33. Spieltag: Erste siegt ohne Druck im letzten Auswärtsspiel - Reserve muss bis zum Schluss zittern

Der SuS kann es doch noch
Es geht doch, wird sich so mancher beim SuS Stadtlohn gedacht haben. Im ersten Spiel, nachdem der Klassenerhalt nicht mehr zu erreichen war, gelang dem SuS am Sonntag bei Arminia Bielefeld II ein glatter 3:0-Sieg. Zweimal Cihan Bolat und einmal Nedim Djuliman erzielten die Treffer für den Tabellenvorletzten.

Im Gegensatz zu den Partien der Vorwochen präsentierten sich die Berkelstädter in Bielefeld vor allem in der Defensive sehr stabil. Das war der Grundstein für den vierten Sieg in der Rückserie. Dennoch nutzte Torwart Niklas Lukas, zum zweiten Mal in dieser Saison zwischen den SuS-Pfosten, vor allem in den zweiten 45 Minuten doch noch ein paar Mal die Chance, sich mit Paraden auszuzeichnen.

Im ersten Durchgang lieferten sich die beiden Kontrahenten zwar eine intensive Partie, ohne aber für große Torgefahr zu sorgen. Der SuS, mit Niklas Hilgemann für Mario Worms auf der rechten Abwehrseite, agierte aus einer guten Organisation heraus. Bei seinen eigenen Angriffen verpasste er es aber, zum klaren Torabschluss zu kommen. Bielefeld verzeichnete einen gefährlichen Schuss, den Lukas aber über die Querlatte lenkte.

Nach der Pause knüpfte der SuS an die Leistung zuvor an – und ging nach einem sauber ausgespielten Konter in Führung. Michael Roßmöller bediente Bolat, der den Ball gekonnt an- und mitnahm, beide Innenverteidiger stehen ließ und vollstreckte (51.).

Nur sechs Minuten später legten die Stadtlohner den zweiten Treffer nach: Einen scharf hereingebrachten Freistoß von Tayfun Cakiroglu beförderte Abwehrmann Nedim Djuliman per Flugkopfball über die Linie. In der Folge gab es auf beiden Seiten nun mehr klare Offensivaktionen als noch im ersten Durchgang. Doch wenn die Bielefelder, die nun druckvoller agierten, einmal zum Abschluss kamen, war Lukas auf dem Posten.

Der SuS ließ zwar auch die eine oder andere Gelegenheit verstreichen, zeigte sich insgesamt aber effizienter. So folgte in der 83. Minute auch noch der dritte Treffer. Nach einer Ecke war Bolat per Kopf zur Stelle und belohnte sich mit seinem 14. Saisontreffer für eine engagierte Leistung gegen seinen Ex-Verein.

Die Stadtlohner hoffen, die insgesamt verkorkste Saison nun im letzten Spiel daheim gegen den SV Lippstadt versöhnlich abzuschließen.

„Wirklich gut gemacht“
Vieles hatte Martin Stroetzel in den vergangenen Wochen bei seiner Mannschaft zu bemängeln gehabt. Nach der Partie in Bielefeld war der SuS-Trainer nun mal wieder voll des Lobes:
„Die Mannschaft hat es heute wirklich gut gemacht. Das war in beiden Halbzeiten eine geschlossen gute Leistung mit hohem Tempo und viel Ballsicherheit. Wir haben die Bälle nicht einfach rausgepöhlt, sondern versucht zu kombinieren.

In der ersten Hälfte fehlte bei unseren Angriffen noch die Präzision. Dass nach der Pause gleich der erste gut ausgespielte Angriff zum 1:0 führte, hat uns natürlich in die Karten gespielt. Bielefeld wurde dann stärker, aber wir haben auch nicht nachgelassen. Zwar haben wir auch Chancen liegen gelassen, aber im Vergleich zu vielen anderen Spielen heute ein gute Ausbeute geholt.“sak

Nach Derbypleite muss Stadtlohn weiter zittern
Die Entscheidung im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga 11 fällt erst am 30. Spieltag, Gestern unterlag der SuS Stadtlohn II auf eigenem Platz im Derby dem SV Gescher mit 0:2. Der SuS bleibt Drittletzter und ist eines von fünf Teams, die noch absteigen können. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz steht Stadtlohn auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, die Spieler haben alles gegeben“, sagte Trainer Franz-Josef Becking nach dem verlorenen Derby. „Wir können den Ligaerhalt immer noch aus eigener Kraft schaffen und machen bis zum Schluss weiter.“ Auch Stürmer Markus Schmittmann-Wehning glaubt noch an den Klassenerhalt: „So eine Truppe wie wir darf einfach nicht absteigen.“

Im ersten Durchgang fielen keine Tore. Der SV Gescher hatte in der elften Minute eine Großchance mit einem Konter. SuS-Torwart Mark Kemper klärte mit einer Glanztat gegen Julian Hessing, den Nachschuss schlug Henrik Majert von der eigenen Torlinie. Im weiteren Verlauf kam der SuS II immer besser ins Spiel und hatte durch Marcel Rietfort und Schmittmann-Wehning kurz vor der Halbzeitpause nach Ecke und Freistoß zwei dicke Einschussmöglichkeiten. In beiden Fällen verhinderte aber ein Abwehrspieler, dass der Ball den Weg über die Linie fand.

Die Stadtlohner gingen dann mit Markus Krüchting als zusätzlicher Spitze in die zweite Hälfte. Der SV Gescher beschränkte sich nur noch auf die Defensive und wartete auf Konter. Ein schneller Vorstoß brachte dann das 0:1 – ausgerechnet durch den ehemaligen SuS-Spieler Rene Böing (75.). Nur eine Minute vorher hatte der Gäste-Torhüter bei einem Gewaltschuss von Krüchting einen Rückstand verhindert. Dann traf wiederum Böing auch noch zum 0:2 (85.).

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Ohne Ballast nach Bielefeld
Bielefeld heißt die letzte Auswärtsstation der Stadtlohner Abschiedstour aus der Oberliga. Der SuS gastiert am Sonntag bei Arminia II und kann dort befreit aufspielen. Die Gastgeber hingegen haben den Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern.

Eine gewisse Erleichterung verspürte SuS-Trainer Martin unter der Trainingswoche bei seinen Spielern. „Die Mannschaft hat einen erstaunlich lockeren Eindruck gemacht. Von dem ein oder anderen ist vielleicht Ballast abgefallen dadurch, dass wir jetzt die Gewissheit haben abzusteigen.“ Diese Gewissheit bescherte den Stadtlohnern einerseits das 1:1 gegen den FC Gütersloh am vergangenen Sonntag und andererseits die Siege der vor ihnen positionierten Roland Beckum und SC Paderborn II.

Seit Montag läuft bei den Berkelstädtern also die Vorbereitung auf den Neustart in der Westfalenliga. Trainer Stroetzel hätte die verbleibenden zwei Spiele in Bielefeld und nächste Woche daheim gegen den SV Lippstadt gern dazu genutzt, möglichst viele Spieler einzusetzen, die in der kommenden Saison in seinem Kader stehen werden. Da aber sowohl die Reserve in der Bezirksliga als auch die A-Junioren in der Westfalenliga noch Punkte für den Klassenerhalt brauchen, kann der Coach von diesen Teams keine Akteure abziehen. Damit ist auch noch nicht geklärt, ob Publikumsliebling Markus Krüchting, seit zwei Spielen im Kader des SuS II, gegen Lippstadt sein Abschiedsspiel bestreiten wird. „Ich würde ihm natürlich die Plattform bieten“, sagt Stroetzel, „aber die Entscheidung liegt bei ihm in Abstimmung mit den Trainern unserer Zweiten.“

So dürften in Bielefeld die Männer aus dem Kader der vergangenen Wochen auflaufen. Mit Ausnahme des verletzten Georgios Efthimiou und des weiterhin erkrankten Dirk Jasmund. Große Vorgaben macht Trainer Stroetzel seinem Team bei der Ausgangslage nicht mehr. „Es ist ja klar, dass ich das Spiel gewinnen will. Ob es der Mannschaft hilft, dass sie jetzt keinen Druck mehr hat, werden wir am Sonntag sehen. Wir fahren den weiten Weg nach Bielefeld und wollen da einfach gut Fußball spielen.“

Drei Punkte müssen her
Der SuS Stadtlohn II hat im Kampf um den Erhalt der Bezirksliga an den letzten beiden Spieltagen der Saison 2016/17 zwei Endspiele vor der Brust. Im sonntäglichen Derby auf dem Kunstrasenplatz neben dem SuS-Klubheim am Losbergpark gegen den SV Gescher müssen drei Punkte her.

Nach 28 Spieltagen stehen die SuS-Fußballer aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber den Sportfreunden Merfeld auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. „Wir müssen die beiden letzten Saisonspiele gegen Gescher und in Borken gewinnen, das ist unser großes Bestreben“, sagt Trainer Franz-Josef Becking. „Wir werden alles daran setzen, das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen und hoffen dabei auf die Unterstützung durch die eigenen Fans. Wir wollen unseren Zuschauern auch in der nächsten Saison Bezirksligafußball bieten.“

 

Personell hat der SuS-Trainer keine Sorgen. Bis auf den gesperrten Lars Sparwel hat Becking alle Spieler im Kader. Verstärkt wird das Aufgebot durch Markus Krüchting aus der ersten Mannschaft und einigen Spielern der eigenen A-Jugend. Im Hinspiel gab es bei einem 0:0 nach 90 spannenden Minuten keinen Sieger. In der aktuellen Tabelle nehmen die Gescheraner Fußballer mit 38 Punkten den sechsten Platz ein. Für die Elf von Trainer Frank Schulz geht es daher an den verbleibenden zwei Spieltagen um nichts mehr. Vor einer Woche ist die Mannschaft im Heimspiel gegen Schlusslicht SuS Olfen nicht über ein 0:0 hinausgekommen.

 

SuS-Coach Becking schätzt den nächsten Gegner seiner Elf recht stark ein. „Der SV Gescher verfügt über eine spielerisch gute Mannschaft, die aber auch taktisch geschult ist.“ Der torgefährlichste Angreifer heißt Rene Böing, er hat es bis jetzt auf zehn Saisontreffer gebracht. „Wir wollen nicht auf den Gegner schauen, sondern unser Spiel von Beginn an durchziehen“, so der Stadtlohner Trainer weiter. „Man konnte während der Woche in den Trainingseinheiten bei den einzelnen SuS-Spielern die Anspannung merken. Die Mannschaft weiß genau, um was es geht und wird mit voller Konzentration die schwere Aufgabe gegen den SV Gescher angehen.“

 

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gegner:

Die zweite Mannschaft des Zweitligisten Arminia Bielefeld fungiert als U23 als Übergangsmannschaft zwischen Jugendbereich und Profifußball. Die größten Erfolge waren die Aufstiege in die Regionalliga in den Jahren 2004 und 2010. Großes Pech hatte das Team in der Spielzeit 2013/14, als man als Oberligameister nicht aufsteigen durfte, weil die eigene Profimannschaft über die Relegation in einem Herzschlagfinale gegen Darmstadt 98 den Gang in die Dritte Bundesliga antreten musste. Zwischen erster und zweiter Mannschaft eines Vereins müssen zwei Spielklassen liegen. Die vergangene Saison schloss die Arminia im gesicherten Mittefeld ab – auch weil man auswärts wenig erfolgreich war. Dass eine Reserve als „Ausbildungsbetrieb“ einer gewissen und logischen Fluktuation unterliegt, zeigte sich auch vor der laufenden Saison. Mit sieben externen und vier aus der eigenen U19 kommenden Neuzugängen startete die U23 unter Cheftrainer Daniel Scherning in die Vorbereitung. Die Zusammenstellung des Kaders erfolgte dabei auf Basis einer grundlegenden Analyse der Vorsaison. Wert legte man auch auf den Gewinn einiger erfahrener Kräfte mit Oberligaerfahrung wie Danilo de Souza (SV Lippstadt) oder Christopher Rump (FC Gütersloh).

Die Zielsetzung des Trainers für die neue Saison stand früh fest: „Wir wollen die Dominanz mancher Spiele aus der vergangenen Saison vermehrt in Punkte ummünzen und uns auf jeden Fall verbessern“, so Scherning. Dabei verzichtet der DSC in der laufenden Saison darauf, verstärkt Profis einzusetzen. Vor einem Jahr waren es noch fünf im Spiel am Losberg. Daniel Scherning ist mittlerweile nicht mehr Trainer der U23: Er folgte dem Ruf des SC Paderborn, wo er das Amt des Co-Trainers im Profiteam übernommen hat. Nachfolger ist Andre Kording, in Stadtlohn gewiss kein Unbekannter. Theoretisch ist die Arminia noch nicht gesichert, doch an einen Abstieg glaubt auf der Alm sicher niemand. Vielmehr liegt die Priorität am Sonntag sicher auf dem Finale der Bundesligamannschaft in Dresden. Aufgrund einer Belegung des Stadions Rußheide war eine Verlegung des Spiels vor diesem Hintergrund leider nicht möglich. Das Hinspiel als Nachholspiel im April endete torlos. In der Vorsaison siegte der SuS Stadtlohn zweimal knapp – und jeweils in letzter Minute.

Der DSC Arminia Bielefeld II in der Saison 2016/2017

Spielort: Bezirkssportanlage Rußheide, Mühlenstraße 121, 33607 Bielefeld
Platzierung im Vorjahr: Platz 10
Saisonziel: guter Mittelfeldplatz

Abgänge: Christopher Balkenhoff (SV Lippstadt 08), Nico Bartling, Jannis Wehmeier, Aytürk Akgül (beide SC Herford), Christian Will (SV Rödinghausen), Nico Schneck (Jahn Regensburg), Konstantinos Papadopoulos (Roland Beckum), Charalampos Prokopios Chantzopoulos (FC Gütersloh), Siyabend Akgül, Nujin Hassan (beide Ziel unbekannt).
Zugänge: Janik Brosch, Nino vom Hofe (beide SC Herford), Benedikt Pytlik (SV Rödinghausen), Noor Al-Tamemy (Lüneburger SK), Ahmet Aydincan (SC Paderborn 07 II), Christopher Rump (FC Gütersloh), Danilo Evangeliste de Souza (SV Lippstadt 08), Allan Firminia Dantas, Bastian Schreiber, Fynn Hagen Rausch-Bönki, Armend Salihi (alle eigene Jugend). 
Trainer: Andre Kording.

www.arminia-bielefeld.de