17. Spieltag: SuS überwintert nach Siegtor in der Nachspielzeit auf Nichtabstiegsplatz

SuS-Extase in der Nachspielzeit
Was für ein Schlussakkord beim SuS Stadtlohn: Im Keller-Krimi bei der SG Bockum-Hövel markierte Niclas Dormayer erst in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:2-Sieg. „Dass wir jetzt auf einem Nicht-Abstiegsplatz überwintern, freut mich ungemein für die Mannschaft“, so Trainer Manfred Ostendorf nach einer intensiven Partie.

Ersatzspieler, Team-Offizielle und mitgereiste Zuschauer – alle stürmten sie in der zweiten Minute der Nachspielzeit jubelnd den Platz. Soeben hatte Niclas Dormayer nach schöner Vorarbeit von Milan Tendahl aus vollem Lauf zum 3:2 für die Stadtlohner getroffen. Damit war die Partie gewonnen und die Last der letzten Wochen im Abstiegskampf fiel den Stadtlohnern von den Schultern.

Vorher waren die Gäste fast schon verzweifelt, weil sie beste Chancen zum 3:2 nicht genutzt hatten. Weder Daniel Diekenbrock, noch Jens Büsker oder Mustafa Kaya brachten den Ball frei vor dem Tor im Netz unter. „In der zweiten Halbzeit hatte Bockum-Hövel nur eine echte Chance. Wir haben bis zum Ende an uns geglaubt und uns zum Glück noch belohnt“, lobte Ostendorf.

Für seine Mannschaft hatte die Partie optimal begonnen. Jens Büsker traf aus 20 Metern den Pfosten, Dormayer stand richtig und traf zum 1:0 für den SuS (4.). Scheinbar hatte Stadtlohn das Spiel danach im Griff, doch die Heimelf drehte den Spielstand. Nach Handspiel von Hendrik Deitert traf Semir Burnic per Strafstoß zum 1:1 (18.), nur vier Minuten später stimmte nach einer Ecke die Zuteilung nicht, Nils Grothe brachte die Gastgeber in Front und die hätten sogar das 3:1 erzielen können. Der SuS steigerte sich aber wieder und schaffte durch Mario Thentie den Ausgleich (36.). Nach einer Ecke köpfte er den Ball in den Winkel und ebnete damit den Weg für eine spannende zweite Halbzeit, die aus SuS-Sicht ein perfektes Ende nahm.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Purer Abstiegskampf für den SuS
Zum Jahresabschluss geht es noch einmal richtig zur Sache für den SuS Stadtlohn. Beim Landesliga-Schlusslicht SG Bockum-Hövel erwartet die Stadtlohner als Drittletzter der pure Abstiegskampf. „Der Mannschaft würde ich einen positiven Abschluss gönnen, damit sie etwas entspannter in die Winterpause gehen kann“, sagt SuS-Trainer Manfred Ostendorf.

Der Trainer stellt aber klar, dass sein Team dafür noch mal alles aus sich rausholen, den Fight gegen körperlich robuste Gastgeber annehmen muss. „Die Körpersprache und die Einstellung müssen natürlich stimmen, so wie letzte Woche gegen Hüls. Darüber hinaus müssen wir diesmal aber auch die entscheidenden Momente für uns nutzen“, sagt Manfred Ostendorf.

Das gelang seiner Elf im Hinspiel gegen Bockum-Hövel mit einem 2:0-Sieg. Diese Partie, sagt Ostendorf, wolle er aber genauso wenig als Maßstab nehmen wie die Ausbeute der Gäste von erst acht Punkten. Denn immerhin besiegte Bockum-Hövel zu Hause Tabellenführer Nottuln und den Vierten aus Kinderhaus. Dennoch zeigen bislang 41 Gegentreffer, wo die Heimelf verwundbar ist.

Doch das mit dem Toreschießen war bei den Stadtlohnern in der bisherigen Saison so eine Sache. 13 Treffer bedeuten den schwächsten Wert der Liga. Auch das vergangene Heimspiel gegen den VfB Hüls (0:0) zeigte einmal mehr, wie schwer es dem SuS fällt, sich Chancen herauszuspielen. So zählt für Trainer Ostendorf auch an diesem Sonntag die Prämisse, ohne Gegentreffer zu bleiben, um dann eventuell selbst zuzuschlagen.

Das Stadtlohner Team muss dabei auf Außenspieler Tobias Preckel verzichten, der gegen Hüls seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat. „Ansonsten steht uns der gleiche Kader wie letzte Woche zur Verfügung“, so Ostendorf.

 

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde steht für den SuS Stadtlohn die Reise zum aktuellen Schlusslicht SG Bockum-Hövel an. Das nächste klassische Sechs-Punkte-Spiel im Landesliga-Existenzkampf. Die SG ist erst vor fünf Jahren aus der Fusion des Spielverein Arminia (SVA) Bockum/Hövel 20/37, der Sportfreunde Beckum und des FC Westfalia Hövel entstanden. Mit Abstand erfolgreichster Fusionspartner war der SV Arminia, der viele Jahre in der Landes- und sogar Verbandsliga gespielt hat – im Sommer 2013 aber in die Bezirksliga abgestiegen war. Bekanntester Sprössling des SVA ist übrigens Bernard Dietz. Im Adolf-Brühl-Stadion des SVA trägt auch die SG ihre Heimspiele auf Kunstrasen aus.

Trainiert wird der Aufsteiger von David Schmidt, erst 29 Jahre alt. Dieser kann in der Landesliga nahezu auf den gesamten Aufstiegskader bauen. Die wenigen Abgänge werden durch ebenso wenige Zugänge kompensiert. Besonderes Augenmerk beim Aufsteiger verdient Dominik Orlowski, der in der Aufstiegssaison allein 21 Mal erfolgreich war. Den Abgang von Carsten Edelkötter (17 Tore) hoffte der Coach durch die Verpflichtung von Nika Amoev (Westfalia Rhynern II) und Adem Burnic (SVE Heessen) auffangen zu können.

Aufgrund der Konstanz im Kader zeigte sich Schmidt vor der Saison zuversichtlich, dass sein Team auch in der neuen Umgebung eine gute Rolle spielen wird. „Ich denke, wir haben die Qualität angehoben in der Truppe“, sagt Schmidt. „Daher glaube ich nicht, dass wir etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden – vorausgesetzt, wir gehen an die Leistungsgrenze.“ Nach Abschluss der Hinserie steht auf Basis dieser Aussage allerdings die Erkenntnis, dass die Leistungsgrenze scheinbar nicht oft gefunden wurde. Mit nur acht Punkten ziert der Aufsteiger den letzten Platz, auch die bittere Niederlage zum Rückrundenstart gegen Roxel wird dem Selbstvertrauen sicher nicht förderlich gewesen sein. Aber: Die SG hat auch immer wieder positive Akzente gesetzt – so zuletzt mit einem Heimsieg gegen ein starkes  Kinderhaus. Und auch gegen Tabellenführer Nottuln gewann der Fusionsclub mit 1:0.

Insbesondere in der Defensive ist die SG nicht sattelfest genug, beim SuS drückt bekanntlich eher offensiv der Schuh. Fakt ist: Der Verlierer dieser Partie geht ganz schweren Zeiten entgegen. Der SuS sollte sich an die Hinserie erinnern, als er in Unterzahl einen 2:0-Heimerfolg einfahren konnte.

 

Die SG Bockum-Hövel in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte:
Adolf-Brühl-Stadion, Römerstraße 2, 59075 Hamm
Vorjahresplatzierung: Meister der Bezirksliga 7
Saisonziel: frühzeitiger Klassenerhalt

Torwart: Thomas Bernhard Goeke, Tobias Krakor, Simon Mühlbrandt.
Abwehr: Mike Kaczor, Matthias Köhnke, Rafael-Miguel Lopez-Zapata, Salih Partlak, Yannick Schäper, David Schmidt, Lucian Thurn, Marc-Andre Wohlrath.
Mittelfeld: Elyas Baydemir, Adem Burnic, Semir Burnic, Steven Farchmin, Semih Karaca, Michael Krahn, Markus Maier, Damian Manka, Dominik Orlowski, Matthäus Paracz, Jannis Vertgewall,
Angriff: Nika Amoev, Fabian Düser, Samet Sahin, Simon Schroth.
Trainer: David Schmidt.

Zugänge: Adem Burnic, Semir Burnic (beide DJK SVE Heessen), Yannick Schäper (SG Bockum-Hövel II), Nika Amoev, Rafael-Miguel Lopez-Zapata (beide SV Westfalia Rhynern II), Tobias Krakor (Hammer SpVg II), Semih Karaca (Türkischer SC Hamm) .
Abgänge: Carsten Edelkötter, Berke Karakaya (beide Ziel unbekannt), Matthias Böings (SG Bockum-Hövel II), Muhammet Harsit (Türkischer SC Hamm).

www.jsg.bockum-hoevel.de

Das Hinspiel:

 

Zehn SuSler fahren den Dreier ein
Mit großem Willen hat der SuS Stadtlohn am Sonntag seine ersten Landesliga-Punkte der Saison eingefahren. Nach Gelb-Roter Karte gegen Lars Sparwel (43.) agierte der SuS in Unterzahl, ließ sich davon im zweiten Durchgang aber nicht beirren und besiegte die SG Bockum-Hövel mit 2:0.

Lange ließen die Stadtlohner ihre Gäste und das Schiedsrichtergespann nach der Halbzeitpause warten, ehe sie zurück auf den Rasen kamen. Offenbar hatte Trainer Manfred Ostendorf in der Kabine Redebedarf, immerhin musste sein Team nach dem Platzverweis zu zehnt weitermachen. Doch von der Unterzahl war im zweiten Durchgang kaum etwas zu sehen. Bis auf eine Rettungsaktion von Henning Mört, die beinahe im eigenen Tor landete (81.), kamen die Gäste zu keiner klaren Torchance mehr. Der SuS agierte zwar defensiv, setzte aber immer wieder Nadelstiche nach vorn. Nach einer Chance von Milan Tendahl kam in Minute 58 Niclas Dormayer im Strafraum zu Fall und alle SuSler forderten einen Strafstoß. Nicht die einzige merkwürdige Schiedsrichterentscheidung an diesem Tag zu ungunsten der Gastgeber. Der Pfiff blieb aus, das Spiel lief weiter. Über außen stieß erneut Tendahl zur Grundlinie, flankte ins Zentrum, wo Mario Thentie frei zum Abschluss kam und das 1:0 markierte.

Mit der Führung und dem Publikum im Rücken warfen sich die SuSler jetzt erst recht in jeden Zweikampf und ließen die insgesamt harmlosen Gäste verzweifeln. Der drei Punkte sicher sein durfte sich der SuS aber erst in der 90. Minute. Nach einem krassen Fehlpass der Gäste auf den eingewechselten Maximilian Rhein behielt dieser die Übersicht, passte zum mitgelaufenen Tobias Preckel, der zum 2:0 einschob. Weit weniger war im ersten Durchgang vor beiden Toren los gewesen. Beiden Teams fehlte im Spiel nach vorn die Struktur, sodass zwei Freistöße der Gäste durch Mike Kaczor die einzigen guten Chancen blieben (39., 44.).

Mit dem Spielausgang war SuS-Coach Ostendorf natürlich absolut glücklich: „Aufgrund der Art und Weise, wie meine Mannschaft sich hier bis zum Ende aufgeopfert hat, war der Sieg verdient. Mich freut besonders, dass die Jungs jetzt gesehen haben, dass in dieser Liga für sie was möglich ist.“

Quelle: Münsterland Zeitung