12. Spieltag: Es bleibt dabei: SuS kann auswärts den Bock nicht umstoßen

Der letzte Biss im Abschluss fehlt
Der SuS Stadtlohn muss in der laufenden Saison weiter auf den ersten Auswärtssieg warten. Das Gastspiel am Sonntag beim Delbrücker SC ging am Ende mit 0:2 verloren, zudem sah SuS-Abwehrspieler Markus Banken in der vorletzten Minute wegen einer angeblichen Notbremse die Rote Karte.

SuS-Trainer Rob Reekers war nicht zufrieden: „Wir haben vor der Pause recht gut gespielt und viel Aufwand betrieben. Leider konnten wir uns am Ende nicht selbst belohnen. In der zweiten Halbzeit haben mir dann aber auch der letzte Wille und der Biss gefehlt, die Partie doch noch drehen zu wollen.“

Gastgeber Delbrücker SC kam zu Beginn etwas besser ins Spiel und hatte auch die erste Torchance. Dann fanden die Stadtlohner aber immer besser zu ihrem Spielrhythmus, erarbeiten sich ein deutliches Plus und drängten mit gutem Angriffsspiel über beide Außenbahnen auf das erste Tor. Und die SuS-Angreifer hatten auch Torchancen. Schon in der neunten Minute scheiterte Niklas Hilgemann am Delbrücker Schlussmann Kevin Hund. Sieben Minuten später brachte Hilgemann im Zusammenspiel mit Tobias Hüwe den Ball nicht im Netz unter. Und bis zur Pause verhinderte Schlussmann Hund mit guten Paraden bei den Aktionen von Durim Feta (35., 38.) einen Rückstand. In der 44. Minute kam dann Delbrück durch Daniel Austenfeld zur zweiten Chance, der Ball ging aber über die Latte.

Kurz nach der Halbzeit geriet der SuS in Rückstand. Nach einem guten Vorstoß über außen traf Andrea Cesa zum 1:0 (47.). In den folgenden 15 Minuten verpassten Hilgemann (48., 62.), Mario Worms (53.), Feta (57.) und Cihan Bolat (67.) den durchaus möglichen Ausgleich. Die Entscheidung fiel dann in der 85. Minute, da stellte Dustin Gräwe den Spielstand auf 2:0. Das war die Entscheidung. Kurz vor Schluss musste Markus Banken nach Rot vom Platz.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

SuS will ein unangenehmer Gegner sein
Zum sechsten Auswärtsspiel der laufenden Serie reist der SuS Stadtlohn am Sonntag nach Delbrück. Bislang haben es die Westfalenliga-Fußballer des SuS Stadtlohn auswärts in fünf Begegnungen nur zu zwei Unentschieden gebracht. Drei Spiele musste die Mannschaft von Trainer Rob Reekers verloren geben. Das soll sich am Sonntag ändern. „Es ist einfach an der Zeit, dass wir auch einmal auswärts drei Punkte einfahren“, fordert der SuS-Coach von seinen Spielern einen vollen Erfolg. „Die 0:1-Niederlage bei Fichte Bielefeld war völlig unnötig. Wenn wir unsere Chancen verwertet hätten, wären wir auch als Sieger von Platz gegangen. Beim 3:1 über Herford ist uns das schon deutlich besser gelungen.“

Reekers sieht seine Elf daher auf dem richtigen Weg. „Wir haben im Training viel Spaß und alle Fußballer ziehen bei den Übungseinheiten voll mit. Mir fehlen halt die sechs Wochen in der Vorbereitung, weil ich den SuS erst während der laufenden Saison übernommen habe. Es braucht immer eine gewisse Zeit, bis der neue sportliche Leiter seine Ideen, Fußball zu spielen, an seine Schützlinge rüberbringen kann. Man darf auch nicht zu viel auf einmal verlangen.“

Der SuS Stadtlohn nimmt nach den ersten elf Spielrunden mit 15 Punkten den achten Platz ein. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt aber nur drei Zähler. Gegner SC Delbrück steht mit 14 Zählern auf Rang neun. Auch bei den Gastgeben ist es im ersten Saisondrittel nicht nach Wunsch gelaufen. Die Elf ist seit sechs Wochen ohne dreifachen Punktgewinn und hat in dieser Zeit nur zwei Punkte geholt, vier Begegnungen gingen mehr oder weniger deutlich verloren. Zuletzt gab es ein 2:2 beim SC Roland Beckum.

„Ich habe nur wenig Informationen über Delbrück, ein paar wichtige Spieler sollen aber langfristig verletzt sein“, so Reekers weiter. Er ist vor der Partie zuversichtlich und glaubt einen vollen Erfolg seiner Mannschaft. „Die Tendenz geht eindeutig nach oben. Unser Spiel wird von Woche zu Woche besser. Wir werden als unangenehmer Gegner in Delbrück antreten und dem Gegner von der ersten Minute an das Leben schwer machen.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Der Delbrücker SC ist ein Stammgast an der Tabellenspitze der Westfalenliga mit einem Abstecher in die Oberliga Westfalen und NRW-Liga (2005 bis 2009). 2006 nahm man gar am DFP-Pokal auf Bundesebene teil und schied trotz 2:1-Führung mit 2:4 gegen den SC Freiburg aus. An den Aufstieg in die Oberliga Westfalen erinnern sich die Fans des SuS Stadtlohn nur ungern. Bis in die Nachspielzeit hinein war der SuS 2005 bei RW Erlinghausen (0:0) aufgestiegen, dann erzielte Dominik Hansjürgen, heute noch Strand-by-Spieler und Physiotherapeut, das 3:2 für den DSC gegen die U23 des SC Paderborn. In letzter Sekunde schnappte Delbrück Stadtlohn die sofortige Rückkehr in das westfälische Oberhaus weg. Möglich gemacht hatte dieses Finale ein 1:0-Heimsieg Stadtlohns im direkten Duell kurz zuvor durch ein Tor von Rainer Hackenfort. Lang ist‘s her.

Heute trifft man sich im Mittelfeld der Westfalenliga wieder. Beide Mannschaften hegen sicher andere Ansprüche. Der DSC ist als Spätstarter bekannt. Auch in der Vorsaison kam man nur behäbig aus den Sträuchern, um am Ende fast doch noch aufzusteigen. Im Sommer musste der Abgang von Trainer Rino Capretti zum Regionalligisten SC Verl verkraftet werden. Ihm folgte mit Patrick Kurzen ein „Unterschiedsspieler“ in der Offensive. Auch der Abgang von Maximilian Meyer tat weh. Auf der anderen Seite konnten mit Serdar Erdogmus und Sergio Taveira Pinto  erfahrene Spieler mit Oberligaerfahrung dazugewonnen werden. Die Nachfolger von Rino Capretti trat Jörg Runge an. Dieser hatte zum Trainingsauftakt trotz des verpassten Aufstiegs eine „total intakte Truppe“ angetroffen. Im stabilen Kader werde es durch die vier externen und sechs internen Zugänge mehr Konkurrenzkampf geben. Das Saisonziel formulierte Runge bewusst forsch: „Wir wollen wieder möglichst lange oben mitspielen und die Punkteausbeute aus der Vorsaison zumindest bestätigen.“ Das heißt: Mindestens 58 Zähler sollten es am Saisonende wieder sein.  

Die neue Spielphilosophie des Trainers scheint noch nicht alle erhofften Früchte zu tragen. Allerdings fehlen mit Marvin Frenz und Mario Freise auch zwei wichtige Leistungsträger langfristig mit Kreuzbandriss. Schwierige Zeiten, aus denen sich der DSC mit aller bekannten Ruhe befreien will.

Der Delbrücker SC in der Saison 2017/2018
Spielstätte: Stadion Laumeskamp, Boker Straße 31, 33129 Delbrück
Platzierung im Vorjahr: Platz 3
Saisonziel: Vorjahresergebnis übertreffen

Torhüter: Kevin Hund, Andreas Kolodziej, Niklas Schmitz, Simon Tepper            .
Abwehr: Daniel Austenfeld, Dominik Hansjürgen, Tobias Henksmeier, Finn Jürgensmeier, Mattis Klomfass, Benedikt Maximilian Ötting, Patrick Plucinski, Matthias Riemer, Marco Rüskaup.
Mittelfeld: Marco Rüskaup, Malte Bandowski, Andrea Cesa, Serdar Erdogmus, Marvin Frenz, Dustin Gräwe, Ersin Gül, Hendrik Hermelingmeier, Mohamed Basel Kawakbi, Gianluca Mazza, Jan Paterok, Lennard Rolf, Sergio Taveira Pinto, Sebastian Walter.
Angriff: Lukas Cramer, Marius Ferber, Mario Freise, Christian Volmari.
Trainer: Jörg Runge – Co-Trainer: Martin Diekotto.

Zugänge: Serdar Erdogmus (SC Roland 1962), Dustin Gräwe (SC Verl II), Sergio Taveira Pinto (SC Paderborn 07 II), Ersin Gül (FC Türk Sport Bielefeld), dazu sechs eigene Junioren.
Abgänge: Patrick Kurzen (SC Verl), Sefkan Kaynak (FC Nieheim), Maximilian Meyer (beruflich nach München gezogen), Nico Schürmann (SV Spexard), Vasilios Sako (FC Gütersloh). 

www.delbruecker-sc.de