Abstiegsregelung: Weitere Entscheidungen sind gefallen

Die Zahl der Absteiger aus der Oberliga Westfalen ist nicht zuletzt abhängig vom  Abstiegskampf in der Regionalliga West. Aktuell steigen aus dieser die TSG Sprockhövel und die SF Siegen in die Oberliga Westfalen sicher ab - die weiteren potenziellen Plätze belegen mit RW Ahlen und FC Schalke 04 II weitere West-Kandidaten. Es gibt verschiedene Szenarien in der Regionalliga West (RL).

RL-Szenario 1: Vier Absteiger
Meister Viktoria Köln scheitert in der Relegation gegen Jena, der SC Paderborn hält die 3. Liga und aus den Oberligen steigen wie geplant vier Teams auf (Meister aus der Oberliga Niederrhein und Mittelrhein und der Meister sowie Zweitplatzierte aus der Oberliga Westfalen). Dann steigen auch aus der Oberliga Westfalen vier Mannschaften ab.

RL-Szenario 2: Vier Absteiger, 19er-Liga 17/18
Meister Viktoria Köln scheitert in der Aufstiegs-Relegation und Paderborn steigt in die Regionalliga ab. Dazu würden vier Teams absteigen und vier aus der Oberliga aufstiegen und eine 19er-Liga in der Saison 17/18 bilden. In der Oberliga bliebe es bei vier Absteigern, wenn beide Aufsteiger ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen – es sei denn.

RL-Szenario 3: Drei Absteiger
Meister Viktoria Köln steigt auf und Paderborn hält die Klasse in Liga drei. Der Klub auf Platz 15 darf dann in der Regionalliga West bleiben. Zurzeit wäre das RW Ahlen. Auch in der Oberliga gebe es nur drei Absteiger, wenn beide Aufsteiger ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Sonderfall Fortuna Düsseldorf
Steigt Fortuna Düsseldorf aus der Zweiten Bundesliga ab, was nunmehr sehr unwahrscheinlich ist, muss Fortuna Düsseldorf II, das sich sportlich gerettet hat, aus der Regional- in die Oberliga zwangsabsteigen. Bei Szenario 1 und 2 würden folglich maximal drei Westvereine absteigen können. Bei Szenario 3 gebe es dann in der Oberliga sogar nur zwei Absteiger.

Achtung:
Nimmt ein Oberligist sein Aufstiegsrecht nicht wahr, erhöht sich die Zahl der Absteiger aus der Oberliga Westfalen. Es sind theoretisch dann auch mehr als vier Absteiger denkbar. Doch: Die vier Kandidaten (Erndtebrück, Rhynern, Hamm und Lippstadt), die mindestens Vierter werden müssen, haben sämtlich die „Lizenz“ für die Regionalliga erhalten.

Sportlich abgestiegen aus der Oberliga sind bisher Erkenschwick und der SuS Stadtlohn, der FC Gütersloh muss zudem „zwangsabsteigen“, sofern das Insolvenzverfahren wie angekündigt am 31. Mai tatsächlich eröffnet oder abgelehnt wird. Da die Mannschaft die Saison zu Ende spielen will, würden sämtliche Spiele wie ausgetragen gewertet.

Sollte der FC Gütersloh 17/18 nicht in der Ober- oder Westfalenliga starten, sondern aufgelöst werden, dann bekommen die Landesliga-Zweiten eine Chance über die Relegation. Relegationsspiele für die Westfalen- und Bezirksliga-Zweiten sind in dieser Saison ausgeschlossen.

Zudem bangt der SC Paderborn 07 um die Drittliga-Lizenz. Sollte der sportliche Klassenerhalt gelingen, folgte darauf dennoch der Zwangsabstieg in die Regionalliga West. Damit wären die Optionen hinsichtlich nur dreier Regionalligaabsteiger (Szenario 3) hinfällig und auch aus der Oberliga Westfalen müssten vier Teams absteigen.