24. Spieltag: Fetas Siegtreffer lässt die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder aufleben

Feta-Tor bringt Hoffnung zurück
Ja, er lebt noch, der SuS Stadtlohn. Mit dem ersten Sieg des Jahres hat der Landesliga-14. neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Durim Feta erzielte das Tor zum 1:0-Auswärtssieg beim SV Herbern. „Uns allen ist nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte SuS-Trainer Manfred Ostendorf. Er sah einen Sieg, „den wir uns verdient haben, weil wir aggressiv zu Werke gegangen sind, gut gestanden und in der Defensive kaum eine brenzlige Situation zugelassen haben“.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 63. Minute: Daniel Diekenbrock marschierte auf halbrechts nach vorn, ließ einen Gegenspieler aussteigen und fand mit einem Diagonalpass Hendrik Deitert im Strafraum. Der legte den Ball mustergültig auf Durim Feta ab, der ihn über die Linie beförderte. „Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch“, lobte Ostendorf. Diesen Vorsprung verteidigte der SuS mehr oder weniger souverän. Herbern drückte zwar in der Folge, erspielte sich bis auf einen gefährlichen Kopfball von Simon Mors, den Stefan Mester im SuS-Tor mit starkem Reflex zur Ecke klärte, keine Hochkaräter mehr und verlor in der Schlussphase nach Gelb-Roter Karte gegen Julius Höring noch einen Spieler.

Das Chancenplus lag aufseiten der Gäste. Die hätten in der 70. Minute den Sack zumachen können, doch Feta vergab nach Hereingabe des eingewechselten Maximilian Wolf aus guter Position. Schon vorher hatten Justus Jaegers, Milan Tendahl und Deitert gefährliche Fernschüsse abgegeben. Mit dem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage des SV Dorsten-Hardt sind die Stadtlohner wieder auf drei Punkte an den ersten Nicht-Abstiegsplatz herangerückt.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Mit guten Erinnerungen nach Herbern
Kriegt der SuS Stadtlohn im Abstiegskampf der Landesliga noch die Kurve? Nach dem ärgerlichen 1:2 am vergangenen Sonntag in Heiden hat der SuS am Sonntag beim SV Herbern die nächste Chance, den ersten Sieg 2019 einzufahren. Das dürfte schwer genug werden.

Seit dem letzten Spieltag beträgt der Rückstand des SuS aufs rettende Ufer schon sechs Punkte. „Natürlich saß der Frust nach dem Heiden-Spiel tief. Aber wir müssen weiter an uns glauben, noch haben wir es in der Hand, da unten rauszukommen“, sagt Trainer Manfred Ostendorf. Seine Mannschaft habe unter der Woche sehr gut trainiert, davor könne der Trainer nur den Hut ziehen. Nur müssten die Spieler die Trainingsleistung nun auch mal wieder am Sonntag auf dem Platz bestätigen. „Gerade bei einem Gegner wie Herbern, der stabil im Tabellenfelde steht und zuletzt gute Ergebnisse geholt, muss die Konzentration über 90 Minuten da sein“, so Ostendorf. Er werde sein Team erst einmal mit defensiver Grundausrichtung ins Rennen schicken, um dann über Konter zum Erfolg zu kommen. „Jeder Einzelne muss an sich glauben und wir müssen als Team funktionieren.“ Nicht mithelfen kann dabei Jens Büsker, der in Heiden seine zehnte Gelbe Karte gesehen hat. Dafür ist Andre Melka wieder spielberechtigt.

Auch wenn die letzten Ergebnisse beider Teams für den Tabellensechsten Herbern sprechen – vielleicht hilft es den Stadtlohnern, sich das Hinspiel noch einmal in Erinnerung zu rufen: Beim 4:0-Heimerfolg gegen Herbern gelang der bislang höchste Saisonsieg.

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Im zweiten Auswärtsspiel in Folge reist der SuS Stadtlohn zum SV Herbern. Dort gilt es nach dem 4:0 im Hinspiel drei Punkte nach dem höchsten Saisonsieg zu verteidigen. Gegen den SV Herbern hatte der SuS Stadtlohn in jüngerer Vergangenheit nicht oft, aber doch schon um Punkte gespielt hat. Vor der Spielklassen-Reform pendelte Herbern zwischen den Bezirksligen 8 und 9 sowie den Landesligen 4/Nord und 5/Mitte. In letztere schafften es die Blau-Gelben von der Werner Straße erstmals in den 1970er-Jahren; seit 1995 hat man sich auf diesem Niveau etabliert. Höhepunkt der Klubgeschichte war der Verbandsliga-Aufstieg 2012, allerdings nur für ein Jahr.

Wie beim SuS Stadtlohn genießt beim Mehrspartenverein aus Ascheberg der eigene Nachwuchs einen hohen Stellenwert. Die A-Junioren spielen in der Bezirksliga und sind die wichtigste „Nachwuchsquelle“ der ersten Fußballmannschaft. Die Saison 2017/18 schloss der SV Herbern auf einem beachtlichen dritten Tabellenplatz ab. Es folgte dennoch ein größerer Umbruch, einige erfahrene Stützen verließen den Verein, hinzu kamen überwiegend junge Spieler. Auch deshalb hielt Trainer Holger Möllers, der ins dritte Jahr geht, zu Saisonbeginn den Ball flach: „Wir werden Geduld brauchen, bis die Mannschaft stabil und zusammengewachsen ist.“ Auch deshalb hat man als Saisonziel keine konkrete Platzierung herausgegeben. „Wir wollen technisch und taktisch guten Fußball spielen und als Team auftreten.“ Laufe der Prozess, peile man durchaus wieder das obere Drittel der Landesliga an. Mit den zu erwartenden Schwankungen ist der SVH genau auf diesem Weg – zuletzt nahm der SVH Fahrt auf spielte sich auf Rang sechs vor. Besondere Stärken hat Herbern im schnellen Umschaltspiel – insbesondere über Torjäger Whitson Fereira dos Santos Filho und Marcel Scholtysik. 

In der Westfalenligasaison 2012713 gab es in Herbern ein 2:2, in Stadtlohn siegte der SuS mit 2:1. Zudem traf man sich im Westfalenpokal der Runde 2013/14, Marius Borgert (2), Lars Ivanusic und Dennis Wüpping schossen einen 4:1-Auswärtserfolg heraus. Das Hinspiel ging mit 4:0 an Stadtlohn, gleichzeitig der höchste Saisonsieg für den Absteiger.

Der SV Herbern in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte: Stadion an der Werner Straße, Werner Straße 10, 59387 Ascheberg-Herbern
Vorjahresplatzierung: Platz 3
Saisonziel: oberes Tabellendrittel

Torhüter: Leonhard Fenker, Sven Freitag, Timo Zurloh.
Abwehr: Görkem Cangül, Philipp Dubicki, Julius Höring, Dennis Idczak, Jannik Närdemann, Ahmed Schett, Michael Schulte.
Mittelfeld: Oscar Franco Cabrera, Daniel Andres Dellwig-Jerez, Kilian Höring, Lennart Pinnekämper, Johannes Richter, Eric Sabe, Vincent Sabe, Robin Schmitt, Patrick Sobbe, Fabian Vogt.
Angriff: Lars Busskamp, Whitson Fereira dos Santos Filho, Simon Mors, Marcel Scholtysik, Sebastian Schütte.
Trainer: Holger Möllers – Co-Trainer: Jens Kalpein.

Zugänge: Eric Sabe (1. FC Gievenbeck), Vincent Sabe (TuS Ascheberg), Lennart Pinnekämper (Union Lüdinghausen), Dennis Idczak (SV Hilbeck), Görkem Cangül, Daniel Andres Dellwig-Jerez (beide Westfalia Rhynern II), Patrick Sobbe, Robin Schmitt, Timo Zurloh (alle eigene A-Jugend), Leonard Fenker (reaktiviert).
Abgänge: Dennis Hölscher (Westfalia Kinderhaus), Thomas Eroglu, Daniel Krüger, Dominick Lünemann, Tim Bröer (alle FC Nordkirchen), Dennis Kaminski (Werner SC III), Gonzalo Redondo Conde (Arenas de Armilla Granada/Spanien), Julian Trapp (Studium New Mexico University/Portales), Jorma Hoppe (Werner SC).

www.svh-herbern.de

Rückblick:

Heimspiel wird zum Torfestival
Mit seinem zweiten Saisonsieg hat sich der SuS Stadtlohn am Sonntag aus der Abstiegszone der Landesliga-Tabelle katapultiert. Beim 4:0 gegen den SV Herbern zeigte sich die Stadtlohner Offensive treffsicher wie selten. Die Angreifer Niclas Dormayer und Durim Feta schnürten jeweils einen Doppelpack und sorgten damit für viel Freude unter den knapp 150 Zuschauern.

„Natürlich stimmt uns das Ergebnis sehr positiv, aber deshalb werden wir jetzt nicht abheben“, sagte SuS-Trainer Manfred Ostendorf und trat damit direkt auf die Euphoriebremse. Denn auch er hatte erkannt, dass der Sieg in der Summe sicher um ein oder zwei Treffer zu hoch ausgefallen war, um die Kräfteverhältnisse passend auszudrücken.

Beim Gast aus Herbern hatte Ostendorf vor der Partie besonders auf die starke Offensive hingewiesen. Diese zeigte zwar in Ansätzen, was sie draufhat, doch hielten die Stadtlohner sie fast über die gesamte Spielzeit vom eigenen Tor fern. Eine verunglückte Flanke von Simon Mors, die sich übers Tor hinwegsenkte (17.) und ein Fernschuss des Brasilianers Whitson, den Jan Hintemann klasse parierte (71.), waren im Grunde die einzigen gefährlichen Gäste-Abschlüsse.

Besonders viele klare Chancen spielte sich auch der SuS nicht heraus. Im ersten Durchgang genügte ein guter Angriff, um in Führung zu gehen. Zunächst wurde Dormayers Versuch zur Ecke geklärt, diese nutze Dormayer dann nach Ablage von Feta zum 1:0-Pausenstand (34.).

Auch im zweiten Durchgang dominierten Zweikämpfe im Mittelfeld das Geschehen – diese führte der SuS meist erfolgreich. Doch wenn die Heimelf mal ins letzte Spieldrittel kam, dann brannte es oft. So auch in der 67. Minute: Flanke Daniel Diekenbrock, Kopfball Dormayer, 2:0. Das verschaffte dem SuS Rückenwind. Und in der 76. Minute machte er den Deckel drauf. Jens Büsker gab den Ball in den Strafraum, Dormayer ließ klug für Feta durch, der zum 3:0 einschob. Die beiden Torschützen waren sich dann nach Foul an Dormayer uneinig, wer den Strafstoß schießen sollte. Feta setzte sich durch und mit dem 4:0 auch den Schlusspunkt (84.).

Quelle: Münsterland Zeitung