14. Spieltag: Erste schlägt in Rödinghausen den Auswärtsknoten durch

SuS bricht den Auswärts-Bann
Es geht doch: Im siebten Anlauf auf fremdem Platz gelang dem SuS Stadtlohn der ersehnte erste Sieg. Beim SV Rödinghausen II setzten sich die Stadtlohner am Sonntag mit 2:0 durch. „Endlich“, sagte Trainer Rob Reekers, der vor allem aufgrund der zweiten Hälfte einen verdienten Erfolg seiner Elf gesehen hatte. Der SuS sprang damit auf Platz sechs.

Bis zur letzten Spielminute herrschte Spannung auf dem Kunstrasen in Rödinghausen. Dann verlängerte ein Abwehrspieler der Heimelf eine Stadtlohner Flanke, der Ball landete bei Niklas Hilgemann und der verlud den Torwart im Eins-gegen-eins. Die Entscheidung.

Die Stadtlohner hatten sich nach der ersten Hälfte vor allem in der Defensive gesteigert und keine echte Chance der Hausherren mehr zugelassen. Selbst nutzen sie gleich ihre erste dicke Chance zum Führungstreffer durch Cihan Bolat. Hilgemann hatte klug abgewartet und den Angreifer am Fünfmeterraum bedient. In der Folge hatten Stephan Hartmann nach Zuspiel von Mario Worms (65.) und Michael Roßmöller auf Pass von Luca Ehler (81.) das 2:0 auf dem Fuß, ehe Hilgemann den Deckel drauf machte.

Oftmals versäumten es die SuSler auf schnellem Geläuf, ihre vielversprechenden Angriffe zum Abschluss zu bringen. Das war vor allem im ersten Durchgang ein Manko, sodass lediglich Hartmann (9.) und Tobias Hüwe aus spitzem Winkel (39.) Chancen verbuchten. Die klareren Möglichkeiten boten sich Rödinghausen. So kam schon in der siebten Minute Christian März aus fünf Metern frei zum Kopfball, setzte diesen aber nebens Tor. Auch der Schuss von Niko Kleiber verfehlte den Kasten knapp (23.). Viel mehr Gefahr beschwor die Heimelf trotz aller Bemühungen aber nicht herauf.

Zur Freude der Stadtlohner: „Wir waren aktiv, haben hohe Laufbereitschaft gezeigt und waren nach vorne immer gefährlich“, lobte Reekers. Mit dem Dreier in Tasche freuten er und sein Team sich auf die lange Heimreise.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

SuS will endlich ersten Auswärtssieg
Beim SV Rödinghausen II hoffen die Stadtlohner auf Ende der Misere auf fremdem Platz. Die Formkurve spricht dabei durchaus für die Berkelstädter.

Wie immer in den vergangenen fünf Wochen geht es für den SuS Stadtlohn auch an diesem Sonntag gegen einen direkten Konkurrenten in der Westfalenliga-Tabelle. Und wie immer in dieser Saison hegt der SuS vor dem Gastspiel beim SV Rödinghausen II die Hoffnung, endlich seinen ersten Auswärtssieg zu landen.

Zweiter in der Heimtabelle, mit zwei Zählern Letzter im Auswärts-Klassement – damit erklärt sich die aktuelle Gesamt-Platzierung Stadtlohner: Rang acht. Der Blick geht dabei weiterhin eher nach unter als nach oben – denn nur vier Zähler trennen den SuS von der Abstiegszone. Ein Dreier wäre also doppelt hilfreich. „Es wird Zeit, dass wir diese Auswärts-Serie endlich beenden. Wir wollen gewinnen und ich denke, wir haben eine reelle Chance“, sagt SuS-Trainer Rob Reekers.

Auch er hat registriert, dass es beim Gegner zuletzt nicht rund lief. Drei Niederlagen musste Rödinghausen II zuletzt hinnehmen und ist auf den zehnten Platz abgerutscht. Da zeigte sich der SuS zuletzt stärker. Mit dem 3:1-Sieg gegen Spexard vom Vorsonntag im Rücken fahren die Stadtlohner guter Dinge nach Ostwestfalen. Mit ähnlich engagiertem Spiel wollen sie auch in Rödinghausen auftreten. Allerdings geht Reekers davon aus, dass die Partie eine ganz andere wird: „Spexard wollte nicht wirklich mitspielen. Ich glaube, Rödinghausen wird zu Hause auf Kunstrasen schon mehr für die Offensive tun.“

In der Offensive ist der SuS am Sonntag gut besetzt, einzig Durim Feta ist genauso wie Ersatztorwart Marvin Langer angeschlagen – beide prallten im Training zusammen. Noch schwerer würde wohl der Ausfall von Hakan Gökdemir wiegen: Der zentrale Mittelfeldspieler hat nach einem Arbeitsunfall Probleme mit dem Sprunggelenk und war bis Freitag krankgeschrieben. Ob er spielen kann, ist noch unklar. Markus Banken ist rotgesperrt noch ein letztes Mal zum Zuschauen verdammt.

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Zu einer Premiere kommt es am 14. Spieltag der Westfalenligasaison: Noch nie standen sich der SuS Stadtlohn und die U23 des SV Rödinghausen in einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Gegen die Erste war der SuS zu Westfalenligazeiten schon angetreten. Was für den Kreis Ahaus einst die Textilindustrie, ist dem Kreis Herford bis heute die Küchenmöbel-Branche. Eine solche Firma, Küchen Häcker, sponsert seit einiger Zeit auch den SV Rödinghausen aus der Gemeinde bei Bünde. Der Überflieger-Klub, seit 2011 die Nummer eins im Kreis vor dem SC Herford und inzwischen in der Regionalliga West aktiv, hat seit 2016 seine Reserve in der Verbandsliga platziert, um einen adäquaten Unterbau zu haben.

In der abgelaufenen Saison war der SV II sehr stark gestartet, um am Ende ähnlich stark nachzulassen. Das fast typische Bild einer Reserve: spielstark mit wenig Konstanz und mit hoher Fluktuation. Auch in die aktuelle Spielzeit ging das Trainergespann Sebastian Block und Thomas Kleine mit der Vorgabe, einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Obligatorisch vollzog der Verein einen gewissen Umbruch. Neben den eigenen Talenten, die aus der U 19 aufrücken, ergänzen vier externe Zugänge den Kader der U 23, darunter ein Trio der abgemeldeten Reserve des Drittligisten VfL Osnabrück. Einige Stammspieler verließen den Verein, drei allein in Richtung Fichte Bielefeld. Dort ist nun der frühere Rödinghauser Trainer Mario Ermisch tätig.

Der Schwerpunkt wird natürlich anders gesetzt. „Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber vor allem die individuelle Förderung und die Integration der Nachwuchsspieler im Seniorenbereich stehen bei uns im Vordergrund", erklärt Trainer Block. „Die Verzahnung zwischen unseren Teams der U 19, U 23 und der ersten Mannschaft ist unheimlich wichtig, um individuell für unsere Nachwuchsspieler möglichst viele Spiel- und Trainingseinheiten auf möglichstem gutem Niveau gewährleisten zu können.“ Die nicht zuletzt aufgrund der Oberligaabsteiger sehr stark besetzte Westfalenliga sei eine „absolute Herausforderung für den jungen Kader“.

Zunächst konnte sich der SVR wie im Vorjahr gut in Szene setzen, nach drei Niederlagen zuletzt ist die Mannschaft auf Rang zehn abgerutscht. Die Regionalligamannschaft, die bereits am Freitagabend das Derby gegen den SC Verl spielt, wird übrigens vom früheren SuS-Trainer Alfred Nijhuis trainiert. Mit diesem war der SuS Stadtlohn im Frühjahr 2014 in die Oberliga aufgestiegen. Vorgänger war der SV Rödinghausen I. So können sich Kreise schließen.

Der SV Rödinghausen II in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Kunstrasen am Häcker Wiehenstadion, Auf dem Drift 36, 32289 Rödinghausen
Platzierung im Vorjahr: Platz 9
Saisonziel: guter Mittefeldplatz

Zugänge: Jonas Burke, Arton Ballja, Niklas Groß (alle VfL Osnabrück), Ahmet Bulut (VfB Fichte Bielefeld), Lukas Kunze, Justin-Marc Manske, Hussein Tokko, Jerome Haskamp, Justin-Marc Manske, Lukas Kunze, Jerome Haskamp, Nikola Milosevic (alle eigene Jugend).
Abgänge: Nils Radke, Marius Wilken (beide SC Melle 03), Finn-Tarik Bode (FC Kaunitz), Max Bachl-Staudinger (SC Spelle-Venhaus), Jannik Welkener, Patrick Ruske, Jan Menne (alle VfB Fichte Bielefeld).
Trainer: Sebastian Block – Co-Trainer: Thomas Kleine

www.svroedinghausen.de