13. Spieltag: Remis hilft nach "Fehlerfestival" beiden Teams kaum weiter

SuS-Punkt gegen Dorsten hilft kaum weiter
Gerecht war der Endstand von 2:2 zwischen dem SuS Stadtlohn und dem SV Dorsten-Hardt, wenn man die gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit am Sonntag im Hülsta-Sportpark betrachtet. Wirklich weiter brachte das Ergebnis die beiden Kellerkinder in der Landesliga-Tabelle aber nicht. Mann des Tages in einer beiderseits sehr fehlerbehafteten Partie war aufseiten der Stadtlohner Durim Feta. Der Angreifer erzielte beide SuS-Treffer nur kurze Zeit nach dem jeweiligen Rückstand.

Den ersten Gegentreffer musste sich Stadtlohns Schlussmann Jan Hintemann ankreiden. Nach Pass von Henning Mört ließ er den Ball zu Dorstens Alexander Brefort abprallen, der ihn über den Keeper hinweg ins leere Tor hob (21.). Die Führung der Gäste ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, weil sie anfangs mehr vom Spiel hatten. Stadtlohn kam aber langsam auf und schaffte schnell den Ausgleich – dem wieder ein dicker Schnitzer vorausging. Feta erahnte einen zu kurzen Rückpass auf den Gäste-Torwart, ließ diesen stehen und behielt gegen zwei zurückgeeilte Verteidiger die Ruhe – 1:1 (26.). Stadtlohn machte jetzt mehr das Spiel, die großen Chancen boten sich aber den Gästen. Zunächst kam Daniel Moritz zum Abschluss und traf die Unterkante der Latte (33.). Nur drei Minuten später tauchte Ahmed Bakare frei vor Hintemann auf, schlenzte den Ball aber übers Tor. Und auch Brefort hätte aus guter Position den zweiten Treffer markieren können (44.).

Der SuS blieb also im Spiel und erspielte sich nach der Pause mehr Chancen. Die erste bot sich Hendrik Deitert aus idealer Freistoß-Position in 17 Metern Torentfernung, doch der Ball landete in der Mauer (57.). Mit ihrer ersten Chance im zweiten Durchgang gingen wiederum die Gäste in Führung. Nach einer Flanke stand Bakare im Zentrum frei und schob ein (64.). Doch auch diesmal stand der SuS wieder auf. Wiederum nutzte Feta Unzulänglichkeiten in der SVD-Abwehr aus, kam nach Steilpass von Mario Thentie, der eigentlich schon geklärt war, wieder an den Ball und überwand den Keeper zum 2:2 (66.). In der Schlussphase hoffte Stadtlohn auf den Lucky Punch. Der war vor allem für Niclas Dormayer greifbar, der noch drei gefährliche Schüsse abgab (82./83./89.). „Niclas hätte ich heute mehr Glück im Abschluss gewünscht“, sagte SuS-Trainer Manfred Ostendorf später. „Die Jungs haben wieder alles gegeben, leider fehlte in den entscheidenden Momenten aber auch die Qualität.“

Kommentar: Mit Kampf gegen die Patzer
Die Stadtlohner haben im Kellerduell gegen den SV Dorsten-Hardt aufblitzen lassen, dass sie es können: Kämpferisch und teils auch spielerisch. Allerdings haben sich in das SuS-Spiel eindeutig zu viele Patzer eingeschlichen, die ein stärkerer Gegner vermutlich eiskalt bestraft und den SuS besiegt hätte.

Dass das größtenteils unerfahrene Stadtlohner Team nach den Ergebnissen der vergangenen Wochen nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, haben am Sonntag viele Szenen offenbart. Ob es die Nervosität in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ war oder eine generelle Unsicherheit ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Jedenfalls kann man von 18-, 19- oder 20-Jährigen nicht unbedingt erwarten, in der aktuellen Situation vollkommen abgeklärt zu agieren.

Was man jedoch erwarten darf, ist unbedingter Einsatz. Und den haben viele SuSler, beispielhaft Niclas Dormayer, Mario Thentie oder auch Hendrik Deitert, demonstriert und ihr Team so mitgezogen. Nur mit dieser Einstellung – und weniger Aussetzern – kann der SuS in den kommenden Wochen weitere Punkte sammeln.

 

Quelle: Münsterland Zeitung (Sascha Keirat)

Ausblick:

Ostendorf will echte Kerle sehen
Wenn der SuS Stadtlohn am Sonntag ab 14.30 Uhr im Hülsta-Sportpark den SV Dorsten-Hardt empfängt, fällt noch längst keine Entscheidung im Rennen um den Klassenerhalt. Einen Fingerzeig für die kommenden Wochen stellt das Duell des Tabellendrittletzten gegen den Vorletzten (beide neun Punkte) aber allemal dar.

Nach zuletzt drei Niederlagen ohne eigenen Treffer nimmt der Stadtlohner Trainer Manfred Ostendorf seine Mannschaft in die Pflicht: „Ich stehe immer vor der Mannschaft, aber jetzt müssen die Jungs mal zeigen, dass sie echte Kerle sind. Sie müssen über 90 Minuten zeigen, was sie können und richtig Gas geben. Nicht nur für 20 Minuten wie zuletzt in Borken.“ Der SuS landete bislang zwei Siege, beide vor heimischem Publikum.

Die Dorstener landeten erst einen Dreier und spielten sechsmal remis. Mit dem SV erwartet Ostendorf eine erfahrene Mannschaft mit guten Offensivspielern. „Aber genau wie wir zeigen die Dorstener viele Schwankungen.“

Quelle: Münsterland Zeitung 

Unser Gast:

Mit dem SV Dorsten-Hardt reist einer der wenigen bekannten Gegner in der Landesliga 4 zum siebten Heimspiel des SuS Stadtlohn an. Man kennt sich aus gemeinsamen Westfalenliga-Zeiten. Der SVDH entstand 1959 als Verein der noch jungen Dorstener Westvorstadt. Seit der Jahrtausendwende ist Hardt die Nummer eins im Dorstener Fußball, während es mit den etablierten Klubs wie Rot-Weiß, BVH und Wulfen bergab ging. 2010 schafften es die Blau-Gelben von der Storchsbaumstraße – dort gibt es mittlerweile auch einen modernen Kunstrasenplatz - sogar für zwei Jahre in die Verbandsliga – auch in der Stadtlohner Aufstiegssaison 2013/14 begegnete man sich in der Westfalenliga. 2011 fungierten die Hardter für die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga als Gastgeber – seinerzeit setzte sich die SpVgg Vreden gegen den TuS Hordel durch.

In den vergangenen Landesliga-Spielzeiten hielt sich Dorsten überwiegend auf den zweistelligen Tabellenplätzen auf. Auch im Vorjahr konnte der SV die Klasse erst gegen Saisonende retten. Im Kader gab es wenig Bewegung. Positive Auswirkungen auf die Entwicklung hatte dies im ersten Saisondrittel wenige. Die Mannschaft steht punktgleich mit dem SuS Stadtlohn auf einem Abstiegsrang. Trotz der misslichen Lage sticht mit Ahmed Bakare ein erfolgreicher Torschütze heraus.  Kurios: Sämtliche fünf Heimspiele gingen bis zum vergangenen Sonntag unentschieden aus. Dann setzte ein 1:4 gegen Roxel der Serie ein Ende. Für Trainer Marc Wischerhoff war nach diesen 90 Minuten klar, dass „es eine ganz schwierige Saison werden wird“. Im hülsta-Sportpark gibt es am 13. Spieltag einen Vorgeschmack auf echten Abstiegskampf.

In den bisherigen sechs Vergleichen in der Westfalenliga konnte Dorsten-Hardt noch keine Partie gegen den SuS gewinnen, sämtliche Auswärtsspiele gingen dabei an Stadtlohn. Zuletzt gab es am 6. April 2014 ein 2:0, auf Dorstener Seite steht heute noch ein halbes Dutzend der Kicker von damals im Kader, bei Stadtlohn keiner mehr. SV-Coach Marc Wischerhoff wird sich als echtes Urgestein an sämtliche Duelle erinnern - er prägt die jüngere Vergangenheit des Vereins entscheidend mit.

Der SV Dorsten-Hardt in der Spielzeit 2018/19

Spielstätte: Auto-Köpper-Sportpark, Storchsbaumstraße 59, 46282 Dorsten
Vorjahresplatzierung: Platz 11
Saisonziel: Klassenerhalt

Torhüter: Till Hohenhinnebusch, Stefan Schröder.
Abwehr: Leon Einhaus, Marvin Habicht, Tim Heitbreder, Daniel Hennebach, Jens Lensing, Tim Wellers, Nico Wickermann.
Mittelfeld: Jürgen Adolf, Ahmed Bakare, Timo Haarmann, Benedikt Jansen, Samy Mertens, Athanasios Mitrentsis, Maximilian Rissel, Christopher Seiffert, Tobi Urban.
Angriff: Alexander Brefort, Dominik Königshausen, Johannes Liesenklas, Daniel Moritz, Pascal Pfeifer.
Trainer: Marc Wischerhoff – Co-Trainer: Thomas Heimath, Daniel Hennebach.

Zugänge: Marvin Habicht (1. SC BW Wulfen), Maximilian Rissel (TV Jahn Hiesfeld), Daniel Moritz (SSV Buer). 
Abgänge: Patrick Siegle (FC Marl), Niklas Seel (FC Marl), Tuncay Turgut (VfB Hüls), Leotrim Pelaj (SV Schermbeck II).

www.sv-dorsten-hardt.de