9. Spieltag: Glücklicher Sieg dank Joker-Tor in der Nachspielzeit

Vereinsheft zum Heimspiel

Preckel lässt den SuS in der Nachspielzeit jubeln
Mit großem Willen, aber auch jeder Menge Glück hat der SuS Stadtlohn am Sonntag seinen achten Saisonsieg eingefahren und die Tabellenspitze der Bezirksliga 11 zurückerobert. Der Siegtreffer zum 3:2 gegen Vorwärts Epe gelang erst in der Nachspielzeit.

Tobias Preckel setzte sich nach 91 Minuten noch einmal über außen durch. Statt einen seiner Mitspieler im Zentrum zu bedienen, schoss Preckel den Ball lieber ins kurze Eck – und stellte damit den SuS-Erfolg sicher. Erst neun Minuten zuvor war Mario Thentie das 2:2 gelungen, als er einen langen Ball von Jan-Philipp Fleige per Kopf ins Eck drückte (83.). In dieser Phase war an ein geordnetes Fußballspiel schon lange nicht mehr zu denken. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Genauso gut hätten die Eperaner auch schon auf 1:3 stellen können.

Genauso wie der letzte Treffer des Tages gehörte auch der erste dem SuS. Aus dem Strafraumgemenge heraus kam Justus Jaegers am langen Pfosten an den Ball und traf zum 1:0 (3.). Doch die frühe Führung tat der Heimelf nicht gut. Epe, allen voran der überragende Ex-Stadtlohner Aleksandar Temelkov, machte dem SuS das Leben schwer und drehte den Spielstand auf 1:2. Vor dem 1:1 schlug Keeper Jan Hintemann über den Ball, sodass Leon Kernebeck ins leere Tor spazieren durfte (14.). Beim 1:2 stand Temelkov am langen Pfosten richtig und köpfte gegen Hintemanns Laufrichtung ein (17.). Beiden Teams boten sich bis zum Pausenpfiff Chancen für weitere Treffer.

Darauf mussten die rund 160 Zuschauer aber bis in die Schlussphase warten, obwohl sich zuvor reichlich Gelegenheiten ergeben hatten. „Das Spiel hätte auch 6:6 ausgehen können“, kommentierte SuS-Trainer Stefan Rahsing. „Die Mannschaft hat Charakter ohne Ende gezeigt, dennoch war der Sieg sehr glücklich.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Vier Heimauftritte hat der SuS Stadtlohn in der laufenden Saison ohne Niederlage überstanden – und die Aufgaben werden nicht leichter. Nach Nordkirchen, Merfeld und Reken stellt sich nun ein weiterer möglicher Kandidat für das obere Tabellendrittel im hülsta-Sportpark vor. Und Vorwärts Epe zeigte zuletzt, warum es nach Platz drei im Vorjahr auch in diesem Jahr von vielen Trainern als Aspirant für die oberen Tabellenränge genannt wird.

Gemeinsam mit dem Ortsrivalen FC Epe ist Vorwärts seit Jahren und Jahrzehnten mittlerweile die klare Nummer eins im Gronauer Fußball. Maßgeblich dafür ist auch eine vorbildliche und gewachsene Nachwuchsarbeit. Das belegt auch der Umstand, dass in den Kader der Vorsaison einzig Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen sowie zwei aktuelle A-Junioren mit Leon Kernebeck (SuS Stadtlohn) und Kevin Husha (Preußen Münster) gerückt sind – nimmt man einmal den zuletzt vereinslosen Rückkehrer Aleksandar Temelkov heraus. Auf der Soll-Seite gab es durchaus namhafte Abgänge, ein Trio wechselte zu höherklassigen Mannschaften in die Landes- und Westfalenliga. Diesen spürbaren Verlust scheint die Mannschaft von Trainer Dirk Bültbrun immer besser kompensieren zu können. Viele der nachrückenden Spieler haben sich Stammplätze erarbeitet, sie passen in ein Gerüst mit sehr erfahrenen Spielern wie Marcel Deelen, einst in der Regionalliga aktiv, Matthias Naber, Marcel Terhaar oder auch Florian Albers. Damit wären mit Terhaar, Temelkov und Kernebeck auch schon drei ehemalige „Stadtlohner“ Kicker genannt, Konstantin Gleis und Justin Bauer machen das Quintett komplett.

Die Philosophien beider Kontrahenten ähneln sich somit. „Wir haben nur noch Spieler aus dem eigenen Ort im Kader, der Altersschnitt liegt bei unter 23 Jahren. Die Identifikation ist wichtig“, zeigt Bültbrun, einst gefürchteter Mittelstürmer zu frühen Stadtlohner Oberliga-Zeiten beim VfB Rheine, die Parallelen zum SuS Stadtlohn auf. Von der großen Qualität im Kader konnte sich der SuS noch in der Saison 2017/18 überzeugen, als der Westfalenligist erst in der Verlängerung das Pokalfinale knapp mit 1:0 gewinnen konnte. Seit der Saison 2004/2005 ist Vorwärts festes Mitglied der Bezirksliga 11, 2004 stieg man gemeinsam mit GW Lünten aus der Landesliga ab. Für eine Saison kehrte man zwischenzeitlich auch in die Landesliga zurück (2008/2009). In den vergangenen Jahren reichte es am Ende meist für Platzierungen im oberen Drittel. In diese Saison startete Epe schwankend, zuletzt holte Vorwärts aber zu einem 8:3 in Wüllen und 4:1 gegen Lüdinghausen aus. Die Tendenz passt folglich – mit enormer Offensivwucht. Dabei zeigt sich neben Luca Laufer auch Aleksandar Temelkov, der immer das Zeug zu einem „Unterschiedsspieler“ hat.

 Vorwärts Epe in der Saison 2019/2020

Spielstätte: Wolbertshof, Riekenhofweg, 48599 Gronau
Vorjahresplatzierung: Platz 3
Saisonziel: oben mitspielen

Kader: Florian Albers, Justin Bauer, Jaan Büning, Luca Buß, Mario Coelho Carneiro,  Jose Carlos da Silva Fernandes, Marcel Deelen, Noel Eißing, Andreas Fontein, Marc Fontein, Konstantin Gleis, Florian Heying, Noah Hollenborg, Kevin Husha, Leon Kernebeck, Marcel Peters-Kottig, Stefan Peters-Kottig, Luca Laufer, Ferdinand Lepping, Matthias Naber, Aleksandar Temelkov, Marcel Terhaar, Nick Walter, Vincent Wenker, Nicolas Werink, Nick van Wezel, Jo Hendrik Wilkes.
Trainer: Dirk Bültbrun

Zugänge: Nick van Wezel, Florian Heying, Marc Fontein, Stefan Peters-Kottig, Leon Kernebeck (alle eigene Jugend), Aleksandar Temelkov (vereinslos), Konstantin Gleise (A-Junioren SuS Stadtlohn), Kevin Husha (A-Jugend Preußen Münster).
Abgänge: Julius Wieland (Eintracht Ahaus), Jan Beverborg (SpVgg Vreden), Sedat Semer (TSV Ahaus), Umut Berke (Spvgg. Erkenschwick).

www.vorwaerts-epe.de