mannschaft von Daniel Sekic gelingt es nicht, das, was im Ringen um den Klassenerhalt gefordert ist, über 90 Minuten oder auch länger auf die Platte zu bringen. Auch bei der Zweitliga-Reserve brachte man sich so um den Lohn der Arbeit. Sicher kein Ausdruck fehlender fußballerischer Qualität. Das wird immer wieder betont und auch bewiesen. Für alternative Ursachen müssen Lösungen gefunden werden. Dafür stehen im Kader mittlerweile reichlich erfahrene Aktive, die in diesen Phasen vorangehen müssen.

„Wir müssen dennoch weiter die positiven Dinge mitnehmen. Die Mannschaft hat nach der Pause ein richtig gutes Gesicht gezeigt“, so Sekic, der nun in Michael Roßmöller wegen zweiwöchiger Sperre auch noch einen zentralen Baustein seines Systems ersetzen muss. Er hatte sich nach dem späten SC-Ausgleich in den Dienst der Mannschaft gestellt und per Notbremse einen weiteren Einschlag verhindert.

Wie man mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln Oberliga spielt, das zeigt der heutige Gast aus Dortmund. Gemeinsam mit dem SuS im Sommer 2014 aufgestiegen, stabilisieren sich die Aplerbecker im Tabellenmittelfeld. Dabei agiert man nach dem Verfahren „Hopp oder Topp“. Es wurden in 21 Spielen jeweils zehn Siege und Niederlagen eingefahren, 40 eigenen stehen 50 Gegentreffer gegenüber. Ein Zeichen dafür, dass die Qualität im Kader gewiss begrenzt ist, das vieles über den Willen gesteuert ist.

Für den SuS kann es allein darum gehen, einen vollen Erfolg einzufahren. Der Kandidatenkreis der wohl drei Abstiegsaspiranten hat sich auf ein halbes Dutzend reduziert, bis zum 6. April bestreitet der SuS vier der fünf Spiele daheim. Und dort fühlt man sich in dieser Saison irgendwie wohler.

„Es gibt nun keinen Raum mehr für Aussetzer. Woche für Woche wird nun an der entscheidenden Weiche gestellt. Wir sind gefordert, eine Leistung abzuliefern, mit der sich die Zuschauer identifizieren können. Dann wird am Ende auch der notwendige Erfolg stehen. Aber nur dann“, so Sekic. Daniel Neustädter kehrt zur Vorwoche zurück. Dirk Jasmund konnte wegen Grippe nur eingeschränkt trainieren, Luca Ehler (Knieprobleme) fehlt länger.

• Die Partie wird erneut auf dem Kunstrasen am SuS-Sportheim (Losbergpark) ausgetragen.

Quelle: Wochenpost

Unser nächster Gegner: ASC 09 Dortmund

Erst ab dem Jahr 2003, verbunden mit dem Aufstieg in die Landesliga, machten sich die Aplerbecker vom ASC 09 Dortmund auch auf überkreislicher Ebene einen Namen. Drei Jahre später folgte noch einmal der Abstieg. In der folgenden Spielzeit 2006/07 gelang aber der direkte Wiederaufstieg, dem ein Jahr später der Durchmarsch in die Verbandsliga Westfalen 2 folgte. 2014 reichte es zum erstmaligen Aufstieg in die Oberliga Westfalen – in einem Kopf-an-Kopf-Rennen konnte am letzten Westfalenliga-Spieltag der Konkurrent 1. FC Kaan-Marienborn noch abgefangen werden. Mit dem Oberligaaufstieg hat sich der ASC 09 als Traditionsverein nun endgültig seinen Status als die Nummer eins im Dortmunder Amateur- Fußball erarbeitet. Ähnlich wie der SuS Stadtlohn hat der ASC nach dem Aufstieg im Sommer 2014 eine bemerkenswerte erste Serie hingelegt. Insbesondere in Tim Schwarz hatte man einen Torjäger, der zur sicheren Punkteausbeute für den Klassenerhalt maßgeblich beitrug (42 Punkte). 26 Punkte holten die Aplerbecker dabei im eigenen Stadion. Diese Bilanz spiegelt sich auch in den Vergleichen mit dem SuS Stadtlohn wider. Die jeweilige Heimmannschaft siegte mit 3:1.

Freuen durfte man sich zur neuen Saison auf ASC-Seite über neue „junge Qualität“ in Form der Neuzugänge Sören Dieckmann (Borussia Dortmund U19) und Kevin Brümmer (VfL Bochum U23). Ansonsten kann Trainer Daniel Rios weitestgehend auf sein Stammpersonal der Vorsaison bauen. Entsprechend lautet das Ziel „gesichertes Mittelfeld“. Und bei der Verfolgung dieses Ziels ist das Team auf einem sehr  guten Weg. Zwischenzeitlich klopfte der ASC sogar an die Aufstiegsplätze an.Die Mannschaft verfährt dabei nach dem Motto „Hopp oder Topp“. In 21 Spielen verlor und gewann man jeweils zehn Mal – 40 Treffer stehen dabei mit 50 die zweitmeisten Gegentore gegenüber. Das Hinspiel ging entsprechend nach turbulenten 90 Minuten mit 4:2 an den ASC.Zunächst will man sich in Dortmund weiter in der Oberliga etablieren. Man hat aber durchaus schon durchklingen lassen, dass man auch einmal in Richtung Regionalliga schielen möchte. Dazu schafft man in Aplerbeck gerade an der nötigen Infrastruktur rund ums Waldstadion.

Der ASC 09 Dortmund in der Saison 2015/2016

Spielort: Waldstadion, Schwerter Straße 238, 44287 Dortmund
Platzierung im Vorjahr: 12
Tor:
Dominik Altfeld, Jan Deckenhoff, Sebastian Tiszai.
Abwehr: Patrick Dedner, Davut Denizci, Rafik Halim, Claas Heinze, Dominik Kemler, Marvin Schweers, David Steindor, Pascal Thomas.
Mittelfeld: Pascal Beilfuß, Kevin Brümmer, Nils Cala, Sören Dieckmann, Dino Dzaferoski, Alihan Kurgan, Silas Lennertz, Marcel Münzel, Simon Rudnik, Michael Seifert, Sebastian Stein, Christian Werner.
Angriff: Santiliano Braja, Sven Ricke, Tim Schwarz.
Trainer: Daniel Rios.
Ziel: gesichertes Mittelfeld.

Zugänge: Santiliano Braja (Kirchhörder SC), Sören Dieckmann (Borussia Dortmund U19), Davut Denizci (Lüner SV), Kevin Brümmer (VfL Bochum U23), Pascal Beilfuß (FC Iserlohn), Sascha Ambacher, Pascal Thomas (beide SV Brackel 06), Jan Deckenhoff (TSC Eintracht Dortmund) – im Winter: Sebastian Tiszai (SV Zweckel), Sven Ricke (Studium USA).
Abgänge: Timo Milcarek (SuS Kaiserau), Kagan Atalay (FC Brünninghausen), Sherif Krasniqi, Ozan Bektas (beide DJK TuS Hordel), Alexander Deiters (Kichhörder SC), Alexander Majka (Mengede 08/20), Tolga Buyruk (VfB Habinghorst), Jan Zimmler (SF Brackel), Soner Demir (Ziel unbekannt) – im Winter: Daniel Diaz (DSC Wanne-Eickel), Jan Held (Auslandsaufenthalt), SaschaAmbacher (Ziel unbekannt).

www.asc09dortmund.de