Nachfolge entschieden: Manfred Ostendort kehrt am 1. Juli auf den Trainerstuhl zurück

Manfred Ostendorf wird ab dem 1. Juli das Amt des hauptverantwortlichen Trainers für die erste Mannschaft des SuS Stadtlohn übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Rob Reekers an, der zum Nachbarn SpVgg Vreden wechselt.

Der 53-Jährige kehrt damit irgendwie an seine Wurzeln zurück, war er doch lange Jahre eine feste Größe im Kader der ersten Mannschaft mit dem größten Erfolg im Jahre 1994, als er unter Trainer Wolfgang Ahlefelder in die Oberliga aufstieg. Von 2000 bis 2006 hatte er selbst das Amt des Trainers inne – 2004 ging es mit 40 Punkten unglücklich in die Verbandsliga zurück. Im der Saison darauf wurde denkbar knapp der direkte Wiederaufstieg verpasst. Auch am zweiten Oberligaaufstieg im Jahre 2014 war der gebürtige Lüntener als Co-Trainer von Alfred Nijhuis und parallel in der Sportlichen Leitung beteiligt. Nach seiner letzten Trainerstation beim TuS Wüllen in der Saison 2015/16 wollte Ostendorf eigentlich kein Traineramt mehr antreten, der SuS sei allerdings eine „besondere Herzensangelegenheit“. Nach kurzer Bedenkzeit habe er zugesagt.

„Wir sind überzeugt, mit einer solchen Identifikationsfigur im SuS ein Zeichen zu setzen. Die sicher nicht leichte Aufgabe kann im Grunde allein jemand erfolgreich angehen, der aus dem Verein kommt und die Strömungen kennt. Da ist Manfred Ostendorf natürlich der erste Ansprechpartner gewesen“, erklärt der Sportliche Leiter Markus Plate. Dass die Aufgabe nach dem weiteren zu erwartenden Umbruch im Sommer eine große Herausforderung werden wird, das weiß auch Ostendorf. Verein wie er selbst sehen trotz des Zeitdrucks, einen neuen Kader zusammenstellen zu müssen, keinen Zugzwang. „Wir werden jetzt hart arbeiten, die Gespräche führen und im Mai in Ruhe entscheiden, was für unser Konzept im Verein der beste Weg sein wird – einschließlich der künftigen Spielklasse. Ziel bleibt es bis dahin, sportlich den Westfalenligaerhalt sicherzustellen“, so Markus Plate.

„Wir müssen selbstverständlich kleiner denken als früher, die verfügbaren Mittel sind nun mal andere“, weiß Ostendorf. „Unser Ziel kann es allein sein, Talente aus der eigenen Jugend und aus dem Umkreis für uns zu gewinnen und so eine Begeisterung zu entfachen.“ Dann könne auch etwas Neues, Besonderes entstehen.

Info:

Die ersten Schritte machte Manfred Ostendorf beim Stammverein GW Lünten. Nach seiner ersten Zeit als Mittelstürmer und Torjäger in Stadtlohn von 1987 bis 1989 in der Verbandsliga wechselte der Angreifer in die Zweite Bundesliga zu RW Essen (1989/90). Danach spielte er noch beim 1. FC Bocholt (1990/91), als Spielertrainer beim FC Oeding (1991-93) und erneut beim SuS.

Als Spielertrainer war Ostendorf auch noch Lünten aktiv. 2000 übernahm als Trainer den SuS Stadtlohn in der Oberliga von Wolfgang Ahlefelder, unter dem er 1994 aufgestiegen war. Weitere Trainerstationen waren von 2006 bis 2010 der FC Ottenstein und in der Spielzeit 2015/16 der TuS Wüllen.