22. Spieltag: Oberligateam gibt in Überzahl Führung aus der Hand - Reserve wieder "oben"

 

Nur ein Punkt als Lohn
Die drei Punkte waren schon fast eingetütet. In Überzahl bei 2:1-Führung kassierte der Tabellenvorletzte SuS Stadtlohn drei Minuten vor dem Anpfiff aber noch einen Konter, der zum 2:2-Endstand im Kellerduell beim SC Paderborn II führte.
Paderborn II führte.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit wären die Stadtlohner beinahe noch komplett um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden: Nach eigener Ecke ließen sie einen Konter zu, die Paderborner starteten einen Gegenzug und Michael Roßmöller beging ein taktisches Foul. Damit bewahrte er sein Team vor dem möglichen 2:3, kassierte aber wegen der Notbremse die Rote Karte.

Das letzte Wort hatten die Paderborner, die auch schon den ersten Treffer der Partie gesetzt hatten. Auf holprigem Geläuf entwickelte sich in der Startphase eine zerfahrene Partie, in der die Stadtlohner eigentlich die besseren Ansätze zeigten. Doch leisteten sie sich in der 26. Minute einen folgenschweren Fehler im eigenen Strafraum: Statt den Ball rauszuschlagen, suchten sie die spielerische Lösung, Paderborns Aykut Soyak kam an den Ball und vollstreckte zum 1:0. Der SuS wirkte danach verunsichert und erspielte sich bis zur Pause keine klare Chance zum Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel jedoch nahmen die Gäste das Heft des Handelns in die Hände – und drehten den Spielstand: In Minute 55 bediente Seyit Ersoy von der linken Seite Niklas Hilgemann, der aus fünf Metern zum Ausgleich ins Eck traf. Sieben Minuten später war es Ersoy selbst, der einen langen Ball im Strafraum verarbeitete und ihn am Schlussmann vorbei zum 2:1 ins Tor spitzelte. Als dann auch noch Paderborns Nils Köhler nach Gelb-Roter Karte unter die Dusche musste (76.), schien der Weg für den SuS-Sieg geebnet.

Der Gast hatte versucht, den dritten Treffer nachzulegen, doch Christian Erwig und Mario Worms ließen ihre Chancen ungenutzt. Stattdessen traf Paderborns Admir Saric mit einem abgefälschten Schuss zum Endstand ins Stadtlohner Tor (89.).

SC Paderborn II - SuS Stadtlohn 2:2
SuS Stadtlohn:
Fork - Worms, Hippers, Jasmund, Erning - Gerick (85. Gökyar), Gökdemir, Roßmöller, Hilgemann - Ersoy, Erwig (87. Borgert).
Tore: 1:0 Soyak (26.); 1:1 Hilgemann (50.); 1:2 Ersoy (63.); 2:2 Saric (89.).

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Remis lässt Mirko Dickhaut sprachlos zurück
Er wollte nichts sagen. Mirko Dickhaut, Trainer des SC Paderborn 07 II ist immer ein angenehmer Gesprächspartner. Das 2:2 (1:0) im Heimspiel gegen die SuS Stadtlohn, musste er allerdings erst einmal verdauen. So durfte sich Co-Trainer Christoph Müller an seinem 33. Geburtstag den Fragen der Presse stellen.

„In Halbzeit Eins haben wir, bis auf die Chancenverwertung, erreicht, was wir wollten. Die Mannschaft hat auch den Platz angenommen. Über Halbzeit Zwei müssen wir reden“, fasste Müller zusammen. Vielleicht ist es die zweite Hälfte, die Dickhaut übel aufgestoßen war, denn bis zur Pause hatten die Paderborner alles im Griff. Aykut Soyak (8. Min/23.) und Marcel Salokat (18.) hatten Gelegenheiten. Dann grätschte Soyak in einen Schuss von Sebastian Schonlau und lenkte ihn zum 1:0 ins Tor (25.). Salokat traf kurz darauf per Freistoß die Latte (39.), den Nachschuss von Mustafa Dogan konnte Stadtlohns Torwart halten. Nach der Pause war die U23 wie ausgewechselt. Stadtlohn war bissig. „Das war zu erwarten“, meinte Müller knapp, gerechnet hatte sein Team damit aber wohl nicht. Konnte Torwart Till Brinkmann zunächst noch parieren (52.), war er beim 1:1 machtlos (55.). Unglücklich sah er dann gemeinschaftlich mit Hendrik Müller beim 1:2 aus (61.), als beide nichts zum Ball gingen. In dieser Phase wollte es Stadtlohn, die fünf Punkte hinter den Paderbornern liegen, mehr. Zu allem Überfluss sah auch noch Nils Köhler wegen einer Unsportlichkeit Gelb-Rot (79.).

„Trotzdem reißen wir uns danach zusammen. Das kann man manchmal schwer erklären“, gibt Müller zu. Paderborn zog an und wurde belohnt. Marcel Rump passte auf Anton Safonov, der für Admir Saric querlegte. Saric zog ab und traf zum 2:2 (88.). Fast hätte es noch zu mehr gereicht. Rump war auf und davon, übersah auf rechts aber die frei stehenden Saric und Sergio Pinto. Er versuchte es alleine und wurde gefoult. Stadtlohns Roßmöller sah Rot wegen der Notbremse, doch der Freistoß brachte nichts mehr ein. „Wir halten Stadtlohn auf Distanz. Immerhin“, so Müller.

Quelle: www.fupa-net.de


Senioren (20./22. Spieltag - 13. März - Heimspiele auf Kunstrasen)
Sonntag, 13.00 Uhr: SuS Stadtlohn III : Fortuna Gronau III (Kreisliga C)
Sonntag, 15.00 Uhr: SuS Stadtlohn II : FC Vreden (Kreisliga A)
Sonntag, 15.00 Uhr: SC Paderborn 07 II : SuS Stadtlohn (Oberliga Westfalen - Sportzentrum Breite Bruch - Marienloh)

Ausblick:

Jetzt gilt es: In den kommenden vier Wochen mit drei Heimspielen wird sich die Zukunft der Oberligamannschaft vorentscheiden. Bis zum Ende der Osterferien müssen die Weichen für einen möglichen Klassenerhalt gestellt werden. Die Hoffnung nähren und Farbe bekennen muss das Team - nach dem erschreckenden Auftritt im Pokal in Vreden mehr denn je zuvor - zunächst auswärts beim Aufsteiger SC Paderborn 07 II. Ein erstes Sechs-Punkte-Spiel.

Presse:

 

Abstiegskampf am Ort des Aufstiegs
Mit gemischten Gefühlen fährt der SuS Stadtlohn am Sonntag nach Paderborn. Erstmals kehrt er zurück ans Sportzentrum Breite Bruch – jene Anlage, auf der er vor fast zwei Jahren den größten Erfolg der vergangenen Jahre feierte: die Rückkehr in die Oberliga. Um auch nach der aktuellen Saison in dieser vertreten zu sein, wäre ein Erfolg im Kellerduell am Sonntag von großer Bedeutung.

Beim Blick auf die Tabelle erscheint das rettende Ufer für die Stadtlohner zwar längst noch nicht außer Reichweite, doch irgendwann muss der SuS wieder anfangen zu punkten. „Das Spiel in Paderborn entscheidet noch nicht über den Abstieg“, stellt SuS-Trainer Daniel Sekic klar. „Wir haben noch 14 Partien und alles in eigener Hand – viele Fehlschüsse dürfen wir uns aber nicht mehr erlauben.“

Ganz unabhängig vom Ergebnis fordert Sekic eine 180-Grad-Wende im Vergleich zur Pokalpleite in Vreden am Donnerstag. „Wie wir uns in diesem Spiel, das auch für viele Menschen in Stadtlohn sehr wichtig war, präsentiert haben, war einfach beschämend. Das war kollektives Versagen – nicht nur von den Spielern, sondern auch vom Trainerteam. Wir alle müssen am Sonntag liefern.“

Unerklärlich sei für Sekic vor allem der deutliche Leistungsabfall im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Spitzenreiter Lippstadt, dem der SuS trotz 0:1-Niederlage die Stirn geboten hatte. Dieser Auftritt, genauso wie die gegen Hamm (2:1) und Erkenschwick (2:2) zu Beginn des Spieljahres, seien gute Beispiele dafür, welches Potenzial eigentlich in der Mannschaft steckt.

Diese begrüßt am Sonntag Josse Gerick zurück im Kader, der in Vreden seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat. Fraglich ist noch, ob Tim Schücker und Kevin Krämer, jeweils in Vreden verletzt ausgewechselt, wieder mitwirken können. Auch der Einsatz von Kai Erning ist noch ungewiss. Mario Worms, Michael Roßmöller und Niklas Hilgemann, am Donnerstag allesamt nur eingewechselt, dürften hingegen wieder von Beginn an auflaufen. Hilgemann übrigens hat besonders gute Erinnerungen an Paderborn: Mit drei Treffern avancierte er Ende Mai 2014 zum Aufstiegshelden und traf auch beim 3:3 im Hinspiel dieser Saison im Hülsta-Sportpark.

Quelle: Münsterland Zeitung (Johannes Kratz)

Am zweiten Wochenende im März spielen die Mannschaften aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) in ihren Meisterschaftsrunden um Punkte. Die U23 trifft am 22. Spieltag der Oberliga Westfalen im Heimspiel auf den SuS Stadtlohn. Die Begegnung im Sportzentrum Breite Bruch (Marienloh) wird am Sonntag, 13. März, um 15.00 Uhr angepfiffen.

Das Team von Trainer Mirko Dickhaut steht aktuell mit 22 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Mit einem Sieg gegen den Vorletzten kann die U23 den Abstand zu den Abstiegsplätzen ausbauen. Der Konkurrent aus Stadtlohn will mit einem Erfolg den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze herstellen.

Auch U23-Chef-Trainer Dickhaut wirft vor der Begegnung einen Blick auf die Tabelle: „Es ist eine interessante Konstellation. Wir haben im Moment fünf Punkte Vorsprung auf unseren kommenden Gegner SuS Stadtlohn. Im Abstiegskampf wollen wir den Heimvorteil nutzen und in diesem Spiel drei Punkte holen, um den Abstand auf einen direkten Konkurrenten zu vergrößern. Wir haben ein Spiel mehr als Stadtlohn und deswegen ist ein Sieg wichtig.“

Quelle: www.scp07.de

Gastgeber:

Für die Reserve des Bundesligaabsteigers ist es die Premierensaison in der Oberliga Westfalen. Die erste Mannschaft war in der Saison 2000/01 selbst noch Mitglied der damals vierthöchsten Spielklasse und Gegner des SuS Stadtlohn – stieg dann aber wieder in die Regionalliga auf – auch dank eines engagierten Mäzens, dem Gründer einer Möbelhaus-Kette. 2005 und 2009 stieg die Profimannschaft in die Zweite Bundesliga auf, in der man schon 20 Jahre zuvor als TuS Paderborn-Schloss Neuhaus vertreten war. Der Bundesligaaufstieg 2013/14 war der größte Erfolg in der insgesamt über alle Fusionen 100-jährigen Vereinshistorie. Die U23 wurde vereinsintern erst mit der Rückkehr in die Zweite Bundesliga als Unterbau gestärkt und war zunächst in der Verbands- und Westfalenliga beheimatet. Bekannt wurde der SCP bundesweit durch den berühmt gewordenen „Hoyzer-Affäre“ mit dem „verschobenen“ DFB-Pokalspiel gegen den HSV.

Im vergangenen Jahr stieg die Mannschaft von Ex-Profi Mirko Dickhaut souverän aus der Westfalenliga 1 auf, nachdem man in den Jahren zuvor schon öfter an die Tür zur Oberliga geklopft hatte. Insbesondere die hohe spielerische Qualität der gut ausgebildeten Kicker entsprach gehobenem Westfalenliganiveau. Im Sommer gab es den für eine Profi-Reserve fast schon obligatorischen Umbruch: Fußballer, die den Sprung nicht schaffen werden, verlassen den Verein, und junge motivierte Nachwuchskräfte versuchen ihr Glück. Der überwiegende Teil der Neuen stieß so auch aus der eigenen Jugend – die U19 ist Westfalenligakonkurrent der Stadtlohner U19 -  zur U23, die regelmäßig auch von U23-Akiven des Profikaders unterstützt wird – so wie beim 3:3 im Hinspiel durch eine Handvoll.

Dass in der Oberliga ein anderer Wind weht, dass musste der SC nach ordentlichem Saisonstart vor allem in der Zeit vor dem Winter erfahren. Mittlerweile stabilisiert sich die Mannschaft wieder. Sie muss dabei auch die Unruhe im Verein rund um den Profikader abprallen lassen. Dieser ringt um den Verbleib in der Zweiten Liga. Diese Unruhe schlug auch auf die U23 durch. So wurde Mahir Saglik zu den Amateuren abgestellt – mittlerweile wurde der Offensivspieler wieder begnadigt. Ansonsten wurde der ausgeglichene Kader ohne große „Ausreißer“ im Winter nicht verändert. Positiv: Vor allem der Nachwuchs profitiert vom modernen und gerade eröffneten Nachwuchsleistungszentrum an den Benteler-Arena. Die Partie der U23 wird aber noch wie zuletzt im Sportzentrum Breite Bruch in Marienloh ausgetragen. Ein gutes Omen? Dort machte der SuS im Frühjahr 2014 mit einem 4:1 den Aufstieg in die Oberliga perfekt. Ansonsten hängen die Trauben dort bekanntlich hoch. Der SC ist nicht gerade der Lieblingsgegner des SuS.

Der SC Paderborn 07 II (U23) in der Spielzeit 2015/2016
Spielort:
Sportzentrum Breite Bruch, Neuenbekener Straße 25, 33104 Paderborn-Marienloh
Platzierung im Vorjahr: Meister der Westfalenliga 1

Tor: Till Brinkmann, Robert Totzeck, Jonas Brammen.
Abwehr: Hendrik Brauer, Ahmet Aydincan, Safet Abaz, Hendrik Müller, Malte Bandowski, Nils Köhler, Emanuel Yanik.
Mittelfeld: Cagatay Karaca, Till Neumann, Sefkan Kaynak, Igor Safonov, Mustafa Dogan, Sebastian Gaube, Anton Safonov, Aykut Soyak, Fatih Üstün, Sergio Taveira Pinto.
Angriff: Marcel Rump, Admir Saric, Marcel Salokat, Denis Saric.
Trainer: Mirko Dickhaut.

Zugänge: Anton Safonov, Igor Safonov (beide SC Verl II), Till Brinkmann, Nils Köhler (beide SV Lippstadt 08), Till Neumann, Fatih Üstün, Safet Abaz, Malte Bandowski, Jonas Brammen, Cagatay Karacay (alle eigene U19), Mustafa Dogan (RW Ahlen U19).
Abgänge: Hasan Pepic (Hessen Kassel), Jan Ilskens (FC Kaunitz), Filipe Dominques (Heide Paderborn), Jan Ilskens (Studium in den USA), Martin Amedick (Karriereende), Tobias Runowski (BV Bad Lippspringe), Marvin Wolff (SG Wettesingen/Breuna), Yannick Genesi (Bonner SC), Eric Kroll (RW Erlinghausen), Denis Saric, Steffen Schudlich, Florian Knafla (alle Ziel unbekannt).

www.scpaderborn07.de