28. Spieltag: Sören Stauder hält den Punkt im Gewitter über Spaxard fest

Stadtlohn punktet im Gewitter
Da war einiges los: Vom Westfalenliga-Gastspiel beim SV Spexard nahm der SuS Stadtlohn nach merkwürdigen 90 Minuten ein 2:2 mit und bleibt Tabellenzehnter. Nach Führung von Durim Feta geriet der SuS in Rückstand, schaffte durch Justus Jaegers den Ausgleich und wäre unter unwetterartigen Bedingungen beinahe noch als Verlierer vom Platz gegangen. Doch in der Schlussphase parierte Torwart Sören Stauder einen Foulelfmeter. „Es hat das ganze Spiel über stark geregnet, zum Teil gab es Hagel und Gewitter. Aber der Schiedsrichter hat einfach durchspielen lassen“, berichtet SuS-Trainer Rob Reekers.

 

Seine Mannschaft war nach 120 Minuten im Pokal am Donnerstag über der Erfrischung von oben nicht ganz unglücklich. Vom Spielverlauf her sei – trotz des späten und umstrittenen Elfmeters (85.) – ein Sieg drin gewesen. Nach dem ersten Pfostenschuss der Gastgeber durch Marco Gieseker (6.) ergaben sich bis zur Pause nur noch Chancen für den SuS. Durim Feta (20., 24.), Cihan Bolat (28.) sowie Niklas Hilgemann und Luca Ehler per Doppelchance (32.) ließen gute liegen, ehe Feta den Ball aus 30 Metern zum 1:0 in den Winkel jagte (43.). Doch die Gastgeber meldeten sich mit einem Doppelschlag in der zweiten Hälfte zurück. Jeweils verhinderte der SuS eine Hereingabe nicht, Jochen Timmerkamp (53.) und Nico Schürmann (58.) drehten das Spiel auf den Kopf.

Aber der SuS gab sich nicht auf, kam durch Justus Jaegers im zweiten Versuch nach Freistoß zum erneuten Ausgleich (65.). Die Riesenchance zum 3:2 ließ Bolat ungenutzt (68.), sodass der Strafstoß durch Steffen Brück beinahe zum Spexarder Sieg geführt hätte. Doch das wusste Sören Stauder zu verhindern.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Der SV Spexard ist der Verein aus Gütersloh, der im Schatten des „großen“ FC Gütersloh über Jahre eine starke Rolle auf hohem Amateurniveau spielt – und das bekanntlich mit überschaubaren Mitteln und wohltuend bescheiden. Insbesondere die gute Jugendarbeit ist die Basis dafür, schon so manches Spexarder Nachwuchsteam war auf Bezirks- und Landesliga-Niveau auch im Westmünsterland unterwegs. 2009 und 2015 stiegt der SV in die Westfalenliga auf. Die sogenannten „Spechte" überraschten in der Vorsaison mit Rang sieben in der Abschlusstabelle. Dennoch hielt der Verein demütig und bescheiden am Ziel Klassenerhalt für die laufende Saison fest.

Mit diesem Anspruch ging Trainer Olaf Sieweke, Nachfolger des zum Landesligisten SuS Bad Westernkotten abgewanderten Trainers Giovanni Taverna, in seine zweite Amtszeit nach 2006 bis 2011 beim SV Spexard: „Mit Herford, Delbrück, Vreden und den drei Oberligaabsteigern wollen schon sechs Mannschaften Meister werden. Allein das zeigt, wie schwer es sein wird, das Vorjahresergebnis zu wiederholen." Die Aufgabe nahm Sieweke mit einem kaum veränderten Aufgebot an. Trotzdem erschien diese zunächst kaum lösbar, Sieweke trat im September nach schwachem Saisonstart überraschend zurück. Martin Simov übernahm. Spexard war seinerzeit punktlos Tabellenletzter. Seitdem geht in Sachen Klassenerhalt kontinuierlich bergauf, gerade nach dem Winter setzte der SV zunächst zu einem Zwischenspurt an. Zuletzt stockte der Motor aber wieder. Mit einem Heimsieg könnte Spexard letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Das Saisonziel wäre damit vorzeitig erreicht.

Zuletzt trafen sich der SuS und der SV in der Westfalenligasaison 2011/12. Das Hinspiel gewann Spexard mit 1:0 – es war seinerzeit das erste Spiel unter Trainer Jörg Thor -, das Rückspiel ging mit 5:0 an Stadtlohn. Der bereits gerettete SuS verlor am letzten Spieltag 2:6 in Hiltrup, Spexard verlor 0:5 beim Rivalen Gütersloh. Wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber Hiltrup musste Spexard zurück in die Landesliga. Das Hinspiel in dieser Saison ging mit 3:1 an Stadtlohn.

Der SV Spexard in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Sportplatz Josefschule, Lukasstraße, 33332 Gütersloh
Platzierung im Vorjahr: Platz 7
Saisonziel: Klassenerhalt

Tor: Niklas Drücker, Jan-Hendrik Braend. 
Abwehr: 
Leon Dahlkämper, Jannik Wohlgemuth, Steffen Brück, Lukas Meiertoberens, Georg Westrup, Thomas Duhme, Ilja Nepke, Vincent Mahmed. 
Mittelfeld: 
Martin Aciz, Nils Röbling, Oguzhan Topalca, Kai Adrian, Nils Grollmann, Mats Drücker, Jochen Timmerkamp. 
Angriff: 
Nico Schürmann, Philip Kunde, Marco Gieseker, Justin Kemper, Robin Drücker.
Trainer: Martin Simov (seit September für Martin Sieweke) – Co-Trainer: Charbel Abdullahat  TW-Trainer: Andreas Jakobtorweihen.

Abgänge: Ivan Skara (SuS Bad Westernkotten), Stefan Forthaus (beruflich nach Cuxhaven), Henning Amshoff (Ziel unbekannt) - im Winter: Georg Westrup (Ravensberg), Stefan Forthaus (Harsefeld).
Zugänge: 
Nils Röbling (SC Verl II), Nico Schürmann (Delbrücker SC), Kai Adrian (eigene Reserve), Robin Drücker und Vensen Mahmed  (beide eigene Jugend).

www.svspexard.de