2. Spieltag: Erste erkämpft sich in Unterzahl den ersten Dreier

Zehn SuSler fahren den Dreier ein
Mit großem Willen hat der SuS Stadtlohn am Sonntag seine ersten Landesliga-Punkte der Saison eingefahren. Nach Gelb-Roter Karte gegen Lars Sparwel (43.) agierte der SuS in Unterzahl, ließ sich davon im zweiten Durchgang aber nicht beirren und besiegte die SG Bockum-Hövel mit 2:0.

Lange ließen die Stadtlohner ihre Gäste und das Schiedsrichtergespann nach der Halbzeitpause warten, ehe sie zurück auf den Rasen kamen. Offenbar hatte Trainer Manfred Ostendorf in der Kabine Redebedarf, immerhin musste sein Team nach dem Platzverweis zu zehnt weitermachen. Doch von der Unterzahl war im zweiten Durchgang kaum etwas zu sehen. Bis auf eine Rettungsaktion von Henning Mört, die beinahe im eigenen Tor landete (81.), kamen die Gäste zu keiner klaren Torchance mehr. Der SuS agierte zwar defensiv, setzte aber immer wieder Nadelstiche nach vorn. Nach einer Chance von Milan Tendahl kam in Minute 58 Niclas Dormayer im Strafraum zu Fall und alle SuSler forderten einen Strafstoß. Nicht die einzige merkwürdige Schiedsrichterentscheidung an diesem Tag zu ungunsten der Gastgeber. Der Pfiff blieb aus, das Spiel lief weiter. Über außen stieß erneut Tendahl zur Grundlinie, flankte ins Zentrum, wo Mario Thentie frei zum Abschluss kam und das 1:0 markierte.

Mit der Führung und dem Publikum im Rücken warfen sich die SuSler jetzt erst recht in jeden Zweikampf und ließen die insgesamt harmlosen Gäste verzweifeln. Der drei Punkte sicher sein durfte sich der SuS aber erst in der 90. Minute. Nach einem krassen Fehlpass der Gäste auf den eingewechselten Maximilian Rhein behielt dieser die Übersicht, passte zum mitgelaufenen Tobias Preckel, der zum 2:0 einschob. Weit weniger war im ersten Durchgang vor beiden Toren los gewesen. Beiden Teams fehlte im Spiel nach vorn die Struktur, sodass zwei Freistöße der Gäste durch Mike Kaczor die einzigen guten Chancen blieben (39., 44.).

Mit dem Spielausgang war SuS-Coach Ostendorf natürlich absolut glücklich: „Aufgrund der Art und Weise, wie meine Mannschaft sich hier bis zum Ende aufgeopfert hat, war der Sieg verdient. Mich freut besonders, dass die Jungs jetzt gesehen haben, dass in dieser Liga für sie was möglich ist.“

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Ausblick:

Sein erstes Heimspiel nach dem Abstieg in die Landesliga bestreitet der SuS Stadtlohn am Sonntag. Im hülsta-Sportpark stellt sich ab 15 Uhr mit der SG Bockum-Hövel ein weiterer Aufsteiger vor. Bereits zum Ligastart vergangene Woche lieferte sich der SuS ein Duell mit einem Liga-Neuling. Mit 1:3 unterlagen die Stadtlohner beim VfB Hüls und verloren zudem Hendrik Deitert, der die Rote Karte wegen Beleidigung sah. Diese Szene zeigte ein Stück weit die Unerfahrenheit des SuS-Teams.

Die Cleverness in solchen Momenten, die Trainer Manfred Ostendorf bei seiner jungen Mannschaft vermisste, dürfte sich nicht von heute auf morgen antrainieren lassen. „Das ist natürlich ein langer Prozess. Kurzfristig arbeiten wir daran, im Mittelfeld und in der Abwehr stabiler zu werden, das ist das A und O und hat im ersten Spiel ganz gut geklappt.“ Gut gefiel dem Trainer beim ersten Ligaspiel, dass die Stadtlohner mutig aufgetreten sind und den Weg zum Tor gesucht haben. „Das wollen wir mit Unterstützung unserer Zuschauer auch im ersten Heimspiel zeigen, bei aller nötigen Vorsicht.“

In der Mannschaft herrsche eine gewisse Euphorie vor dem ersten Heimauftritt, der trotz des schwierigen Rasenzustands im Stadion stattfinden kann. Das SuS-Team habe gut trainiert und die Stimmung sei weiterhin bestens. Was genau die Stadtlohner von den Gästen zu erwarten haben, ist schwierig zu sagen. Immerhin ist das Duell am Sonntag das erste Aufeinandertreffen mit dem 2013 gegründeten Fusionsklub. „Ich habe gehört, dass sie eine solide Mannschaft haben, die aus einer gesicherten Abwehr heraus spielt“, so Ostendorf. Dennoch gingen auch die Gäste im ersten Saisonspiel leer aus. Mit 1:2 unterlagen sie dem BSV Roxel.

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Mit der SG Bockum-Hövel begrüßen wir am zweiten Spieltag einen Premierengast am Losberg. Die SG ist erst vor fünf Jahren aus der Fusion des Spielverein Arminia (SVA) Bockum/Hövel 20/37, der Sportfreunde Beckum und des FC Westfalia Hövel entstanden. Mit Abstand erfolgreichster Fusionspartner war der SV Arminia, der viele Jahre in der Landes- und sogar Verbandsliga gespielt hat – im Sommer 2013 aber in die Bezirksliga abgestiegen war. Bekanntester Sprössling des SVA ist übrigens Bernard Dietz. Im Adolf-Brühl-Stadion des SVA trägt auch die SG ihre Heimspiele aus.

Trainiert wird der Aufsteiger von David Schmidt, erst 29 Jahre alt. Dieser kann in der Landesliga nahezu auf den gesamten Aufstiegskader bauen. Die wenigen Abgänge werden durch ebenso wenige Zugänge kompensiert. Besonderes Augenmerk beim Aufsteiger verdient Dominik Orlowski, der in der Aufstiegssaison allein 21 Mal erfolgreich war. Den Abgang von Carsten Edelkötter (17 Tore) hofft der Coach durch die Verpflichtung von Nika Amoev (Westfalia Rhynern II) und Adem Burnic (SVE Heessen) auffangen zu können.

Aufgrund der Tatsache, dass die SG fast den gesamten Stamm gehalten hat und starke Neuverpflichtungen getätigt hat, zeigt sich Schmidt zuversichtlich, dass sein Team auch in der neuen Umgebung eine gute Rolle spielen wird. „Ich denke, wir haben die Qualität angehoben in der Truppe“, sagt Schmidt. „Daher glaube ich nicht, dass wir etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden – vorausgesetzt, wir gehen an die Leistungsgrenze.“ Lieber wäre dieser übrigens mit seinem Team in der Landesliga 3 mit weiteren Hammer Vereinen angetreten, doch der Antrag an den Verband hatte keinen Erfolg.

Zum Auftakt gab es eine 1:2-Heimniederlage gegen den BSV Roxel, im Westfalenpokal gewann die SG knapp mit 1:0 beim Bezirksligisten Preußen Lengerich.

Die SG Bockum-Hövel in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte:
Adolf-Brühl-Stadion, Römerstraße 2, 59075 Hamm
Vorjahresplatzierung: Meister der Bezirksliga 7
Saisonziel: frühzeitiger Klassenerhalt

Torwart: Thomas Bernhard Goeke, Tobias Krakor, Simon Mühlbrandt.
Abwehr: Mike Kaczor, Matthias Köhnke, Rafael-Miguel Lopez-Zapata, Salih Partlak, Yannick Schäper, David Schmidt, Lucian Thurn, Marc-Andre Wohlrath.
Mittelfeld: Elyas Baydemir, Adem Burnic, Semir Burnic, Steven Farchmin, Semih Karaca, Michael Krahn, Markus Maier, Damian Manka, Dominik Orlowski, Matthäus Paracz, Jannis Vertgewall,
Angriff: Nika Amoev, Fabian Düser, Samet Sahin, Simon Schroth.
Trainer: David Schmidt.

Zugänge: Adem Burnic, Semir Burnic (beide DJK SVE Heessen), Yannick Schäper (SG Bockum-Hövel II), Nika Amoev, Rafael-Miguel Lopez-Zapata (beide SV Westfalia Rhynern II), Tobias Krakor (Hammer SpVg II), Semih Karaca (Türkischer SC Hamm) .
Abgänge: Carsten Edelkötter, Berke Karakaya (beide Ziel unbekannt), Matthias Böings (SG Bockum-Hövel II), Muhammet Harsit (Türkischer SC Hamm).

www.jsg.bockum-hoevel.de