5. Spieltag: Nach 0:1 reißt der Faden: SuS viel zu harmlos gegen kompakte SpVgg

Jubel in Blau und Gelb
Die Gäste feierten ausgelassen den Derbysieg, die Gastgeber schlichen mit hängenden Köpfen vom Rasen. Deutlich mit 3:0 setzte sich die SpVgg Vreden beim SuS Stadtlohn durch und verteidigte damit ihre Spitzenposition. Die Stadtlohner befinden sich damit erst einmal im Niemandsland der Tabelle.

Es lief bereits die Schlussphase der ersten Hälfte vor toller Kulisse im Hülsta-Sportpark. Die über 1000 Zuschauer mussten schon fast mit einem 0:0 zur Pause rechnen. Dann aber das: Marvin Möllers brachte einen Freistoß ins Zentrum, wo die Stadtlohner nur unzureichend klärten. Der frühere SuSler Lars Ivanusic feuerte aus der zweiten Reihe ab – und Keeper Sören Stauder lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ins Eck – 0:1 (38.).

Vor diesem Treffer hatte sich in beiden Strafräumen nur wenig Brenzliges abgespielt. Den ersten Abschluss setzte Vredens Jose Murillo übers Tor (4.), die Stadtlohner hätten nach einem Kopfball von Cihan Bolat, den Cedric Drobe parierte, in Front gehen können (38.). Das sollte aber der einzige SuS-Abschluss aufs Tor in der gesamten Partie bleiben.

Die Vredener wirkten im Spiel nach vorn deutlich abgestimmter, auch wenn sie lange nicht durch die Stadtlohner Abwehr kamen. Zwar tauchte Murillo nach Hereingabe von Möllers gefährlich vorm Tor auf, verpasste aber per Flugkopfball (26.).

Nach dem Führungstreffer wirkten die Gäste dann befreit – und die Hausherren gelähmt. So nötigten zwei Vredener Justus Jaegers an der Außenlinie zu einem Rückpass, der nicht Stauder erreichte, sondern von Murillo abgefangen wurde. Der Kolumbianer umkurvte den Keeper und schoss aus ganz spitzem Winkel zum 2:0 ein (42.). Der Angreifer hätte sogar vor der Pause noch auf 3:0 stellen können, scheiterte diesmal aber an Schlussmann Stauder (45.).

Die Vorgaben für den zweiten Durchgang waren klar: Der SuS musste etwas tun, die SpVgg durfte auf Gegenstöße lauern. Ein Solcher brachte in Minute 48 eine gute Gelegenheit für Murillo, der aber vorbei köpfte. Auch Romario Wiesweg hatte, frei vor Stauder, das 3:0 auf dem Fuß (52.) – er ließ die Stadtlohner aber weiter auf eine Wende hoffen.

Diese kam allerdings nicht. Vreden verteidigte nüchtern, wurde aber auch kaum in Verlegenheit gebracht. Die einzige echte SuS-Chance der zweiten Hälfte von Michael Roßmöller landete weit über dem Tor (58.). Nach langer Chancen-Durststrecke setzte sich die SpVgg in der Schlussphase noch dreimal in Szene. Eine Chance davon nutzte Carlo Korthals zum 3:0 (85.).

Stimmen:

Dem Spielausgang entsprechend war auch die Stimmungslage. Das sagten die Beteiligten:

Martin Stroetzel (Trainer SuS): „Das 0:1 hat das Spiel zum Kippen gebracht. Vorher haben sich beide Mannschaften auf schwachem Niveau neutralisiert. Wir haben heute eine desolate Leistung gezeigt und hatten sieben bis acht Totalausfälle. Meine Spieler waren heute mit dem Kopf nicht bei der Sache.“

Marcus Feldkamp (Trainer SpVgg): „Dass heute kein Hurra-Fußball gezeigt wird, war klar. Das 1:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir haben das Zentrum dicht gehalten und hatten viel Ballbesitz. Das 3:0 hätten wir schon früher schießen können, dann hätten wir auch früher Ruhe gehabt. Unterm Strich bin ich hochzufrieden.“

Mario Worms (Kapitän SuS): „Vor dem ersten Gegentor war das Spiel ausgeglichen. Lars hat dann ein schönes Tor gemacht und danach haben wir den Faden verloren. In der Pause haben wir uns vorgenommen, noch mal alles zu geben. Aber das hat nicht geklappt. Aufgrund der zweiten Hälfte ging der Sieg für Vreden in Ordnung.“

Lars Ivanusic (SpVgg, Torschütze zum 1:0): „Ich weiß nicht, ob mein Schuss zum 1:0 haltbar war. Ich habe gut Zug reinbekommen und der Torwart konnte ihn wohl nicht rechtzeitig sehen. Jedenfalls war das der Dosenöffner für unser Spiel. Unser Matchplan ist voll aufgegangen. Wir sind weiter Tabellenführer und fahren zufrieden nach Hause.“

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Heißer Tanz am Losberg
Derbyzeit am Losberg. Erstmals nach drei Spielzeiten messen sich der SuS Stadtlohn und sein Nachbar von der SpVgg Vreden wieder im Westfalenliga-Duell. Die Gäste treten am Sonntag als Tabellenführer beim Liga-Fünften an. In beiden Lagern ist die Vorfreude groß.

„Das wird eine ganz heiße Kiste. Bei uns ist die Anspannung deutlich zu spüren“, erklärt SuS-Trainer Martin Stroetzel. Sein Gegenüber, Marcus Feldkamp, erwartet ebenfalls ein „ganz besonderes Spiel, allerdings machen wir keinen Riesen-Hype daraus und bereiten uns vor wie auf jedes andere Spiel auch.“

Beide Teams kennen den Kontrahenten sehr gut, es gibt im Grunde keine Geheimnisse. Bereits in der Vorbereitung trafen der SuS und die SpVgg im Halbfinale des Eintracht-Pokals in Ahaus aufeinander – die Stadtlohner hatten beim 1:0 das bessere Ende für sich. Am vergangenen Spieltag, als die Vredener bereits samstags spielten, nutzten beide Trainer die Gelegenheit, den Gegner zu beobachten. Martin Stroetzel sah sich beim 1:1 der SpVgg gegen den SC Roland in seiner Einschätzung bestätigt: „Die Vredener gehören zu den absoluten Spitzenteams der Liga. Sie treten sehr kompakt und robust auf, haben einige gute Techniker und mit Murillo einen extrem schnellen Stürmer, dem wir keinen Platz geben dürfen.“ Dennoch werde der SuS vor heimischer Kulisse auf den dritten Sieg spielen. Stroetzel: „Wir wollen so auftreten, dass die Zuschauer ein gutes Spiel zu sehen bekommen und im Idealfall mit einem Grinsen das Stadion verlassen.“

Als Spitzenreiter zählt natürlich auch für die Vredener nur ein Sieg. Trainer Feldkamp verschaffte sich bei der Stadtlohner 1:3-Niederlage in Clarholz einen letzten Eindruck und sagt: „Der SuS hat es in dem Spiel nicht geschafft, kompakt aufzutreten. Sie weisen ein paar Schwachstellen auf, die wir nutzen wollen.“ Dabei sei es wichtig, die Mittelfeldzentrale mit Michael Roßmöller, Hakan Gökdemir und Mario Worms nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

Der SuS muss mit seinem gesperrten Kapitän Niklas Hilgemann einen wichtigen Mann ersetzen, geht aber ansonsten in Bestbesetzung ins Derby. Den Vredenern steht der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung, wobei Romario Wiesweg unter der Woche angeschlagen war.

Die Zuschauer beider Lager dürfen sich auf ein intensives Derby auf Rasen im Hülsta-Sportpark freuen. Das versprechen beide Trainer. Feldkamp: „Wir müssen es genießen, vor großer Kulisse Fußball zu spielen, dabei aber auch die Zähne zeigen.“ Stroetzel bringt es auf den Punkt: „Am Sonntag wird richtig Feuer in der Bude sein.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Die SpVgg Vreden zählt zu den Urgesteinen der Verbands- respektive Westfalenliga. Die Basis wurde im Mai 1995 gelegt, als die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Ralf Bugla erstmals in die Landesliga aufstieg. Drei Jahre später stand der Aufstieg der SpVgg Vreden in die Verbandsliga fest. Nach zwischenzeitlichem Abstieg stiegen die Blau-Gelben nach der Saison 2010/11 erneut über die Relegation in die Westfalenliga auf und etablierten sich dort wieder.

In den vergangenen Jahren legte die Mannschaft unter Coach Marcus Feldkamp, der wie acht Akteure selbst einst das Trikot des SuS getragen hat, eine Rekordsaison nach der anderen hin. Im Vorjahr verpasste der Vizemeister den Aufstieg erst am letzten Spieltag. Zur neuen Saison wagt das Team nun einen neuen Anlauf. Der Kader wurde trotz des Abgangs eines Takahiro Tanio, der die Herausforderung Regionalliga angenommen hat und an dessen Stelle auch der Kolumbianer Jose Raul Murillo die Offensive belebt, in der Breite weiter verstärkt und aufgefrischt. Allein drei Bundesliga-U19-Akteure stießen von Preußen Münster hinzu. Noch ganz frisch ist die Verpflichtung des Nigerianers Paul Ahkere Ihongbe. Die Basis für eine weitere erfolgreiche Spielzeit ist gelegt. In einer qualitativ noch stärkeren Westfalenliga wollen die Widukindstädter um den Aufstieg mitspielen. Nach vier Spieltagen belegt die Mannschaft Platz eins.

In der SuS-Aufstiegssaison 2013/14 trafen beide Nachbarn das letzte Mal in der Westfalenliga aufeinander. Stadtlohn gewann mit 3:0 und 2:0.

Die SpVgg Vreden in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Hamalandstadion, Ottensteiner Straße, 48691 Vreden
Platzierung im Vorjahr: Platz 2
Saisonziel: Platz 1 bis 3

Torhüter: Ricardo Ottink, Cedric Drobe.
Abwehr: Sebastian Hahn, Dominic Steiner, Nico Klein-Günnewick, Lars Ivanusic,  Rene Beuting, Robin Kersting, Romario Wiesweg, Hendrik Nünning, Niklas Niehuis, Jannik Enning, Paul Ihongbe.
Mittelfeld: Carlo Korthals, Jan-Niklas Temme, Marvin Hakvoort, Marvin Möllers, Claudio Vieira, Leon Kondring, Kevin Krämer, Bernd Verwohlt, Jonas Weid.
Angriff: Nils Temme, Pascal Leifkes, Mirko Bertelsbeck, Frank Rose, Jose Raul Zuniga Murillo, Luca Kösters.
Trainer: Marcus Feldkamp - Co-Trainer: Nico Klein Günnewick.

Abgänge: Ali Shinawi (GW Nottuln), Aziz Retzep (1. FC Gievenbeck), Felix Kortbus (Vorwärts Epe), Yuzuru Okuyama (Trainer SpVgg Vreden II), Niklas Grubbe (Ziel unbekannt), Takahiro Tanio (FSV 63 Luckenwalde).
Zugänge: Kevin Krämer (Pause), Cedric Drobe (SC Hassel), Jannik Enning, Leon Kondring, Jonas Weid (alle SC Preußen Münster U19), Luca Kösters, Bernd Verwohlt (beide eigene Jugend), Paul Ahkere Ihongbe (FC Ikorodo/Nigeria).

www.spvgg-vreden.de

"Sponsor of the Day": Bleker Autoforum Ahaus verlost Wunschauto für eine Woche
Endlich wieder Derbyzeit: Nach drei Jahren Oberliga treffen am Sonntag, 10. September, um 15 Uhr wieder einmal der SuS Stadtlohn und die SpVgg Vreden in einem Meisterschaftsspiel aufeinander. Der Tabellenfünfte erwartet dabei den aktuellen Spitzenreiter zum Topspiel des fünften Spieltags der Westfalenliga 1 im hülsta-Sportpark an der Uferstraße.

Die Fußballinteressierten in der Region dürfen sich aber nicht nur auf hochklassigen Amateurfußball mit viel Lokalkolorit freuen. Unser „Sponsor of the Day“, das Bleker Autoforum Ahaus, lädt zu einer attraktiven Verlosung ein. Als echtes Schmankerl zum Derby verlost unser Sponsor-Partner in der Halbzeitpause eines der drei im hülsta-Sportpark ausgestellten Wunschautos. Der Gewinner kann eine Woche lang 1.000 Kilometer freie Fahrt genießen - und das natürlich vollgetankt.

Die Verlosungsaktion ist ein weiterer Baustein der verlässlichen Kooperation zwischen dem SuS Stadtlohn und dem Bleker Autoforum Ahaus. Seit 2016 ist das Unternehmen Mitglied der großen SuS-Sponsorenfamilie, Ende März war es Gastgeber des jüngsten Sponsorentreffens mit über 120 Teilnehmern und Stargast Peter Neururer. Im Jahre 2016 wurde das Autoforum an der Von-Braun-Straße in Ahaus vergrößert und verfügt seitdem über eine Verkaufsfläche von 2.200 Quadratmetern. Sechs Automarken werden unter einem Dach vereint.

Der SuS Stadtlohn und das Bleker Autoforum Ahaus wünschen viel Glück! Die Teilnahmekarten werden im Stadion ausgegeben und sollten in der Pause bereitgehalten werden.

Das 22. Derby in Pflichtspielen seit 2003
21 Mal standen sich der SuS Stadtlohn und die SpVgg Vreden seit dem Jahr 2003 in Pflichtspielen gegenüber. Erst mit dem Abstieg aus der Oberliga Westfalen 2004 führte es die beiden Nachbarn in der Meisterschaft zueinander.

Meisterschaft (Verbands-/Westfalenliga)
1. Spiel am 31. Oktober 2004: Der SuS gewinnt im Hamalandstadion vor 1800 Zuschauern mit 3:2.
2. Spiel am 1. Mai 2005: Das Spiel im hülsta-Sportpark endet mit einem 0:0 vor 1700 Zuschauern.
3. Spiel am 18. September 2005: Trotz Roter Karte gegen Sven Schützek im Vredener Tor gewinnen die Blau Gelben im hülsta-Sportpark mit 2:1.
4. Spiel am 26. März 2006: Stefan Busshoff sorgt mit zwei Treffern für den 2:1-Sieg der Stadtlohner im Hamalandstadion.
5. Spiel am 19. November 2006: Stefan Busshoff und Jakob Konradi sorgen mit ihren Doppelschlägen für ein 2:2 in Stadtlohn.
6. Spiel am 28. Mai 2007: Der SuS gewinnt in Vreden durch ein Tor von Oliver Temelkov mit 1:0.
7. Spiel am 24. November 2007: Vor 1100 Zuschauern gewinnt der SuS zuhause mit 1:0. Torschütze ist Nick Voogtsgerd.
8. Spiel am 25. Mai 2008: Trotz eines 2:0-Sieges für die SpVgg im Hamalandstadion müssen die Blau-Gelben aus der Verbandsliga absteigen.
9. Spiel am 6. November 2011: Vor 900 Zuschauern im hülsta-Sportpark endet die Partie mit einem 0:0.
10. Spiel am 13. Mai 2012: SuS Stadtlohn gewinnt nach 0:1-Rückstand im Hamalandstadion mit 2:1
11. Spiel am 14.10.2012: Im Heimspiel siegt der SuS souverän mit 4:0.
12. Spiel am 5. Mai 2013: Im Hamalandstadion gewann der SuS mit 3:1 (Tore durch Michael Roßmöller, Henrik Majert und André Hippers für den SuS sowie Nils Temme für die SpVgg).
13. Spiel am 31. August 2013: Zwei Hilgemann-Tore und ein Treffer von Michael Roßmöller sorgen für den 3:0-Sieg des SuS im Hamalandstadion.
14. Spiel am 16. März 2014: Der SuS gewinnt das Rückspiel auf dem Weg zu Meisterschaft und Aufstieg mit 2:0 nach Treffern von Niklas Hilgemann und Daniel Ebbing.

Kreispokal 
21. Mai 2003: Halbfinale in Vreden (FC) - SuS zieht mit einem 2:1-Sieg ins Finale ein. 20. März 2008: Halbfinale in Stadtlohn - SpVgg erreicht durch das Tor von Mike Möllensiep zum 1:0-Sieg erstmals das Pokalfinale.
8. April 2009: Halbfinale in Vreden - SuS gewinnt mit 2:0.
1. April 2010: Halbfinale in Vreden - Der SuS überspringt die vorletzte Pokalhürde souverän mit 4:0.
27. Februar 2013: Viertelfinale in Stadtlohn - Der SuS gewinnt nach Elfmeterschießen mit 4:3.
4. März 2015: Mit dem 2:0 im Halbfinale in Vreden erreicht der SuS das Finale.
10. März 2016: Die SpVgg Vreden zieht mit einem 3:1 souverän ins Endspiel ein.