1. Spieltag: Gelungener Auftakt mit Remis / Zwangspause für Justus Jaegers trübt

Auch wenn der SuS Stadtlohn im Gastspiel beim SC Roland zum Saisonauftakt bereits mit 2:0 führte – mit dem 2:2-Endstand konnte Trainer Stroetzel am Ende gut leben. „Es war ein Abnutzungskampf zwischen zwei guten Mannschaften“, so das Fazit des Stadtlohner Trainers.

Als Michael Roßmöller nach einem Foul an Mario Worms zum Elfmeterpunkt schritt und die Stadtlohner mit 2:0 in Führung brachte (61.), schien der Auftaktsieg greifbar. Doch dieser Vorsprung sollte nicht reichen. Erst fünf Minuten vorher hatte Niklas Hilgemann den Ball nach Zuspiel von Luca Ehler zum 1:0 im kurzen Eck untergebracht. Nach dieser Druckphase der Gäste kam aber wiederum die Heimelf auf.

Deren Trumpf sollte der eingewechselte Martin Fuhsy werden. Den offensiven Flügelspieler bekamen die Stadtlohner gleich zweimal nicht zu fassen. Fuhsy war zunächst nach einem Angriff über die linke Stadtlohner Abwehrseite zur Stelle (64.) und markierte in Minute 81 aus einer ähnlichen Situation den Endstand. Dieser hätte mit etwas Glück auch 3:2 aus SuS-Sicht heißen können, doch in der Endphase erwischte Cihan Bolat eine Hereingabe von Ehler nicht mehr.

Ähnlich endeten auch viele Stadtlohner Angriffe im ersten Durchgang. Die Ansätze waren vielversprechend, doch fehlte in letzter Instanz immer der entscheidende Schritt. Allerdings hatten auch die Hausherren ihre Chancen – die dickste in der 41. Minute vom Elfmeterpunkt: Nach einem Handspiel von Nick de Graaf traf Rolands Manuel Rasp gegen Schlussmann Sören Stauder an, dieser parierte den Strafstoß aber.

Insgesamt ließ sich die Stadtlohner Defensive wenig zu Schulden kommen. Für den fehlenden Justus Jaegers (Wadenbrein im Training angebrochen) stand Youngster Jannik Buning anfangs in der Viererkette. Davor ließ Stroetzel mit zwei Sechsern, drei offensiven Mittelfeldleuten und Bolat als Spitze spielen. „Wir haben über weite Phasen kompakt gestanden, das war gut“, so Stroetzel. „Dass wir nach 2:0-Führung keinen Sieg holen, ist ein bissschen ärgerlich. Das Unentschieden ist aber gerecht, wir können damit leben.“

SuS Stadtlohn: Stauder - Niedzicki, de Graaf, Buning (46. Hartmann), Schäfer - Roßmöller, Gökdemir - Ehler, Worms (82. Hüwe), Hilgemann - Bolat (90.+1 Grothe) - Tore: 0:1 Hilgemann (56.), 0:2 Roßmöller (61., FE); 1:2 Fuhsy (64.); 2:2 Fuhsy (81.) - Bes. Vork.: Stauder hält Strafstoß von Rasp (41.).

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Ausblick:

Gleich am ersten Spieltag kommt es zum Vergleich zweier Oberligaabsteiger. Der SuS Stadtlohn muss zum SC Roland von 1962 an die Vorhelmer Straße nach Beckum reisen. Für den SC wird es vornehmlich darum gehen, den „Betriebsunfall“ wieder zu beheben. Angesichts der Qualität im namhaften Kader hatte wohl niemand so recht damit gerechnet, dass es Roland in der vergangenen Oberligasaison erwischen sollte.

Durch den Abstieg der „Roten" aus der Oberliga kommt es in der Westfalenliga nun zum Beckumer Derby. Roland ist tatsächlich der Ortsname - Taufpate für die Siedlung zwischen Beckum und Neubeckum war ebenfalls ein Zementwerk. Hauptsponsor des Klubs ist jedoch ein Personaldienstleister. Der Aufstieg der „Roten" begann just zu der Zeit, als es mit den „Blauen" bergab ging. Denn eigentlich repräsentierte die SpVg die Sportstadt Beckum auf hohem Amateurniveau. So liefen sich der SuS Stadtlohn und die Spielvereinigung schon mehrfach in Ober-, aber vor allem in der früheren Verbandsliga über den Weg. Nun hat die vergangene Saison den Zweiklassenunterschied wettgemacht und beider Teams aus Beckum in einer Klasse zusammengeführt. Heimat des SCR ist der „Sportplatz Roland", ein 1500-Zuschauer-Kunstrasen an der Vorhelmer Straße. An dieser ist übrigens auch die Römerkampfbahn der „Blauen“ beheimatet.

Trainer Robert Mainka hat zwar einige Abgänge nach dem Abstieg zu verzeichnen, die Liste der Neuen kann sich allerdings auch sehen lassen. So kommt mit Martin Fuhys (SC Herford) der Westfalenliga-Torjäger schlechthin zum SC, aus der Regionalliga folgte Manuel Rasp dem neuen Trainer (SC Verl). Bitter: Der neue Torgarant Jannik Tödtmann, ebenfalls vom SC Verl, zog sich in der Vorbereitung einen doppelten Bänderriss zu. Nichtsdestotrotz: Ziel der SC Roland wird es sein, gleich wieder ambitioniert oben anzuklopfen. Da sind die Erwartungen beim Gast gewiss demütiger. Beim SuS ist Mario Worms angeschlagen, Markus Banken testet nach langer Verletzung erstmals in der Dritten wieder.

In der vergangenen Oberligaspielzeit gewann der SC Roland beide Partien deutlich (2:0/3:0).

Der SC Roland von 1962 in der Saison 2017/2018

Spielort: Kunstrasen Roland, Vorhelmer Straße 441, 59269 Beckum
Platzierung im Vorjahr: Platz 16 in der Oberliga
Saisonziel: oben mitspielen

Zugänge: Martin Fuhsy (SC Herford), Manuel Rasp (SC Verl), Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares (Hammer SpVg), Rouven Tünte (SV Rödinghausen), Jannik Tödtmann, Hasan Dere (beide SC Verl II), Arne Kampe (SV Lippstadt), Nujin Hassan (SV Rödinghausen II).
Abgänge: Serdar Erdogmus (Delbrücker SC), Vadim Thomas (SC Herford), Maximilian Wüst (Sportfreunde Siegen), Samet Davulcu, Diyar Kaplan, Viktor Erhardt, Michael Krahn  (alle Ziel unbekannt), Petrick Piontek (FC Gütersloh), Sotirios Stratacis, Michael Oscislawski (beide BSV Schüren), René Wessels (SG Liesborn/Diestedde), Frederic Westergerling (SV Lippstadt), Pascal Koopmann (Borussia Münster).
Trainer: Robert Mainka (neu)

www.scroland.de