21. Spieltag: Enttäuschende Vorstellung: Erste rutscht nach bitterer 0:3-Pleite auf Abstiegsrang ab

Traumtor leitet bittere Pleite ein
„Der Frust sitzt heute tief bei uns.“ Trainer Manfred Ostendorf machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und der seiner Spieler vom SuS Stadtlohn. Die unterlagen im Duell beim Werner SC mit 0:3 und belegen erstmals in diesem Jahr einen Abstiegsplatz in der Landesliga.

Bis zur 80. Minute sah es nicht unbedingt so aus, als würde die Begegnung noch einen Sieger finden. Dann aber packte Werners Niclas Beckerling einen satten Volleyschuss aus, der im Winkel des Stadtlohner Tores einschlug. Mit diesem Traumtor legte er den Grundstein für den Sieg. Danach warfen die Stadtlohner noch mal alles nach vorne und kassierten nach zwei Kontern noch das zweite und dritte Gegentor durch Daniel Durkalic (85.) und Dominik Hennes (90.). „Das Traumtor zum 1:0 war heute entscheidend“, hielt Ostendorf fest. „Das Spiel mit 0:3 zu verlieren, das haben die Jungs heute wirklich nicht verdient.“

Einen ersten Dämpfer musste sein Team allerdings schon in der 72. Minute hinnehmen, als der erst kurz zuvor eingewechselte Hendrik Deitert mit Gelb-Roter Karte schon wieder vom Platz musste. Das Hauptproblem der Stadtlohner war am Sonntag allerdings das fehlende Feuer in er Offensive. Über 90 Minute erspielte sich der SuS nur eine zwingende Torchance: In der 30. Minute kam Milan Tendahl nach Flanke von Mario Thentie frei zum Kopfball, doch Werners Schlussmann Jorma Hoppe parierte stark (30.).

Im Stadtlohner Tor stand in Werne Stefan Mester anstelle von Jan Hintemann. Er bekam relativ wenig zu tun, weil die SuS-Defensive ihre Sache gut machte und die Werner bis zur Schlussphase kaum zum Abschluss kommen ließ. Doch diese Tatsache konnte die Blau-Weißen nach dem ernüchternden Ausgang kaum trösten.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Am 21. Spieltag steht für den SuS Stadtlohn die wohl „weiteste“ Reise der Saison an. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Spitzenmannschaften wartet nun der Gang zum Werner SC. Ein wichtiges Spiel. Gewinnt der Gastgeber, baut dieser den Vorsprung auf neun Punkte aus. Gewinnt der SuS, reißt er einen weiteren Landesligisten in den Abstiegskampf hinein.

Der Werner SC entstand aus einer Fusion aus SSV Werne 16/25 und SF Werne-West 1967, wobei letztere eine Abspaltung waren - einigen hatte die Fusion von SpVgg Werne und VfK Werne anno 1961 nicht gepasst. Die Lippestädter haben sowohl als SpVgg als auch SSV mehrmals in der Landesliga 5 gespielt, als es diese Staffel noch gab. Seit dem Abriss des „Freiherr-vom-Stein-Stadions" trägt der WSC seine Heimspiele auf dem früheren Sportfreunde-Platz „Im Lindert" aus, direkt am Hinterausgang des Bahnhofs Werne.

Eine turbulente Saison liegt hinter dem Werner SC, der Klassenerhalt wurde erst am letzten Spieltag gesichert. Aus dieser Erfahrung wurde der Kader zur neuen Saison ein wenig breiter aufgestellt. Trainer Lars Müller, Ex-Profi unter bei Borussia Dortmund, konnte mit Defensivspezialist Zoran Martinovic und Offensivspieler Robin Przybilla zwei hochtalentierte Akteure mit Oberligaerfahrung nach Werne lotsen. Als Stammkraft wurde zudem Joo Seung Oh verpflichtet. Der 26-Jährige kommt aus der Westfalenliga von Westfalia Wickede nach Werne. In der Summe sind die Abgänge von unter anderem Pascal Harder (Spielertrainer GS Cappenberg) mehr als kompensiert. Ansonsten war für Kontinuität gesorgt.

Trainer Lars Müller sah nach einer schwierigen Vorbereitung - ihm fehlten urlaubs- oder verletzungsbedingt immer wieder Spieler über einen langen Zeitraum - eine ordentliche erste Serie. Im neuen Jahr wurden allerdings drei Fahrkarten in Serie geschossen. Und somit spricht Müller berechtigt vom „heißen März“, in dem die Mannschaft in beide Richtungen viel bewegen kann. In den Vordergrund hat sich in der ersten Serie vor allem Daniel Durkalic als Torschütze vom Dienst. An das Hinspiel hegt Stadtlohn keine guten Erinnerungen. Nach sehr mäßigen 90 Minuten gingen die drei Punkte beim 0:1 an den Gast.

Der Werner SC in der Spielzeit 2018/19

Spielstätte: Sportanlage am Lindert, Kardinal-von-Galen-Straße, 59368 Werne
Vorjahresplatzierung: Platz 13
Saisonziel: frühzeitiger Klassenerhalt

Torwart: Henrik Pollak, Tristan Schlossarek, Sebastian Treppe.
Abwehr: Niklas Link, Henry Poggenpohl, Dennis Seifert, Joel Simon, Marvin Stöver, Sebastian Treppe, Oliver Winter.
Mittelfeld: Jawad Foroghi, Colin Lachowicz, Yannick Lachowicz, Zoran Martinovic, Marcel Niewalda, Joo Seung Oh, Jannik Prinz, Mondrian Runde, Jussef Saado.
Angriff: Niclas Beckerling, Daniel Durkalic, Yannick Eisenbach, Dominik Hennes, Robin Przybilla, Chris Thannheiser.
Trainer: Lars Müller – TW-Trainer: Aki Scheunemann.

Zugänge: Zoran Martinovic (RW Ahlen), Robin Przybilla (Hammer SpVg), Colin Lachowicz (SV Herbern A-Jugend), Joo Seung Oh (Westfalia Wickede), Jawad Foroghi (Westfalia Rhynern II).
Abgänge: Dennis Klossek (Hammer SpVg), Pascal Harder (Spielertrainer GS Cappenberg), Lukas Manka (SuS Kaiserau), André Gretenkort (Karriereende).

www.wernersc.de