1. Spieltag: Junge Erste zahlt zum Landesliga-Auftakt Lehrgeld

SuS zahlt Lehrgeld am Badeweiher
Mit der Gesamtleistung seines SuS Stadtlohn war Trainer Manfred Ostendorf durchaus zufrieden. Doch seine junge Elf zahlte zum Landesliga-Auftakt Lehrgeld und unterlag 1:3 beim VfB Hüls. „Unterm Strich war der Gegner einfach cleverer als wir“, hielt Ostendorf fest.

Die ersten guten Chancen der Partie boten sich den Stadtlohnern. Doch Lars Sparwel per Distanzschuss und Florian Brinkmann nach einem Konter scheiterten jeweils am VfB-Torwart. Mit ihrer ersten Chancen gingen die Gastgeber dann direkt in Führung: Okan Solak verwandelte einen Freistoß direkt (20.). Bis zur Pause hatte der SuS daran zu knabbern und hätte durch Mirko Griess beinahe noch das 0:2 kassiert.

Das passierte dann nach einem Hülser Konter in der 52. Minute, obwohl der SuS gut aus der Kabine gekommen war. Doch der zweite Gegentreffer entmutigte die Stadtlohner nicht, mutig suchten sie den Weg zum Anschluss und spielten gute Chancen heraus. Doch Lars Sparwel traf nur die Unterkante er Latte, ein Versuch von Daniel Diekenbrock und ein Fallrückzieher von Mario Thentie wurden jeweils auf der Linie geklärt.

Der mittlerweile fällige Anschlusstreffer gelang dann vom Elfmeterpunkt aus. Justus Jaegers war gefoult worden, Niclas Dormayer verwandelte den Strafstoß zum 1:2 (81.). Die dicke Chance zum Ausgleich ließ Lars Sparwel liegen, ehe sich der SuS selbst dezimierte. Der eingewechselte Hendrik Deitert sah wegen Beleidigung die Rote Karte (88.). Die Stadtlohner warfen weiterhin alles nach vorne, auch Keeper Stefan Mester stand weit vor seinem Tor, als Hüls zum spielentscheidenden Konter ausholte. Mirko Griess netzte aus zehn Metern zum 3:1-Endstand ein.

Quelle: Münsterland Zeitung

 

Ausblick:

SuS wagt Neustart im Neuland
Mit großer Spannung erwartet Manfred Ostendorf das erste Saisonspiel seines SuS Stadtlohn am Sonntag beim VfB Hüls. Während die Stadtlohner nach Abstieg und Umbruch noch etwas im Dunkeln tappen, dürfte der Gastgeber mit viel Selbstvertrauen aufspielen.

 

Im Gegensatz zu den Stadtlohnern, die nach ihrem Abstieg erstmals seit 1984 wieder in der Landesliga antreten, kommt der VfB aus der anderen Richtung: Der frühere Regionalligist hat den Umbruch wegen finanzieller Probleme, den derzeit die Stadtlohner erleben, in den vergangenen Jahren bereits angepackt und als Meister der Bezirksliga 11 im Mai den Aufstieg gefeiert. Bis dahin noch in einer Liga mit der zweiten Stadtlohner Mannschaft, kommt nun die Erstvertretung – dieses Duell gab es zuletzt in der Oberliga.

Die Gäste aus der Berkelstadt präsentieren sich mit vielen neuen Gesichtern und vor allem einer blutjungen Mannschaft. „Ich freue mich, dass die Liga jetzt losgeht, und das auch noch in so einem traditionsreichen Stadion wie dem Badeweiher. Ich bin gespannt, wie sich meine Mannschaft da verkaufen wird“, sagt Manfred Ostendorf.

Denn die Saisonvorbereitung lieferte ihm noch keine klaren Aufschlüsse. Höhen und Tiefen zeigten die Stadtlohner in ihren Testspielen, die Konstanz war noch nicht gegeben. Deswegen ist sich der Trainer auch noch nicht ganz sicher, welche taktische Ausrichtung für sein Team die beste sein könnte. „Wir sind immer noch in der Findungsphase. Klar ist aber, dass wir uns nicht nur hinten rein stellen, sondern aus einem gesicherten Mittelfeld unsere Chance suchen wollen.“

Die Stadtlohner Mannschaft stellt sich dabei personell nahezu von selbst auf. Elf Ausfälle zählt Ostendorf weiterhin, sodass sich der Kader im Vergleich zum abschließenden Testspiel am Vorsonntag gegen den VfL Rhede (1:3) nicht verändern werde. Ostendorf: „Wichtig wird sein, dass wir in die Zweikämpfe gehen und mutig agieren. Dann können wir einen Punkt mitnehmen.“

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Auch wenn das Vereinswappen ein Ilex-Blatt zeigt ("Hüls" ist das alte Wort für die Stechpalme), bekamen die Besucher des Sportparks an der Badeanstalt in den letzten 30 Jahren beileibe kein "Schweinefutter", sondern appetitlichen Spitzenfußball vorgesetzt: Der VfB stieg 1990 erstmals in die Oberliga auf, kehrte 1994 zurück, scheiterte anno 2000 in der Qualifikation zur Regionalliga, schaffte es 2009 in die NRW-Liga und 2012/13 für ein Jahr sogar in die Regionalliga. Seinerzeit mit dem Ex-SuSler Christian Erwig. 2015 zog sich der VfB auf finanziellen Gründen zurück und begann in der Bezirksliga neu. Der Evonik-Sportpark an der Badeanstalt, am Haupteingang zum Chemiepark Hüls, galt selbst in Oberligakreisen als kleines, aber feines Schmuckstück.

Nach einigen Jahren in der Bezirksliga hat sich der Verein nun erholt und macht nach zwei Schritten zurück nun wieder einen nach vorne. Die Entwicklung beim langjährigen Oberliga-Weggefährten ist ähnlich der beim SuS Stadtlohn. In der abgelaufenen Spielzeit zeigte der VfB in der Bezirksliga 11 eine stabile Saison. Von der Abgeklärtheit konnte sich auch die SuS-Reserve überzeugen. Dennoch: Für Unruhe sorgte der Rücktritt von Trainer Guido Naumann im Winter – mit Christoph Schlebach, lange Jahre in Diensten des SV Schermbeck, wurde eine erfahrene Lösung gefunden. Stand der Aufstieg scheinbar lange fest, so mussten die Fans des VfB Hüls doch bis zum letzten Spieltag bangen.

Trotz des Aufstiegs gab es zur neuen Saison einen kleinen Umbruch. Der Kader wurde verjüngt. Prominentester Zugang ist sicher Tuncay Turgut, Ex-Kapitän des SV Schermbeck. In den Testspielen zeigte Hüls eine enorme Bandbreite. Zuletzt gab es aber auch Niederlagen gegen den Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen (0:4) und den Landesligakonkurrenten Viktoria Heiden (2:4). Gegen den Landesligisten SV Sonsbeck hingen gewann man mit 2:1. Am Donnerstag musste noch ein Kreispokalspiel gegen RW Erkenschwick absolviert werden. Deshalb konnte die Partie des ersten Spieltags wegen des Dodgeball Beach-Cups in Stadtlohn nicht verlegt werden.

Der VfB Hüls in der Spielzeit 2018/19
Zugänge: Robin Kapteina (TuS Nordvesta Sinsen), Marco Ceglarek (SpVgg Erkenschwick II), Marcel Dibowski (VfB Bottrop), Kevin Dämmer (VfB Bottrop), Tuncay Turgut (SV Dorsten-Hardt), Evangelos Mitsiotis (SV Horst-Emscher), Kerim Ciraci (DJK Arminia Ückendorf), Laszlo Szalkai (VfB Bottrop), David Adusei Asibey Yeboah (SV Horst-Emscher).
Abgänge: Mustafa Dana, Beytullah Bakir, David Musiolik (alle Ziel unbekannt), Jovica Cirkovic, Goran Milovanovic (beide FC 96 Recklinghausen), Taygun Ipek (Langenberger SG), Daniel Filipovic, David Musiolik (beide SV Zweckel), Jerome Kaya (SC Schaffrath). 
Trainer: Christoph Schlebach.