8. Spieltag: Fortschritte werden erneut mit nur einem Punkt belohnt

Ein Punkt und zwei Schritte nach vorne
SuS-Co-Trainer Stefan Rahsing raufte sich die Haare, als es in Minute 81 im Kasten seiner Elf zum 1:1 einschlug. Viktoria Heidens Timo Gremme hatte aus der zweiten Reihe draufgehalten und sorgte mit diesem Treffer für Trübsal in Stadtlohn. Oder etwas doch nicht?

„Wir haben bis auf die letzten zehn Minuten ein starkes Spiel gemacht, besonders in der ersten Hälfte. Zur Pause müssen wir eigentlich führen. Am Ende fehlte uns etwas die Substanz“, analysierte Stefan Rahsing das Match nach dem Schusspfiff. Diese Einschätzung gibt das Spiel gut wieder, denn Stadtlohn kam gut in die Partie, hatte mehr Ballbesitz und war bemüht, die Gäste nicht in das letzte Drittel kommen zu lassen. Einziges Manko aus SuS-Sicht: Die ganz klaren Chancen sprangen trotz all der optischen Überlegenheit zunächst nicht raus. Mit Ausnahme der 45. Minute, als SuS-Stürmer Mustafa Kaya völlig blank aus gut fünf Metern zum Abschluss kam und das Leder knapp über den Querbalken drosch.

Mit Wiederanpfiff waren dann auch die Gäste besser in der Partie. Viele intensive Zweikämpfe ließen jedoch phasenweise den Spielfluss etwas ins Stocken geraten. Chancen gab es dennoch, auf beiden Seiten. So bugsierte Mustafa Kaya den Ball aus spitzem Winkel an den Außenpfosten (66.) und bei den Gästen versemmelte Benedikt Hussmann einen Dropkick aus drei Metern (60.). Der ersehnte Treffer aus Sicht der Gastgeber fiel dann in Minute 75. Der auffällig agierende Durim Feta scheiterte zunächst am Heiden-Torwart, ehe er den Nachschuss nach einem kleinen Schlenker aus gut zehn flach zum 1:0 in die Machen jagte. „Leider ging uns danach etwas die Puste aus und ein wenig fehlte auch die Cleverness“, resümierte Stefan Rahsing. Die Quittung dafür folgte dann in Form des 1:1-Ausgleichs. „Es waren dennoch zwei Schritt nach vorne“, so der SuS-Co-Trainer.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Zeit für den zweiten Sieg
Nach zuletzt fünf Landesligaspielen ohne Sieg ist der SuS Stadtlohn auf dem vorletzten Tabellenplatz gelandet. Für das Heimspiel am Sonntag gegen Viktoria Heiden (15 Uhr, Hülsta-Sportpark) ist Co-Trainer Stefan Rahsing zuversichtlich, dass der SuS die guten Trainingseindrücke bestätigen und ein erfolgreiches Heimspiel zeigen wird.

Der Schuh drückte bei Stadtlohner in den bisherigen Spielen vor allem vorne. Die Offensive brachte erst vier Treffer zustande, einen davon beim 1:1 in Roxel am vergangenen Sonntag. „Da haben wir uns zumindest schon mehr Chancen herausgespielt als in den drei Spielen davor“, sagt Stefan Rahsing, der das Team für den weiter fehlenden Manfred Ostendorf gemeinsam mit Jens Roßmöller trainiert. „Die Jungs haben sich zuletzt gesteigert und unter der Woche auch sehr gut trainiert.“

Auf dem Stadtlohner Konto stehen aktuell fünf Zähler, die Gäste aus Heiden haben einen mehr eingefahren. Ein richtungweisendes Spiel also? Das will Rahsing nur bedingt bejahen. „Sicher ist das ein wichtiges Spiel. Aber die 22, die danach kommen, werden genauso wichtig sein. Insofern bringt es nichts, zu viel Druck aufzubauen.“ Er gehe aber davon aus, dass die Mannschaft sich im Vergleich zur Vorwoche weiter verbessert zeigen wird.

Defensiver Gegner

Von den Gästen, die die Stadtlohner im Vorfeld beobachtet haben, erwarte das Trainerteam eine eher defensive Grundhaltung, ähnlich wie beim Werner SC beim vergangenen Heimspiel (0:1). „Wir sind gut beraten, Standard- und Kontersituationen der Heidener zu verhindern.“

Die Viktoria ist 2017 nach drei Jahren in der Westfalenliga wieder abgestiegen und belegte in der Vorsaison Rang zwölf. Im Sommer wechselte unter anderem der Oedinger Guido Vierhaus nach Heiden. Das Team erzielte bislang doppelt so viele Treffer wie der SuS, kassierte aber auch doppelt so viele (8:15).

Auf den SuS traf die Viktoria in den letzten Jahren lediglich in Freundschaftsspielen.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Es ist zwar ein kleines Derby, aber um Meisterschaftspunkte haben der SuS Stadtlohn und Viktoria Heiden in jüngerer Vergangenheit nicht gegeneinander gespielt. Und somit kommt es am achten Spieltag der Landesliga zu einer weiteren Premiere. Die Viktoria zählt seit Anfang der 2000er-Jahre zum Inventar der Landesliga – 2014 stieg die Mannschaft dann sogar in die Westfalenliga auf und hielt sich dort drei Spielzeiten. Den SuS Stadtlohn verpasste Heiden, da dieser exakt in diesem Zeitraum in die Oberliga aufgestiegen war. Heiden zählt zum Fußballkreis Recklinghausen und ist bis zu ihrem jähen Aufstieg der letzten Jahre kaum in regionale Erscheinung getreten. Sie gehörte jahrzehntelang zum Inventar der Bezirksliga 12 und wurde auch schon mal in der Westmünsterland-Staffel 11 gesichtet.

In der vergangenen Saison konnte die Mannschaft um Trainer Thomas Benning den Abstieg durch einen starken Endspurt abwenden. Nach einem Herzschlagfinale in der Landesliga 4 reichte es noch zu Platz zwölf. Der große Umbruch blieb daraufhin aus. Ein Trio wechselte die Seiten zum Nachbarn SG Borken, Verstärkungen gab es aus der näheren Umgebung überwiegend aus unteren Spielklassen. Beim Trainingsauftakt gab Thomas Benning das Ziel aus, schneller in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Untrennbar verbunden mit Viktoria Heiden ist der Name Seyer. Stürmer Markus Seyer ist der Torjäger schlechthin. Er hat auch in der abgelaufenen Spielzeit mit dafür gesorgt, dass die Viktoria weiter Mitglied der Landesliga ist. Besondere Stärken werden dem kompakten Team bei Standardsituationen nachgesagt. Aktuell hat Heiden einen Punkt mehr als der SuS auf dem Konto, Dreier gab es gegen Dorsten-Hardt und in Roxel. Die letzten Vergleiche in der Wintervorbereitung 2016 und 2017 gewann der SuS auswärts.

Der FC Viktoria Heiden in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte: Volksbankstadion, Am Sportzentrum 1, 46359 Heiden
Vorjahresplatzierung: Platz 12
Saisonziel: Klassenerhalt

Torhüter: Corbin Drobe, Tobias Terlau.
Abwehr: Fabian Baumeister, Simon Brun, Leon Harke, Benedikt Hussmann, Ferdinand Möllmann, David Rehms, Roman Seyer, Guido Vierhaus, Philipp Wiesmann.
Mittelfeld: Philipp Baumeister, Michael Elsing, Noah Flüthmann, Simon Gravermann, Malte Gremme, Timo Gremme, Lukas Lütkebohmert, Julian Menke, Jan Möllmann, Jan Rimbach, Philipp Risthaus, Simon Schmelting, Daniel Seyer, Nick Stenkamp.
Angriff: Tobias Baumeister, Sebastian Böing, Leon Booms, Tim Gollenia, Bernd Oenning, Markus Seyer.
Trainer: Thomas Benning. 

Zugänge: Simon Gravermann (TuS Velen), David Rehms (VfL Rhede II), Lukas Lütkebohmert (SC Reken), Corbin Drobe (SV Adler Weseke), Jan Rimbach (SV Westfalia Gemen), Guido Vierhaus (FC Oeding), Leon Booms, Julian Menke (eigene Reserve).
Abgänge: Alexander Robers, Christoph Drolshagen, Ive Burkhardt (alle SG Borken), Kai Storcks (TuS Velen).

www.viktoria-heiden.de