22. Spieltag: Erste erkämpft sich Remis bei Glücksspiel auf holprigem Geläuf

Anm.: Entschuldigen möchte sich der SuS Stadtlohn für den katastrophalen Zustand des Sportplatzes. Die Gründe liegen allerdings nicht in der aktuellen Beanspruchung oder in der mangelnden Pflege, sondern im wiederholten Ausbleiben der turnusgemäßen Sanierung in der Sommerpause. Der Verein hatte den Eigentümer noch im vergangenen Sommer über Wochen mehrfach auf die besondere Dringlichkeit der Maßnahme hingewiesen - vergeblich. Die Folge ist, dass sich keine flächendeckende Grasnarbe mehr ausbilden konnte, für Abhilfe kann nun allein noch eine umfassende Renovierungsmaßnahme sorgen. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln der Platzpflege kann nichts ausgerichtet werden.

Stadtlohn erkämpft sich Punkt
Kein großes Spektakel boten die beiden Landesligamannschaften aus Stadtlohn und Roxel den Zuschauern im Hülsta-Sportpark. Dies könnte auch an dem schlecht bespielbaren Platz gelegen haben, der dafür sorgte, dass die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte für fünf Minuten unterbrochen werden musste. Am Ende trennten sich die Mannschaften mit 2:2 (1:1).

Der Gast aus Roxel kam zunächst besser ins Spiel, ohne sich aber eine zwingende Chance erarbeiten zu können. Diese hatten die Hausherren, als Mario Thentie mit einem Freistoß nur knapp an Torhüter Daniel Neuhaus scheiterte. Im Gegenzug bekamen die Stadtlohner einen langen Ball der Roxeler nicht unter Kontrolle und Steffen Hunnewinkel hatte freie Bahn zum 0:1 (15.). Richtiger Spielfluss kam auch danach nicht auf, aber den Hausherren gelang der Ausgleich nach einem kapitalen Torwartfehler von Daniel Neuhaus. Dieser bekam den Ball an der Strafraumkante nicht unter Kontrolle, Durim Feta schaltete schnell und schoss den Ball ins leere Tor zum 1:1-Pausenstand (24.). Nach der Unterbrechung zu Beginn der zweiten Hälfte bekam Stadtlohn einen Freistoß 18 Meter vor dem Tor zugesprochen. Mario Thentie nahm Anlauf und beförderte den Ball zum 2:1 direkt in den Winkel (59.). Roxel kam aber zurück ins Spiel.

Ein Ball, der schon im Aus gewesen zu sein schien, wurde ins Spielfeld zurückgeköpft und Hendrik Flaßhar beförderte die Kugel zum 2:2-Ausgleich über die Torlinie (79.). Danach konnte sich keine der beiden Mannschaften mehr eine gefährliche Toraktion erspielen, sodass sich die Stadtlohner mit einem Punkt im Heimspiel begnügen mussten. Nun folgen zwei Auswärtsauftritte.

„Der schlechte Platz hat zu den ersten beiden Toren geführt. Nach dem Traumtor hatte ich die Hoffnung auf drei Punkte, wir brauchen jetzt dringend Siege“, sagte Stadtlohns Trainer Manfred Ostendorf nach dem Spiel.

Quelle: Münsterland Zeitung

BSV Roxel trotzt in Stadtlohn den Umständen
Es war kein ganz leichtes Unterfangen für den BSV Roxel beim SuS Stadtlohn. Kurzfristige Ausfälle, ein schwer zu bespielender Platz und ein Gegner, der voll dagegenhielt. Insofern waren die Kleeblätter mit dem 2:2 am Ende einverstanden. Von Henner Henning

Sebastian Hänsel brauchte einen Moment, um das 2:2 (1:1) des BSV Roxel beim SuS Stadtlohn einzuordnen. „Wenn man alles mit einbezieht, war es ein verdientes Unentschieden“, sagte der Trainer des Landesligisten nach kurzer Bedenkzeit. Die Umstände waren schwierig: Leon Willich, Thomas Kroker und Henrik Wesberg hatten sich kurzfristig krank abgemeldet, dazu war der Platz in einem „sehr schlechten Zustand und ließ nur lange Bälle zu“. Doch der BSV arrangierte sich mit den Gegebenheiten und profitierte von der Rasenbeschaffenheit, als ein Ball versprang und Steffen Hunnewinkel der Nutznießer war (18.). Da das Spielgerät aber auch auf der Gegenseite tückisch aufsetzte und so Torwart Daniel Neuhaus in Bedrängnis brachte, war nach dem 1:1 durch Durim Feta (26.) der Vorteil trotz eines Chancenplus dahin. Mario Thentie legte per Freistoß ins Torwarteck für den SuS nach, der „leidenschaftlich“ auftrat und Roxels Offensivbemühungen erfolgreich störte, nach (59.). Bis zur 79. Minute, als Hendrik Flaßhar eine Flanke von Sandro Pietsch nutzte.

Quelle: Westfälische Nachrichten

Ausblick:

SuS will gegen Roxel den Bock umstoßen
Die Landesligafußballer des Stadtlohn sind nach der 0:3-Niederlage beim Werner SV vor einer Woche in der Tabelle auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Neun Spieltage vor dem Saisonende ist damit der Klassenerhalt ernsthaft in Gefahr.

„Wir stehen mit unseren 18 Punkten mitten im Abstiegskampf, das muss allen Spielern des Kaders inzwischen klar sein“, sagt Trainer Manfred Ostendorf vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den BSV Roxel. „Von jetzt an ist keine Zeit mehr für Schönspielerei, wir brauchen dringend Punkte. Da sind Kampfgeist, Aggressivität und volle Konzentration von der ersten Minute an gefragt. Unnötige Risiken und leichte, unnötige Fehler können wir uns in dieser Situation nicht mehr erlauben.“

Gegner BSV Roxel ist zusammen mit dem SuS am Ende der vorigen Saison aus der Westfalenliga Staffel 1 in die Landesliga abgestiegen und nimmt nach 21 Spieltagen Rang acht in der Tabelle ein. „Roxel hat sich nach dem Abstieg recht schnell wieder gefangen“, charakterisiert Ostendorf den sonntäglichen Gegner. „Die Elf spielt einen guten Ball und hat zuletzt auch ganz ordentliche Resultate erspielt. Trainer Sebastian Hänsel leistet in dieser Serie gute Arbeit.“

Der SuS-Trainer hat vor dem Heimspiel am Sonntag Personalsorgen. So sind Andre Melka, Hendrik Deitert und Milan Tendahl gesperrt und mit Tobias Preckel, Jan-Philipp Fleige und Leon Komnik fallen zusätzlich noch drei Spieler wegen Verletzung aus.

Der Stadtlohner Coach erwartet daher, dass gerade die erfahrenen SuS-Fußballer wie Justus Jaegers, Jens Büsker und Durim Feta gegen den BSV Roxel Führungspositionen in der Elf einnehmen und die jüngeren Spieler mitreißen. „Wenn wir uns in der Abwehr keine unnötigen Patzer leisten und im Angriff unsere Chancen nutzen, können wir auch punkten.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Im zwölften Heimspiel der Landesliga-Saison 2018/19 kommt es zum Duell zweier Westfalenligaabsteiger, die einige Parallelen einen. In beiden Lagern gab es einen enormen Umbruch, der BSV hat mittlerweile deutlich besser die Kurve bekommen. Auch im zweiten Anlauf (aufgestiegen 2016) konnten sich die Rot-Schwarzen aus Roxel nicht als vierter Münsteraner Klub in der Westfalenliga etablieren. Sie suchen nun den Neuanfang in der Landesliga.  Die „Kleeblätter" wurden 1958 als  Fußballklub gegründet, erlebten Roxels Wandel vom Bauerndorf zur wohlhabenden Schlafstadt und mauserten sich zum Mehrspartenverein. 2005 gelang der dritte Bezirksliga-Aufstieg, 2007 jener in die Landesliga und 2012 sogar erstmals für zwei Jahre in die Verbandsliga. Der BSV ist außerdem ein Pionier des Frauenfußballs.

Die Westfalenliga war zuletzt eine Nummer zu groß für den BSV Roxel, der Abstieg stand früh fest und konnte auch durch Verstärkungen im vergangenen Winter nicht mehr abgewendet werden. Jetzt startet das Team von Trainer Sebastian Hänsel einen Neuanfang in der Landesliga. 14 neue Gesichter konnte der gebürtige Leipziger im Juli begrüßen. Unter anderem musste der Klub etablierte Kräfte wie Manuel Andrick, Patrick Gockel, Aljoscha Groß oder Edgar Krieger ziehen lassen. Der bekannteste und erfahrenste Neuzugang ist Nico Haverkamp, der 111 Spiele in der Oberliga vorweisen kann. Aljoscha Groß ist übrigens jüngst als neuer sportlicher Leiter aktiv geworden. Und dieser hat für die kommende Saison bereits einige Akteure mit Oberligaerfahrung verpflichten können. Die Ambitionen sind folglich vorhanden.

Der Prozess des Neustarts brauchte Zeit und deshalb hielt Hänsel der Ball vor der Saison betont flach: „Wir sind weit davon entfernt, den Wiederaufstieg als Zielvorgabe auszuloben. Wir müssen uns erstmal finden und wollen uns weiterentwickeln.“ Dabei wolle der BSV in der Landesliga offensiv spielen. Wie sind die Ziele? „Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um zwei vorwärts zu gehen“, zog Hänsel eine Parallele zum SuS Stadtlohn.

Mittlerweile hat sich Roxel ins gesicherte Mittelfeld vorgespielt, gerade auswärts tritt die Mannschaft stabil auf. Im Hinspiel trennte man sich 1:1 unentschieden. In der vergangenen Saison gewann der SuS das Hinspiel mit 5:0, im Rückspiel gab es eine 0:2-Niederlage.

Der BSV Roxel in der Saison 2018/19
Spielstätte:
 Sportanlage Roxel, Tilbecker Straße 34, 48161 Münster
Platzierung im Vorjahr: Platz 16 in der Westfalenliga
Saisonziel: sportlich weiterentwickeln

Torhüter: Thorben Hoevelmann, Daniel Neuhaus.
Abwehr: Bastian Boch, Justus Groß, Nico Haverkamp, Lasse Saerbeck, Sven Saerbeck, Endrit Sojeva, Dickens Toka, Henrik Wesberg, Dominik Wessels, Leon Willich.
Mittelfeld: Yusuf Güllü, Hendrik Flaßhar, Steffen Hunnewinkel, Lukas Kintrup, Thomas Kroker, Marvin Leifeld, Tim Niesing, Sandro Pietsch, Maurice Seikowski, Valentyn Yarokha.
Angriff: Gufäb Hatam, Benjamin Leifeld, Wasim Schilling.
Trainer: Sebastian Hänsel (2. Jahr) - Co-Trainer: Nico Haverkamp - Torwart-Trainer: Johannes Zumdick.

Zugänge: Nico Haverkamp (SuS Neuenkirchen), Thorben Hövelmann (Hombrucher SV U 19), Marvin Leifeld (Preußen Münster U 19), Umberto Nicosia (VfL Senden), Valentyn Yarokha (TuS Hiltrup), Maurice Seikowski (BW Greven), Sandro Pietsch (SV Rinkerode), Justus Groß, Tim Niesing (beide 2. Mannschaft), eigene Junioren.
Abgänge: Manuel Andrick (TuS Sythen), Tobias Brand (VfL Sassenberg), Leon Friedrich (VfL Billerbeck), Patrick Gockel (TuS Hiltrup), Edgar Krieger (Holzwickeder SC), David Zovko, Ante Cilic, Aljoscha Groß, Dustin Taniguchi (alle Ziel unbekannt).

www.bsvroxel.de