24. Spieltag: Erste verliert Spiel in Beckum in der ersten Hälfte

Stadtlohner finden zu spät zum Spiel
Eine magere Leistung in der ersten Halbzeit bescherte dem SuS Stadtlohn am Samstag eine 1:2-Niederlage im Westfalenliga-Gastspiel bei der SpVg Beckum. Die Steigerung in den zweiten 45 Minuten genügte nur noch für den Anschlusstreffer durch Tobias Preckel (87.). Dieser fiel bereits in Unterzahl, nachdem Kapitän Niklas Hilgemann Gelb-Rot gesehen hatte (80.).

Auf dem stumpfen Kunstrasen in Beckum fand sich der Tabellenzehnte aus Stadtlohn zunächst nicht gut zurecht. Zwar gehörten die ersten Chancen ihm, etwa ein Kopfball von Jonas Schäfer, der auf der Linie geklärt wurde (18.). Doch ab Mitte der ersten Hälfte übernahm die Heimelf zusehends das Kommando und kam zu Möglichkeiten.

Zwei davon nutzte Milad Ghafori mit einem Doppelschlag zum 2:0. In Minute 37 tauchte er frei im Zentrum auf und versenkte einen Rückpass von der Grundlinie. Keine zwei Minuten später erwischten ihn die Stadtlohner im Strafraum wieder nicht. Mit dem 2:0 ging es in die Kabinen und SuS-Trainer Rob Reekers brachte mit Durim Feta und Milan Tendahl für Jens Büsker und Patryk Niedzicki zwei frische Kräfte. Die Umstellung auf ein 4-4-2-System machte sich danach positiv bemerkbar.

Defensiv stand der SuS besser und spielte auch oft gefällig nach vorne. Doch brandgefährliche Abschlüsse gab es kaum einmal. Nachdem Stauder im Duell mit Ghafori noch das 3:0 verhindert hatte (78.), geriet der SuS nach Gelb-Rot gegen Niklas Hilgemann in Unterzahl. Dennoch gelang Tobias Preckel nach Doppelpass mit Nicolas Ostenkötter der Anschluss. In den Schlussminuten versuchte Stadtlohn noch mal alles – aber vergeblich.

„Wir haben das Spiel heute in der ersten Halbzeit verloren“, hielt Reekers fest. „Das 1:2 haben wir dann etwas zu spät gemacht, um den Gegner wirklich zum Wackeln zu bringen.“

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

SuS zu Gast im Tabellenkeller
Schon am Samstag treten die Stadtlohner bei der SpVg Beckum an. Seine Startelf wird Trainer Reekers auch wegen einer umstrittenen Sperre verändern. Der Punktgewinn in der Nachspielzeit gegen Preußen Münster II am vergangenen Spieltag hat dem SuS Stadtlohn nach dem Pokalsieg gegen Vreden zusätzliches Selbstvertrauen verschafft. Dieses wollen die Stadtlohner nun mit ins Westfalenliga-Gastspiel bei der SpVg Beckum nehmen, das wegen des Revierderbys in der Bundesliga bereits am Samstag um 17 Uhr angepfiffen wird.

Aufsteiger Beckum hat die Hinserie auf dem vorletzten Platz abgeschlossen und sich mittlerweile aus der Abstiegszone herausgearbeitet. Allerdings trennt die SpVg mit 23 Punkten aktuell nur das Torverhältnis von der Gefahrenzone. Der SuS steht mit 31 Punkten auf Rang zehn und hofft, den Abstand auf den Gegner zumindest halten zu können.

 „Das wird ein ganz anderes Spiel als letzte Woche gegen Münster“, sagt SuS-Trainer Rob Reekers. Das Körperliche stehe bei den Beckumern deutlich vor dem Spielerischen. „Darauf müssen wir gefasst sein und über die Zweikämpfe zu unserem Spiel finden.“ Im Hinspiel war der SuS fußballerisch überlegen, musste sich nach zwei Führungen aber mit einem 2:2 zufriedengeben.

Besser konnten die Stadtlohner mit dem Remis letzte Woche gegen den Tabellenzweiten aus Münster leben. Im Vergleich dazu wird Reekers seine Startelf aber umstellen müssen. Maximilian Rhein sah eine umstrittene Rote Karte. Für ihn war es bereits die zweite der Saison und derzeit beschäftigt sich das Verbandssportgericht mit dem Fall. Der SuS hat seine Stellungnahme umgehend abgegeben, am Samstag wird Rhein aber sicher fehlen. In die Startformation kehrt Torwart Sören Stauder zurück, den zuletzt Marvin Langer vertreten hatte, genauso wie Innenverteidiger Bas Reekers. Justus Jaegers soll wieder im Kader stehen, „aber nur im absoluten Notfall zum Einsatz kommen“, sagt Rob Reekers.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Die Spielvereinigung ist die Traditionsmannschaft aus Beckum. Die Blau-Weißen wurden 1955 und 1956 Westfalenmeister und kickten von 1989 bis 2001 in der Oberliga Westfalen. Dort und in der Verbandsliga kreuzten der SuS Stadtlohn und die SpVg häufiger ihre Klingen, wenn es um Punkte ging. Der größte Vereinserfolg war der Erstrundensieg im DFB-Pokal 1993 über den Bundesligisten 1. FC Köln. 2001 wurde der Verein dann insolvent, es folgte ein Neubeginn in der Kreisliga B. Ein steiler Aufstieg bis in die Westfalenliga zurück schloss sich an. Die „Zementstädter" tragen ihre Heimspiele in der „Römer-Kampfbahn" aus, einem früheren Kalksteinbruch der gleichnamigen Zementwerke.

In der Vorsaison gelang den Blau-Weißen der glatte Durchmarsch. Als Aufsteiger in die Landesliga verließ man diese als souveräner Meister gleich nach oben. Damit ist man in die Westfalenliga zurückgekehrt. Trainer Markus Klingen hatte nach dem Abstieg in die Bezirksliga 2015 ein neues Fundament aufgebaut und dieses stetig weiter gestärkt. Auch zur neuen Saison hielt sich die Fluktuation in Grenzen. Neben wenigen oberligaerfahrenen und einigen Nachwuchsspielern erweist sich die Verpflichtung von Oliver Cylkowksi (Birmingham Hammers/SpVgg Wesselling) als Glücksgriff. Der Torjäger hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die SpVg eine ordentliche Hinserie spielte, nun aber auf dem ersten Nichtabstiegsrang rangiert.

Trainer Markus Klingen hielt sich vor der Saison bedeckt. „Es gibt von mir wieder kein vorrangiges Ziel. Wir wollen unser System durchsetzen und damit die Erfolge erzielen“, so Klingen. Mit den Zugängen erhofften sich die Beckumer mehr Flexibilität und haben jede Planstelle doppelt besetzt. Weiter: „Wir haben in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen damit gemacht, immer wieder junge Leute zu bringen. Das sind gute Spieler mit guten Veranlagungen“, lobt Klingen die jungen Spieler. Der ordentliche Auftakt gibt dem Coach bisher Recht. Wie schwer der Gegner zu spielen ist, das erfuhr der SuS im Hinspiel beim 2:2. In der vergangenen Woche holte Beckum ein Remis im Derby beim SC Roland.

Die SpVg Beckum in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Römer-Kampfbahn, Vorhelmer Straße 73, 59269 Beckum
Platzierung im Vorjahr: Meister der Landesliga 4
Saisonziel: Klassenerhalt

Zugänge: Yasin Acar (Hammer SpVg), Marc Pape (SC Verl U19), Marvin Buchta (Westfalia Rhynern), Burak Karali (TSC Hamm), Mücahit Tunc (vereinslos), Oliver Cylkowksi (Birmingham Hammers/SpVgg Wesselling), Berkay Sahin, Lukas Giesler, Kemal Ustaoglu, Nico Hammelmann (alle eigene Jugend) – im Winter: im Winter: Ilke Norman Alphan, Berke Noyan Alphan (beide TSC Eintracht Dortmund)..
Abgänge:
 Sascha Grasteit (SV 1947 Hilbeck), Georgios Gkikas (Wiescherhöfen).
Trainer:
 Markus Klingen – Co-Trainer: Ousseni Labo.

www.beckumersv.de