10. Spieltag: Schwacher SuS in Nottuln mit 0:4 noch gut bedient

Schwacher SuS in Nottuln klar besiegt
Das war vielleicht der schwächste Auftritt des SuS Stadtlohn in dieser Landesliga-Saison: Mit 0:4 verloren die Berkelstädter am Sonntag bei GW Nottuln und waren mit diesem Endstand noch gut bedient. „Unser Torwart Jan Hintemann war noch der Einzige, der sich wirklich gegen die Niederlage gestemmt hat“, sagte SuS-Trainer Manfred Ostendorf nach der Partie. „Ansonsten war der Auftritt in Sachen Lauf- und Kampfbereitschaft mangelhaft.“

Bereits in der vierten Minute leistete sich Mario Thentie einen einfachen Ballverlust, Nottulns Christian Messing sagte „danke“ und traf zum 1:0. Fünf Minuten später schlug Hintemann dann über einen Rückpass von Henning Mört und der Ball lag zum zweiten Mal im Netz. Der SuS war völlig von der Rolle und fand keinerlei Zugriff auf das Spiel. Erschwerend kam hinzu, dass Daniel Diekenbrock und Lars Sparwel schon in der 20. Minute verletzt vom Platz mussten.

Noch vor der Pause erhöhten die klar überlegenen Hausherren auf 3:0. Eine Flanke klärten die Stadtlohner nicht vernünftig, sodass sich Nico Beughold eine Ecke aussuchen durfte (44.). Auch im zweiten Durchgang besserte sich das SuS-Spiel nur unwesentlich. Die einzige Gäste-Chance der gesamten Partie verbuchte Niclas Dormayer, dessen Kopfball an der Latte landete (77.). Im Gegenzug fiel dann das 4:0. Oliver Leifken marschierte fast ungehindert durch die Stadtlohner Hintermannschaft und netzte zum Endstand ein. Als wäre das Ergebnis nicht schon schlimm genug für den SuS, musste mit Milan Tendahl auch noch ein dritter Spieler verletzt raus.

Da die Keller-Konkurrenz am Sonntag fleißig punktete, rutschte der SuS auf Tabellenplatz 14 und somit wieder in die Abstiegszone ab.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Stadtlohner Fokus wieder auf der Liga
Das Pokalaus ist abgehakt, jetzt steht für den SuS Stadtlohn die nächste schwere Aufgabe in der Landesliga auf dem Plan. Am Sonntag ab 15 Uhr gastiert der SuS bei GW Nottuln, einem der Top-Teams der Liga.

Die Nottulner sind das einzige Team in der engen Spitzengruppe, das seit Saisonbeginn unter den Top Fünf steht, aktuell auf Platz drei. „Ich gehe davon aus, dass die auch bis zum Ende weit oben stehen werden“, sagt SuS-Trainer Manfred Ostendorf. Er hält die Nottulner für eine spielstarke Mannschaft und das 0:4 am vergangenen Sonntag beim BSV Roxel für einen Ausrutscher.

Bei seiner eigenen Elf hofft er darauf, dass sie an die gute Leistung der Vorwoche (4:0 gegen Herbern) anknüpft sowie an die zweite Hälfte des Pokalspiels in Coesfeld, das am Donnerstag mit 1:3 verloren ging. Weitgehend steht das gleiche Personal zur Verfügung, Justus Jaegers könnte dazustoßen. Dabei ist zum Glück für den SuS auch Lars Sparwel, dem der Schiedsrichter in Coesfeld zunächst die Rote Karte zeigte, diese aber – auch nach Hinweisen der Coesfelder – in Gelb umwandelte. „Das war schon eine gute Geste“, lobte Ostendorf, der Rot aber auch für überzogen hielt.

Der Trainer hofft, dass in Nottuln nicht nur die gute Defensive (neun Gegentore) funktioniert, sondern auch der Angriff. Hier zeigte sich zuletzt vor allem Niclas Dormayer als positive Erscheinung. Ostendorf: „Wenn wir Spielwitz zeigen und präsent sind, haben wir in Nottuln eine Chance.“

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Unser Gastgeber:

Ein Derby im erweiterten Sinne steht dem SuS Stadtlohn am zehnten Spieltag ins Haus. Gestärkt durch den zweiten Saisonsieg geht es in die Baumberge zum soeben entthronten Tabellenführer DJK GW Nottuln. Vor 1933 waren die Grün-Weißen im katholischen DJK-Verband aktiv. Nach dem Krieg etablierte man sich im DFB, spielte einige Jahre in der Bezirks- und ab circa 1990 auch in der Landesliga. 2013 gelang der Verbandsliga-Aufstieg durch ein 2:1 über VfB Fichte Bielefeld in der Vizemeister-Relegation; nach drei Jahren kehrte die DJK als Absteiger in die Landesliga zurück. Im Vorjahr reichte es dort zu einem starken vierten Platz. Gespielt wird - trotz einiger Nachbarschafts-Prozesse - im Baumberge-Stadion am Niederstockumer Weg.

„Die Gruppe ist qualitativ besser geworden.“ Das war das Urteil von Teammanager Dirk Teichmann, der den jungen Kader letztmalig mit Trainer Oliver Glaser zusammengestellt hat und sich nun zurückziehen wird. Lange Jahre war „Teichi“ Torhüter und Führungsspieler im SuS-Oberliga- und Verbandsligateam, später auch Torwarttrainer. Bei der Zusammenstellung wurde erneut darauf geachtet, eine hungrige Mannschaft mit Verwurzelung in der Region aufzubauen. Die eigene U19 ist in die Landesliga aufgestiegen, das Jugendkonzept des Vereins ist sicher in der Region einmalig und über die Grenzen hinaus bekannt.

So rückten mit unter anderem Christian Messing (4 Tore), Tom Overmann und Jens Böckmann auch eigene A-Junioren in den Kader auf. Gemeinsam mit den Säulen der Vorjahresmannschaft wie Felix Hesker oder den Routiniers Oliver Leifken und Clemens Donner bilden diese eine spannende Mischung. Dazu kommen externe, erfahrenere Zugänge wie Aaron Schölling, der schon mal für die DJK gespielt hat. Auch sonst haben alle Zugänge regionale Wurzeln. Bisher funktioniert das Gefüge sehr gut, einige Landesliga-Trainer halten Nottuln gar für einen Geheimfavoriten – so geheim ist dieser aber gar nicht.

Den letzten Vergleich in einem Pflichtspiel gab es in der Westfalenliga-Meistersaison des SuS Stadtlohn 2013/14: Im hülsta-Sportpark gewann der SuS im März 2014 knapp mit 1:0. Im selben Jahr schied Stadtlohn gegen Nottuln im Kreispokal nach Elfmeterschießen aus. In der Folge gab es viele freundschaftliche Vergleiche. Den letzten gewann Nottuln im Januar dieses Jahres mit 5:3.

Die DJK GW Nottuln in der Saison 2018/2019

Spielstätte: Baumberge-Stadion (Kunstrasen), Niederstockumer Weg 7A, 48301 Nottuln
Vorjahresplatzierung: Platz 4
Saisonziel: Mannschaft weiter entwickeln.

Zugänge: Adenis Krasniqi (VfL Billerbeck), Aaron Schölling (Adler Buldern), Christian Warnat (FC Marl), Marvin Kemmann (VfL Senden), Nico Beughold (Fortuna Schapdetten), Jonas Goßling (TSG Dülmen), Christian Messing, Tom Overmann, Jens Böckmann, Lutz Bauerdick, Jan Ahrens (alle eigene U19)
Abgänge: Sascha Markmann (VfB Kichhellen), Timo Grabowsky (DJK Coesfeld), Felix Gronover (SG Telgte), Manuel Eustermann (BW Aasee), Tim Ahmer, Tim Knabbe (beide Fußballpause), Nils Depenbrock, Lucas Bußmann, Jan Ehm, Lorenzo Colazzo (alle unbekannt)
Trainer: Oliver Glaser