23. Spieltag: Erste belohnt sich nach Energieleistung mit spätem Ausgleich gegen den Zweiten

SuS punktet kurios
Nach fünf Niederlagen hat der SuS Stadtlohn mal wieder einen Punkt geholt. Und das Remis gegen Münster II kam auf kuriose Weise zustande. Mit einer Willensleistung ergatterte der SuS Stadtlohn im Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenzweiten der Westfalenliga, Preußen Münster II, einen Punkt. Den Treffer zum 1:1-Endstand erzielte Jonas Schäfer erst in der achten Minute der Nachspielzeit.

Insgesamt neun Minuten ließ Schiedsrichter Philipp Werner im Hülsta-Sportpark nachspielen, weil er die Partie wegen eines tiefen Lochs im Rasen in der 64. Minute unterbrochen hatte, bis Ersatztorhüter Sören Stauder den Platzfehler behoben hatte – noch bevor der Platzwart mit seinem Trecker unter dem Applaus der Zuschauer aufs Spielfeld kam. Und diese neun Minuten Nachspielzeit hatten es noch mal in sich. Eigentlich plätscherte die Partie ihrem Ende und dem Sieg der Preußen entgegen. Doch ein Ruck ging durchs Stadtlohner Team, als Maximilian Rhein nach einer Grätsche an der Außenlinie die Rote Karte gesehen hatte – aus SuS-Sicht unberechtigt, weil er auch den Ball gespielt hatte.

Diesen Ärger münzten die Stadtlohner in eine Schlussoffensive um, die Jonas Schäfer im Strafraumgewühl nach einer Ecke mit dem Ausgleich krönte. „Wirklich toll, dass die Jungs sich nach diesem anstrengenden Spiel noch belohnt haben“, lobte Trainer Rob Reekers nach dem Schlusspfiff.

Seine Mannschaft hatte sich – gerade im Vergleich zu den vergangenen Ligaspielen – sehr ordentlich präsentiert gegen spielerisch überlegene Münsteraner. Die hatten nach einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Münster am Samstag gleich die erste Chance durch Timon Schmitz, doch Torwart Marvin Langer parierte. Auf der anderen Seite rettete nach Kopfball von Cihan Bolat der Pfosten (3.). An diesen lenkte wiederum Langer den Ball nach einem Abschluss von Fabian Kerelaj (9.). Bis zur Pause verzeichnete der SuS noch drei gute Möglichkeiten: Bolats Schuss wurde gehalten (13.), Jens Büsker schoss aus guter Position drüber (13.) und Luca Ehlers Versuch landete am Außennetz (45.).

Das Tor trafen dann die Gäste kurz nach Wiederanpfiff. Ex-Profi Mehmet Kara dribbelte sich durch die halbe SuS-Defensive und sein abgefälschter Schuss landete im langen Eck (47.). In der Folge gab es auf beiden Seiten kaum noch gute Einschussmöglichkeiten. Die Gäste verteidigten ihren Vorsprung energisch, dem SuS fiel offensiv nicht allzu viel ein. Die beste Chance bot sich Tobias Preckel, dessen Flanke sich an den Querbalken senkte (87.). Für die Entscheidung hätte drei Minuten später Nicolas Kriwet sorgen können, doch er schoss frei aus fünf Metern drüber. So freute sich der SuS am Ende über den ersten Punkt nach zuvor fünf Niederlagen.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

SuS fordert Preußen II
Nach dem Einzug ins Kreispokalendspiel geht es für die SuS-Fußballer am Sonntag in der Meisterschaft gegen Preußen Münster II weiter. Gegen den Bezirksligisten Vorwärts Epe spielt der SuS am Donnerstag, 10. Mai, im Kreispokalfinale um den Titel. Der Austragungsort steht zurzeit noch nicht fest. „So ein Pokalhalfinale ist immer ein zusätzliches Highlight in der Saison“, weiß SuS-Trainer Rob Reekers. „Gegen die SpVgg Vreden war die gesamte Mannschaft noch einmal top motiviert und hat alles dafür getan, um das Pokalendspiel zu erreichen. Gerade die jungen Spieler und die aus der A-Jugend haben sich voll reingehangen und richtig Gas gegeben.“

 

Der nächste Gegner in der Westfalenliga heißt am Sonntag um 15 Uhr im Hülsta-Sportpark Preußen Münster II. Im Hinspiel gab es keinen Sieger, die Partie endete 0:0-Unentschieden. Inzwischen haben sich die Gäste mit ihrem Trainer Sören Weinfurtner auf den zweiten Rang der Tabelle nach vorn gearbeitet. Der Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck beträgt aber schon sieben Punkte.

Der SuS Stadtlohn hat in der laufenden Serie eine längere Durststrecke nicht vermeiden können. Nach fünf Siegen in Folge musste die Mannschaft zuletzt fünf Niederlagen hintereinander einstecken und ist nach dem 0:3 beim SV Schermbeck als Neunter in die Spielpause über Ostern gegangen.

Für Rob Reekers war das Auswärtsspiel in der Hinrunde bei der Reserve der Preußen in Münster die zweite Partie als Trainer des SuS Stadtlohn. „Münster hat eine ganz junge und gut ausgebildete Mannschaft. Das war spielerisch der stärkste Gegner, gegen den wir in der Westfalenliga angetreten sind“, zollt Reekers den Gästen Respekt.

Seine Spieler haben aber noch die 90 Pokal-Minuten gegen die SpVgg Vreden in den Beinen. „Da müssen wir im Training sehen, dass sich unsere Fußballer bis zum Sonntag wieder gut regenerieren können.“ Nach fünf Niederlagen wünscht sich Reekers etwa Zählbares. „So ein Pokalerfolg setzt Kräfte frei und gibt zusätzliches Selbstvertrauen.“ Personell hat sich beim SuS nicht viel geändert. Jannik Buning, Hendrik Deitert und Justus Jaegers fallen weiter aus.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Die Heimspiele gegen die beiden Reservemannschaften der Westfalenliga 1 stehen für den SuS Stadtlohn noch aus. Den Auftakt macht am 23. Spieltag die Partie gegen den SC Preußen Münster II. Der Werdegang der Preußen-U23 spiegelt ein wenig die jüngere Vereinsgeschichte wider. In der Zeit nach dem Zweitliga-Abstieg Münsters 1991 dümpelten die Reserve-Adler in der Kreisliga herum. Inzwischen spielt der SCP bekanntlich wieder im Profifußball mit und baute die „Zweite" zum Verbandsliga-Talentepool aus.

Dass die junge Drittligareserve gut Fußball spielen kann, das hat der SuS Stadtlohn auch schon in gemeinsamen Westfalenligazeiten erfahren. Nun wollen die jungen Adler den nächsten Schritt machen, das Wort Aufstieg ist nicht mehr „verboten“. Grund zu diesem Optimismus gab Trainer Sören Weinfurter auch der Umstand, dass in diesem Sommer der fast schon obligatorische Umbruch ausgeblieben ist. Verschmerzen musste Preußen II sicher den Abgang des Torjägers Daniel Mladenovic zum Oberligisten Eintracht Rheine. In dessen Fußstapfen tritt allerdings immer mehr Luca Steinfeldt. Der Westfalenliga-Toptorjäger ist auf dem Sprung zu den Profis. Neben dem eigenen Nachwuchs aus der A-Junioren-Bundesliga erhöht mit Marius Mause (VfL Osnabrück II), Andre Born (Hammer SpVg) und vor allem Ex-Profi Mehmet Kara (eigene Erste) ein Trio die Qualität in der Breite in allen Mannschaftsteilen. Ebenso wie punktuelle Profiverstärkungen.

Weinfurter erwartete vor der Saison in der „stärksten Westfalenliga der vergangenen Jahr“ ein „hartes Stück Arbeit“. Das junge Team nimmt die Aufgabe stark an. Insbesondere die Defensive ist enorm stabil. Die sonst so bekannte Wankelmütigkeit gehört der Vergangenheit an. Hinter Spitzenreiter Gievenbeck hat sich Münster II mittlerweile auf Platz zwei gefestigt. Und durch die neuen Optionen, dass der Vizemeister über die Relegation oder sogar direkt in die Oberliga aufsteigen kann, wird die Motivation weiter steigen.

Für Stadtlohn war Münster II in jüngerer Vergangenheit gewiss kein Lieblingsgegner. Keines der neun letzten Duelle konnte siegreich gestaltet werden. Gerade auswärts hingen für den SuS die Trauben meist hoch  - im Hinspiel verdiente sich Stadtlohn ein Remis. In Münster gab es auch beim letzten Vergleich in Stadtlohns Aufstiegssaison 2013/14 ein halbes Dutzend – seinerzeit war der SuS aber auch gerade aufgestiegen. Das Hinspiel endete damals 1:1.

Der SC Preußen Münster II in der Saison 2017/2018
Spielstätte:
 AGRAVIS-Jugendstadion (Kunstrasen), Am Berg Fidel 51, 48153 Münster
Platzierung im Vorjahr: Platz 5
Saisonziel: oben angreifen

Torhüter: Marko Dedovic (27), Stephan Tantow (33).
Abwehr: Frederic Böhmer (5), Jannik Borgmann (21), Leonel Salvador Brodersen (19), Marius Mause (14), Dominik Voß (2), David Zwick (3).
Mittelfeld: Samy Benmbarek (8), Ismail Budak (20), Nils Burchardt (6), Mehmet Kara (12), Fabian Kerelaj (15), Nicolas Kriwet (7), Julian Sammerl (11), Timon Schmitz (17), Sören Wald (22).
Angriff: Andre Born (18), Ali Ibraim (9), Luca Steinfeldt (10).
Trainer: Sören Weinfurtner – Co-Trainer: Kieran Schulze-Marmeling – Athletiktrainer: Tim Geidies.

www.scpreussen-muenster.de