16. Spieltag: Torloses Remis nach kampfbetonten 90 Minuten für beide Teams zu wenig

Das Vereinsheft zum letzten Heimspiel des Jahres

Großer SuS-Fight bringt nur einen Punkt ein
Abstiegskampf ohne Sieger und ohne Tore. Das bekamen die Zuschauer im Hülsta-Sportpark beim letzten Heimspiel des SuS Stadtlohn in diesem Jahr gegen den VfB Hüls zu sehen.

Zu hören war die komplette Spielzeit über fröhliche Blasmusik von einem Konzert unweit des Stadions. Die passte allerdings nicht so recht zum Geschehen auf dem Platz. Denn ein Fußballfest boten die beiden Konkurrenten im Tabellenkeller der Landesliga nicht gerade – aber wer hatte das auch vorher erwartet?

Kampf um jeden Zentimeter Rasen war angesagt, und den nahmen beide Teams an. Von der intensiven Partie hatten die Stadtlohner mehr, die klareren Chancen boten sich aber den Gästen. Die allergrößte in der 59. Minute: SuS-Keeper Stefan Mester brachte Patryk Beczkowski im Strafraum zu Fall, es gab Elfmeter. Doch der sicher geglaubte Führungstreffer gelang Okan Solak nicht, er schoss über den Kasten. Der SuS blieb also im Spiel und versuchte bis zum Schlusspfiff alles, um den Sieg zu holen. Doch bis auf eine Chance von Justus Jaegers, der vom Keeper gestoppt wurde (67.), und einen Kopfball des eingewechselten Mustafa Kaya (84.) sprang nicht heraus. „Die Mannschaft hat zwar versucht, Lösungen zu finden. Vorne war das aber einfach zu harmlos“, hielt SuS-Trainer Manfred Ostendorf fest.

Dabei spielte er auch die etlichen Standardsituationen an, die sich seiner Elf boten, aber fast nie zum Torabschluss führten. Nur einmal, in der 34. Minute, trug ein ruhender Ball Früchte. Milan Tendahl setzte das Spielgerät an die Latte, den Abpraller nickte Florian Brinkmann ein – den Treffer erkannte Schiedsrichter Jan Lohmann aber wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht an.

Doch auch schon im ersten Durchgang waren es die Gäste gewesen, die dem Führungstreffer näher waren. Sowohl Beczkowski (15.) als auch Mirko Grieß (29.) tauchten frei vor Mester auf, der jeweils parierte. Der Keeper war auch bei der letzten Chance der Gäste, einem Freistoß von Solak (61.), auf dem Posten. So musste der SuS am Ende mit dem Remis leben, das ihm eigentlich nicht genügt. Denn weiterhin steht er als Tabellen-14. auf einem Abstiegsplatz.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

SuS Stadtlohn vor Wochen der Wahrheit
Zu Oberliga-Zeiten liefen sich der SuS Stadtlohn und der VfB Hüls oft über den Weg. Die Zeiten haben sich geändert. Heute geht es für beide um den Landesliga-Erhalt. Am Sonntag treffen sie in Stadtlohn aufeinander.

Einige wichtige Duelle im Tabellenkeller hat der SuS Stadtlohn in dieser Saison bereits bestritten. Zum Jahresende spitzt sich der Abstiegskampf in der Landesliga nun noch mal so richtig zu: Mit dem Heimduell am Sonntag gegen den früheren Oberliga-Konkurrenten VfB Hüls steht das erste Sechs-Punkte-Spiel an, eine Woche später bei Schlusslicht Bockum-Hövel folgt direkt das nächste. SuS-Trainer Manfred Ostendorf richtet den Fokus natürlich erst einmal auf Hüls, das am Sonntag ab 14.30 Uhr im Hülsta-Sportpark zu Gast ist: „Auch wenn noch keine Entscheidung fällt, ist es schon ein richtungweisendes Spiel.“ Oberstes Ziel sei es, die Null zu halten. Denn damit wäre zumindest der Worst Case, eine Heimniederlage, ausgeschlossen.

 

Als Tabellen-14. liegen die Stadtlohner derzeit einen Punkt und einen Platz hinter dem VfB. Wo die beiden Teams bisher der Schuh drückte, das zeigt vor allem das jeweilige Torverhältnis. Kein Team traf bislang seltener als der SuS (13:22 Tore), keins kassierte mehr Gegentore als der VfB (17:45). Mit einem Dreier würde der SuS die Abstiegsränge verlassen. Optimistisch für die Aufgabe stimmen Ostendorf zum einen die Rückkehr von Justus Jaegers und Mario Thentie in die Startelf, zum anderen die engagierte Trainingsleistung seiner Schützlinge unter der Woche. „Die Jungs haben sich richtig reingehängt. Ich hoffe, dass sie das Sonntag auf dem Platz auch zeigen.“ Es sei mehr Einsatz vonnöten als bei der jüngsten Heimniederlage gegen Eintracht Ahaus (0:2).

Verloren haben die Stadtlohner übrigens auch das erste Saisonspiel in Hüls. Damit das nicht erneut passiert, fordert Ostendorf: „Die Körpersprache unserer Spieler muss klar rüberbringen, dass wir das Spiel auf keinen Fall verlieren wollen. Dann sind auch drei Punkte für uns drin.“

 

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Es war einer der Dauerbrenner in der ersten Oberliga-Phase des SuS Stadtlohn. Zum Rückrundenauftakt treffen sich der SuS Stadtlohn und der VfB Hüls nun zum Kellerduell – so wie 1984 übrigens auch schon in der Landesliga. Seit eben drei Jahrzehnten hat Hüls die Amateurszene in Westfalen daraufhin mitbestimmt. Der VfB stieg 1990 erstmals in die Oberliga auf, kehrte 1994 zurück, scheiterte anno 2000 in der Qualifikation zur Regionalliga, schaffte es 2009 in die NRW-Liga und 2012/13 für ein Jahr sogar in die Regionalliga. Seinerzeit mit einem gewissen Christian Erwig, der zweimal für den SuS Stadtlohn die Schuhe schnürte. Eng verbunden war dieser Aufstieg mit dem „Macher“ Horst Darmstädter. 2015 zog sich der VfB zurück und begann in der Bezirksliga neu. Neben der langen Oberliga-Vergangenheit – der SuS war ebenfalls 1994 aufgestiegen – eint beide Vereine, dass sie sich aus finanziellen Gründen zum Rückzug entschlossen. Letztlich stieg Stadtlohn im Frühjahr auch sportlich in die Landesliga ab, Hüls parallel in diese Liga auf.

Nach drei Jahren Bezirksliga freute man sich im Sommer auf die Herausforderung Landesliga. Coach Christoph Schlebach ging diese optimistisch an – trotz eines kleinen Umbruchs im Kader. Natürlich konnte der Hülser Trainer die Chancen seines Teams auch realistisch einschätzen. „Alle wissen, dass es als Aufsteiger in dieser Liga schwer sein wird. Sollten wir am Saisonende die Klasse halten, wäre ich sehr glücklich.“ Der Trainer sollte Recht behalten. Nach dem guten Auftakt mit dem 3:1 gegen den SuS Stadtlohn ging es stetig bergab – mitunter gab es hohe Niederlagen. Zuletzt konnte der Trend mit einem 3:1 beim BSV Roxel vorerst gestoppt werden. Schlebach: „Nach den Abfuhren haben wir uns ein wenig stabilisiert. Der Sieg war Balsam für die Seele.“ Der Weg bis zum Klassenerhalt sei aber noch lang. Fakt ist: Im hülsta-Sportpark kommt es zum klassischen Sechs-Punkte-Spiel. 

Nach dem Stadtlohner Oberligaabstieg 2004 gab es in der Westfalenliga noch Vergleiche in der Saison 2007/08. Das 1:0 im Mai 2008 des VfB vor großer Kulisse am Losberg beendete seinerzeit die Aufstiegshoffnungen Stadtlohns, Hüls stieg nach Abstieg direkt wieder auf. Die letzten Vergleiche in der Oberliga gab es 2014/15, der SuS siegte als Aufsteiger daheim 3:1 und auswärts 4:1. Maßgeblich Anteil am Landesligaaufstieg hatte nun VfB-Torjäger Mirko Grieß mit 21 Treffern. Es traf unter anderem in den Spielen gegen die SuS-Reserve.

Der VfB Hüls in der Spielzeit 2018/2019

Spielstätte: EVONIK Sportpark, Paul-Baumann-Straße, 45772 Marl
Vorjahresplatzierung: Platz 1 in der Bezirksliga 11
Saisonziel:
Klassenerhalt

Torhüter: Tugay Ayasli, Paul Horst Giesler, Yasin Muslubas, Emanuel Schmid.
Abwehr: Marco Ceglarek, Kevin Dämmer, David Gajda, Sebastian Hagemeister, Jannik Hohenberger, Brian Kreuz, Niels Overhoff, Laszlo Szalkai.
Mittelfeld: Patryk Beczkowski, Vangjel Frashëri, Sven Hagemeister, Steffen Heine, Marvin Höner, Robin Kapteina, Christian Klein-Erwig, Evangelos Mitsiotis, German Prudetskiy, Okan Solak, Tuncay Turgut, David Yeboah.
Angriff: Kerim Ciraci, Marcel Dibowski, Mirko Grieß, Sören Luppatsch.

Zugänge: Robin Kapteina (TuS Nordvesta Sinsen), Marco Ceglarek (SpVgg Erkenschwick II), Marcel Dibowski (VfB Bottrop), Kevin Dämmer (VfB Bottrop), Tuncay Turgut (SV Dorsten-Hardt), Evangelos Mitsiotis (SV Horst-Emscher), Kerim Ciraci (DJK Arminia Ückendorf), Laszlo Szalkai (VfB Bottrop), David Adusei Asibey Yeboah (SV Horst-Emscher).
Abgänge: Mustafa Dana, Beytullah Bakir, David Musiolik (alle Ziel unbekannt), Jovica Cirkovic, Goran Milovanovic (beide FC 96 Recklinghausen), Taygun Ipek (Langenberger SG), Daniel Filipovic, David Musiolik (beide SV Zweckel), Jerome Kaya (SC Schaffrath). 
Trainer: Christoph Schlebach.

www.vfb-huels.de