13. Spieltag

13. Spieltag: Sperren trüben tollen Heimerfolg

Zurück im oberen Drittel
Der SuS Stadtlohn ist zurück im oberen Tabellendrittel. Durch einen verdienten 3:1 (2:1)-Heimerfolg über den VfB Hüls steht der SuS nun schon bei 22 Punkten.
Trainer Daniel Sekic überraschte die knapp über 300 Zuschauer im Hülsta-Sportpark, indem er Kevin Bockhorn in der Startelf aufbot, der normalerweise für die Reserve in der Kreisliga A auf Torejagd geht. Bockhorn fügte sich sofort ins Team ein. Seine Mitspieler machten es ihm aber auch nicht allzu schwer.
Denn der SuS präsentierte sich wieder deutlich verbessert im Vergleich zur Vorwoche in Dortmund. Die Defensive stand stabil, Einsatz und Konzentration passten voll und ganz. Gerade einmal acht Minuten waren absolviert, da lag der Ball schon im Tor der Hülser. Lars Ivanusic brachte eine Flanke von links in den Strafraum, Marius Borgert verwickelte Innenverteidiger Tolgahan Capakli in ein Kopfballduell, beide kamen aber nicht an den Ball, sodass Niklas Hilgemann freie Bahn hatte und zum 1:0 einschob.
Das gab dem SuS viel Sicherheit, er kontrollierte das Spielgeschehen in der Folge souverän. In Minute 13 bot sich Abdullah Altunbas schon die Chance zum 2:0, VfB-Torwart Rafael Hester parierte aber. Eine Viertelstunde später war der Schlussmann dann chancenlos, als ihn Altunbas vom Elfmeterpunkt überwand. Dabei hatten die Stadtlohner Glück, denn das Foulspiel von Leroy Stemmer an Markus Krüchting hatte knapp außerhalb des Strafraums stattgefunden (29.), dennoch zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt.
Nicht ganz bei der Sache waren die SuSler dann sechs Minuten später: Einen ungenauen Abschlag von Christoph Fork konnte Josse Gerick nicht verwerten, dann ließ die Hintermannschaft Felix Berge aus über 30 Metern abziehen - sein Schuss landete unhaltbar für Fork am Innenpfosten und im Tor (35.).
Marius Borgert hätte noch vor dem Seitenwechsel den alten Abstand wiederherstellen müssen. Nach Querpass Bockhorns war der Keeper schon geschlagen, doch Borgert bugsierte den Ball übers leere Tor (41.).
Dieses Versäumnis holte der Angreifer aber in der zweiten Hälfte nach: Einen langen Pass in die Spitze erlief Borgert, hob den Ball über Hester hinweg und drückte ihn zum 3:1 über die Linie (54.). Danach herrschte erst einmal Ruhe. Der SuS hielt die Gegner von seinem Tor fern und versäumte es, das 4:1 nachzulegen. Bockhorn (58.) und Altunbas (73.) ließen gute Gelegenheiten aus.
So hielten die Hülser die Hoffnung aufrecht, doch auch sie brachten den Ball in Person von Marko Onucka (75.) und Marc Schröter (79.) nicht über die Linie. Die dickste Chance für die Gäste ließ dann Andre Koch aus, der mit einem Volleyschuss an Fork scheiterte. Josse Gerick (85.) und Altunbas (88.) ließen weitere SuS-Möglichkeiten aus, doch das fiel an diesem Tag nicht mehr ins Gewicht.

SuS Stadtlohn - VfB Hüls 3:1 (2:1)
SuS Stadtlohn: Fork - Worms, Banken, J. Roßmöller, Ivanusic - Gerick - Hilgemann, Krüchting, Bockhorn (84. Wüpping), Altunbas (89. Vennemann) - Borgert (78. Klein-Günnewick)
Tore: 1:0 Hilgemann (9.); 2:0 Altunbas (29./FE); 2:1 Berge (35.); 3:1 Borgert (54.).

Quelle: Münsterland Zeitung

Leider kassierten Jens Roßmöller und Markus Krüchting ihre fünfte gelbe Karte und fehlen in Sprockhövel ebenso wie Daniel Ebbing, Andre Hippers und Michael Roßmöller. Jetzt muss die Mannschaft noch enger zusammenrücken!

Ausblick:

Karsten Quante darf man als ganz normalen Trainer bezeichnen - der Coach des VfB Hüls ist gerne gut informiert. Und weil man am Badeweiher nicht eine ganze Armee von Scouts in die Weiten der Oberliga Westfalen entsenden kann, hat Quante seine eigenen Quellen der Info-Beschaffung.

Und die haben ihm diesmal geflüstert: Vorsicht beim SuS Stadtlohn! Die hätte Quante aber ohnehin walten lassen, weil er vor der bisherigen Saisonleistung des Aufsteigers echten Respekt hat - daran kann auch die jüngste 1:3-Niederlage beim ASC Dortmund nichts ändern.
19 Punkte hat die Mannschaft von Trainer Daniel Sekic schon gesammelt, zwei mehr als der VfB Hüls. Und das ist laut Karsten Quante nicht die einzige Ähnlichkeit beider Teams: „Ich denke, dass Stadtlohn und wir einen vergleichbaren Fußball bieten. Was letztlich aber auch den Möglichkeiten geschuldet ist: Auch dort will man mit wenigen Mitteln das Bestmögliche herausholen."
Dass Stadtlohn im letzten Heimspiel den Tabellenzweiten TuS Erndtebrück bezwungen hat (1:0), ist bemerkenswert, aber der Hülser Caoch lässt sich davon nicht beeindrucken: „Wir hatten auch schon 2:0 gegen Erndtbrück geführt und mussten das Spiel gewinnen."
Dasselbe galt übrigens auch für die Vorwoche: „Aufgrund der Mehrzahl an Chancen hätten wir Rhynern schlagen müssen." Die simple Erkenntnis könnte an dieser Stelle so formuliert werden: Dann muss sich der VfB Hüls die Punkte eben in Stadtlohn zurückholen.
Doch das ließe einerseits den erwähnten Respekt vermissen und würde andererseits eine innere Stabilität im Gefüge seines Teams voraussetzen, der Quante noch nicht so ganz traut: „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen." Womit er sagen will: Für den VfB Hüls gibt es keine Selbstverständlichkeiten, alles muss ehrlich erarbeitet werden.
Aber an der Zielsetzung ändert das nichts, wie Quante bestätigt: „Wir fahren natürlich dorthin, um etwas Zählbares mitzunehmen."

Oberliga: SuS Stadtlohn - VfB Hüls, So. 14.30 Uhr, hülsta-Sportpark, Uferstr./Am Losbergpark

Quelle:: www.marler-zeitung.de

Wiedersehen unter Freunden

Horst Darmstädter: Über Jahrzehnte war kaum ein anderer Amateurverein in Westfalen derart fest mit einem „echten Macher" verbunden wie der Vorzeige-Klub VfB Hüls. Er war es auch, der nach der Einführung der „neuen" Oberliga Westfalen im Jahre 1994 die bis heute feste Freundschaft zum SuS Stadtlohn aufbaute und über Jahre pflegte. In zehn Jahren bis zum Stadtlohner Abstieg 2004 waren der VfB und der SuS stets oben in der ewigen Tabelle der Oberliga Westfalen zu finden. Auf den SuS warteten zehn Jahre in der Verbands- und Westfalenliga, diesen Gang musste auch Hüls einmal antreten, um souverän nach einem zwischenzeitlichen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stadtlohn 2008 wieder aufzusteigen. Der Westfalenmeister von 2000 erlebte dann mit dem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2012 den absoluten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Nach nur einem Jahr musste man den Gang zurück in die Oberliga antreten - auch weil sich der Hauptsponsor zum Sommer 2013 von der Förderung im Seniorenbereich „verabschiedete", die U23 musste aus der Bezirksliga zurückgezogen werden. Entsprechend schwer war das erste Jahr in der Oberliga, dass man auf Rang 16, dem ersten Nichtabstiegsplatz, abschloss. Trainer Karsten Quante, der mit Markus Kaya einen spielenden Co-Trainer an der Seite hat - der Ex-Profi schloss sich im Sommer dem VfB von der SpVg Velbert an -, musste im Jahre 2014 nicht weniger als ein gutes Dutzend Akteure in den Kader einbauen. Nun schippert man wieder in ruhigerem Fahrwasser. Das Saisonziel Klassenerhalt war definitiv ein wenig tief gegriffen - der VfB etabliert sich nachhaltig im obereren Tabellendrittel - auch aufgrund des erfolgreichen Einbaus eigener Nachwuchskräfte - eine Parallele zum SuS.

Zur Geschichte: Der VfB Hüls wurde gegründet von Mitarbeitern des angrenzenden Chemieparks Marl (früher: Chemische Werke Hüls). Noch heute zeichnet die Struktur des Vereins diese lange Bindung aus. Die familiäre Atmosphäre innerhalb des Vereins ist ein Faustpfand für den Fortbestand des erfolgreichsten Vereins der vergangenen 20 Jahre im Vest Recklinghausen.


Der VfB Hüls in der Spielzeit 2014/2015

Platzierung in der Vorsaison: Platz 16 in der Oberliga Westfalen
Spielstätte: Stadion am Badeweiher, Paul-Baumann-Straße, 45772 Marl - Stadionkapazität: 3.100.
Zugänge: Fabio Sardini, Daniel Bertram (beide SV Zweckel), Markus Kaya (SSVg Velbert), Marc Schröter (Westfalia Herne), Felix Berge, Björn Winkelbeiner, Pascal Schulz-Knop, Dominik Lücke (alle Hüls U19).
Abgänge: Sinan Kurt (VfL Bochum II), Emanuel Schmidt, Brian Kreuz (beide TuS Sinsen), Tayfun Cakiroglu (DSC Wanne-Eickel), Patrick Siegle (SV Dorsten), Don Niketta (SpVg Beckum), Nicolai Striewe (VfB Günnigfeld), Elvis Salja (SV Zweckel).
Trainer: Karsten Quante - Co-Trainer: Markus Kaya.

Mehr Infos: www.vfb-huels.de

Saision 2015/16