29. Spieltag: Erste bricht im letzten Heimspiel nach der Pause ein

Enttäuschung nach der Pause
Der SuS Stadtlohn hat nach guten ersten 45 Minuten und einer verdienten 1:0-Halbzeitführung das letzte Heimspiel in der Westfalenliga gegen den SV Rödinghausen durch eine schlechte Leistung im zweiten Abschnitt am Ende mit 1:3 verloren geben müssen.

Der scheidende Trainer Rob Reekers war enttäuscht. „Wir haben 45 Minuten gut gespielt und in der Abwehr nicht eine Chance für den Gegner zugelassen. Nach der Pause haben wir dann stark nachgelassen und schlecht agiert. Da hat bei den Spielern auch der letzte Wille gefehlt, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Damit kann ich nicht zufrieden sein.“

Der SuS erspielte sich in der ersten Hälfte leichte Vorteile und ging in der 17. Minute nicht unverdient in Führung. Ein langer Einwurf kam von der rechten Außenseite bis in den Strafraum auf den Kopf von Luca Ehler. Ehler verlängerte den Ball zu Torjäger Cihan Bolat, und der netzte aus kurzer Distanz frei vor dem Torhüter sicher ein. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause. Der zweite Abschnitt verlief dann aus Sicht des SuS Stadtlohn enttäuschend. Nach drei Minuten stellte Janis Büscher den Spielstand nach einem perfekt ausgeführten Konter auf 1:1. Danach hatten die Stadtlohner bei einem schnellen Vorstoß durch Stephan Hartmann noch eine gute Torchance. Hartmann lief allein aufs Tor zu und wurde dann gerade noch von einem Abwehrspieler gestoppt.

Ein berechtigter Foulelfmeter – Jannik Buning hatte im Strafraum den Fuß stehen lassen – brachte Rödinghausen durch Kevin Harder mit 2:1 in Führung. Gespielt waren 67 Minuten. Nico Kötter sorgte dann mit einem schnell ausgeführten Angriff für die Entscheidung (78.).

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Ausblick:

Zum ersten Mal stehen sich am 29. Spieltag der Westfalenliga der SuS Stadtlohn und der SV Rödinghausen II in Stadtlohn in einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Und er wird vorerst auch das letzte Mal sein. Was für den Kreis Ahaus einst die Textilindustrie war, ist im Kreis Herford bis heute die Küchenmöbel-Branche. Eine solche Firma, Küchen Häcker, sponsert seit einiger Zeit auch den SV Rödinghausen aus der Gemeinde bei Bünde. Der Überflieger-Klub, inzwischen in der Regionalliga West aktiv, hat seit 2016 seine Reserve in der Verbandsliga platziert, um einen adäquaten Unterbau zu haben.

In der abgelaufenen Saison war der SV II sehr stark gestartet, um am Ende ähnlich stark nachzulassen. Das fast typische Bild einer Reserve: spielstark mit wenig Konstanz und mit hoher Fluktuation. Auch in die aktuelle Spielzeit ging das Trainergespann Sebastian Block und Thomas Kleine mit der Vorgabe, einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Obligatorisch vollzog der Verein einen gewissen Umbruch. Neben den eigenen Talenten, die aus der U 19 aufrücken, ergänzten vier externe Zugänge den Kader der U 23, darunter ein Trio der abgemeldeten Reserve des Drittligisten VfL Osnabrück. Einige Stammspieler verließen den Verein, drei allein in Richtung Fichte Bielefeld.

Der Schwerpunkt wird natürlich anders gesetzt. „Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber vor allem die individuelle Förderung und die Integration der Nachwuchsspieler im Seniorenbereich stehen bei uns im Vordergrund", erklärte Trainer Block vor der Saison. Die nicht zuletzt aufgrund der Oberligaabsteiger sehr stark besetzte Westfalenliga sei eine „absolute Herausforderung für den jungen Kader“.

Zunächst konnte sich der SVR wie im Vorjahr gut in Szene setzen, mittlerweile steht der SVR im Mittelfeld der Tabelle – in direkter Nachbarschaft zum SuS mit gleicher Punktzahl und ausgeglichener Tordifferenz. Durch den Stadtlohner Rückzug ist der Abstieg aber wohl kein Thema mehr. Die Regionalligamannschaftwurde übrigens vom früheren SuS-Trainer Alfred Nijhuis trainiert. Mit diesem war der SuS Stadtlohn im Frühjahr 2014 in die Oberliga aufgestiegen. Im Frühjahr wurde Nijhuis entlassen, Reserve-Coach Block übernahm und führte den Regionalligisten in die DFB-Pokal-Hauptrunde 2018/19. Das Hinspiel ging an Stadtlohn, es war gleichzeitig der erste Auswärtssieg.

Der SV Rödinghausen II in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Kunstrasen am Häcker Wiehenstadion, Auf dem Drift 36, 32289 Rödinghausen
Platzierung im Vorjahr: Platz 9
Saisonziel: guter Mittefeldplatz

Torwart: Luca Beermann, Marvin Bobka, Niklas Groß, Jan Schönwälder.
Abwehr: Markus Bischoff, Ahmet Bulut, Tobias Guthardt, Kevin Harder, Rene Heitkamp, Maximilian Hippe, Koray Kacinoglu, Ihsan Kalkan, Nico Knystock, Lukas Kunze, Jonas Szymanski, Haktab Omar Traoré, Azur Velagic, Christian Will.
Mittelfeld: Allan Firmino Dantas, Jerome Haskamp, Ilias Illig, Niko Kleiber, Ben Klostermann, Nuri Konak, Nico Kötter, Fabian Kunze, Stefan Langemann, Justin-Marc Manske, Christian März, Adrian Mavretic, Nikola Milosevic , Robin Reimer, Nino Wemhöner.
Angriff: Arton Balja, Jonas Burke, Vitaliy Kulpa, Kelvin Lunga, Björn Schlottke, Christian Schmidt, Nico Tesch.
Trainer: Sebastian Block – Co-Trainer: Thomas Kleine – TW-Trainer: Pawel Zapala.

Zugänge: Jonas Burke, Arton Balja, Niklas Groß (alle VfL Osnabrück), Ahmet Bulut (VfB Fichte Bielefeld), Markus Bischoff, Lukas Kunze, Justin-Marc Manske, Jerome Haskamp, Nikola Milosevic (alle eigene Jugend) – im Winter: Bennett Heine (VfL Bückeburg).
Abgänge: Nils Radke, Marius Wilken (beide SC Melle 03), Finn-Tarik Bode (FC Kaunitz), Max Bachl-Staudinger (SC Spelle-Venhaus), Jannik Welkener, Patrick Ruske, Jan Menne (alle VfB Fichte Bielefeld),  Maximilian Schwier (TuS Tengern), Lannart Madroch (BSV Rehden)  - im Winter: Rilind Salihi (Eidinghausen).

www.svroedinghausen.de