3. Spieltag: Erste dreht Spiel und springt nach Kraftakt an die Tabellenspitze

Stadtlohn jetzt alleiniger Tabellenführer
Die fünf Tore hatten sich der SuS Stadtlohn und sein Gast aus Merfeld allesamt für die zweite Hälfte aufgehoben. Am Ende stand ein 3:2 für die Stadtlohner, die nun mit idealer Punktausbeute alleiniger Tabellenführer der Bezirksliga 11 sind.

„Dass wir zur Pause nicht schon mindestens 2:0 führen, ist wahnwitzig“, kommentierte SuS-Trainer Stefan Rahsing nach der Partie. Beste Chance hatte seine Elf gegen robust agierende Gäste liegen gelassen. Das einzig Zählbare, das im ersten Durchgang heraussprang, war aber eine Überzahl, nachdem Merfelds Tüns in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Dennoch gingen die Sportfreunde zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung. Nach eigener Ecke schlug ein Stadtlohner über den Ball, Merfelds Patrick Strotmannn überlistete Keeper Stefan Mester von der Mittellinie zum 0:1 (48.). Stadtlohn drückte ohne Ende und ließ weitere Großchancen aus, ehe Maximilian Rhein per Foulelfmeter der Ausgleich gelang (61.). Der eingewechselte Johannes Tenbrink verwertete in der 81. Minute eine Flanke von Eswin Vreven zum überfälligen Führungstreffer. Als Jens Büsker einen SuS-Konter mit einem Linksschuss ins lange Eck vollendete, lief bereits die Nachspielzeit (90.+2). Dennoch fiel der letzte Treffer erst danach. Mit einem Foulelfmeter betrieb Merfelds Matthias Küster noch Ergebniskosmetik.

SuS-Trainer Stefan Rahsing war froh, als der Schlusspfiff ertönte. „Das war heute ein dreckiger, aber verdienter Arbeitssieg unter unangenehmen Bedingungen. In Überzahl ist die Mannschaft letztlich gut mit dem Druck umgegangen, das Spiel gewinnen zu müssen.“

SuS Stadtlohn - SF Merfeld  3:2
SuS: Mester - Macha (60. Preckel), Buning, Brinkmann, Sparwel (38. Tendahl) - Jaegers, Büsker - Vreven, Thentie, Meise (75. Tenbrink) - Rhein – Tore: 0:1 Strotmann (47.); 1:1 Rhein (FE., 61.); 2:1 Tenbrink (81.); 3:1 Büsker (90.+2); 3:2 Küster (HE., 90.+4) – Gelb-Rote-Karte: Tüns, Merfeld (44.)

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt stellt sich der SuS Stadtlohn im zweiten Heimspiel dem nächsten Bezirksligisten, der sich in den vergangenen Jahren in der Staffel 11 etabliert hat. Die Sportfreunde Merfeld von 1958 feierten im vergangenen Jahr ihren 80.Geburtstag – auch der SuS gratuliert in seinem Jubiläumsjahr dazu noch einmal herzlich nachträglich. Das größte Geschenk hat sich der Verein aus Dülmen, die sportliche Nummer zwei aktuell hinter dem Spitzenreiter und früherem Oberligagefährten Stadtlohns, der TSG Dülmen, selbst gemacht: Aus dem Ascheplatz wurde ein moderner Kunstrasen. Mit dieser guten Infrastruktur hat sich der Verein stark für die Zukunft aufgestellt.

Sportlich ist Merfeld seit sechs Jahren konstantes Mitglied in der Bezirksliga. Schon in der Spielzeit 2010/11 war der Aufstieg gelungen, doch es ging direkt wieder runter in die Kreisliga A Coesfeld. Im zweiten Versuch klappte es dann. Seither stabilisiert sich die Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle. Im Vorjahr wurde es gegen Ende im offenen Abstiegskampf noch einmal eng, doch in Gefahr geriet der erneute Klassenerhalt nicht mehr. Und somit gehen die Sportfreunde in eine weitere Bezirksligasaison – und dies mit neuem Trainer. Nach vier Jahren sucht Alexander Möllers beim Nachbarn Adler Buldern eine neue Herausforderung, mit ihm ging der beste Torschütze der Vorsaison, Robin Wihan. Es folgt mit Holger Flossbach – zuletzt in der Ober- und Westfalenliga für die Traditionsvereine TSV Marl-Hüls und DSC Wanne-Eickel tätig – ein alter Bekannter. Vor gut 25 Jahren legte Holger Flossbach erste Grundsteine für den Erfolg der Merfelder, für ihn selbst war dies ein wenig der Startschuss zu einer erfolgreichen Trainerkarriere über drei Jahrzehnte. Nun wolle er es „ein wenig langsamer angehen“ lassen, die Motivation ist aber weiter voll vorhanden, an früherer Wirkungsstätte etwas zu fortentwickeln. Spielender Co-Trainer ist weiterhin Jan Kersen, der Kader hat sich kaum verändert

Über den Weg gelaufen sind sich in den vergangenen Jahren mehrfach die SuS-Reserve und die Sportfreunde, nun kommt es zum ersten Punktspielvergleich mit der Ersten. Das erste Pflichtspiel ist dies nicht: Im Sommer 2017 gab es ein Kreispokalspiel, das Stadtlohn in Merfeld mi 3:1 gewann, fünf Jahre zuvor machte es der SuS im gleichen Wettbewerbe beim 11:0 deutlicher. Markant an der Vorsaison war, dass die Sportfreunde in der Fremde deutlich erfolgreicher waren. Dieser Trend setzt sich schon fort: Auf ein 2:1 beim TuS Wüllen folgte ein 0:2 gegen Union Lüdinghausen. Merfeld gilt es körperlich sehr robust auftretender Bezirksligist mit einem ausgewogenen Kader. Davon konnte sich jüngst auch der Landesligist Eintracht Ahaus im Kreispokal (2:0) überzeugen.

Die Sportfreunde Merfeld in der Saison 2019/2020

Spielstätte: Sportanlage Merfeld, Rekener Straße, 48249 Dülmen
Vorjahresplatzierung: Platz 12 in der Bezirksliga 11
Saisonziel: Mannschaft weiterentwickeln.

Torhüter: Dominik Brocks, Lukas Szeczepanski.
Abwehr: Fabian Autermann, Justin Henning, Niklas Hoffmann, Matze Küster, Marc Perick, Edin Saracevic, Carlo Schulze Entrup, Leon Tüns, Linus Waltering.
Mittelfeld/Angriff: Jannik Beuing, Christian Drees, Max Ernst, Marius Hövekamp, Jan Kersen, Julian Muddemann, Lucas Reining, Maurice Saracevic, Markus Schmidt, Patrick Strotmann, Jan Tüns.
Trainer: Holger Flossbach - Co-Trainer: Jan Kersen.

Zugänge: Julian Muddemann (Brukteria Rorup), Lucas Reining (DJK Dülmen), Maurice Saracevic (VfB Hüls), Jannik Beuing, Marc Perick (beide eigene A-Jugend).
Abgänge: Alexander Möllers, Robin Wihan (beide Adler Buldern), Ömer Kaya (Karriereende).

www.sportfreunde-merfeld.de