20. Spieltag: 1:4 gegen Kinderhaus - SuS kassiert erneut Dreierpack binnen Minuten

Das Vereinsheft zum elften Heimspiel: Losberg Fieber - Ausgabe 11 - Westfalia Kinderhaus

Für den SuS kommt es knüppeldick
Besonders viel ausgerechnet hatte sich der SuS Stadtlohn für das Heimspiel gegen Landesliga-Spitzenteam Westfalia Kinderhaus zwar nicht. Wie die 1:4-Niederlage am Sonntag unter teils heftigem Sturm zustande kam, ärgerte die Stadtlohner aber doch gehörig.

Tief Eberhard hatte die Partie auf dem Stadtlohner Kunstrasen lange Zeit im Griff. Beide Teams mussten sich darauf konzentrieren, den Ball überhaupt zu kontrollieren. So war an durchdachte Angriffe auf beiden Seiten lange Zeit nicht zu denken. Die Stadtlohner konnten auch den starken Rückenwind nicht nutzen, um zumindest mal einen Fernschuss abzusetzen.

Ab der 34. Minute kam dann auch Leben in die beiden Strafräume. Die erste dicke Chance bot sich dem SuS. Nach Doppelpass mit Hendrik Deitert fand sich Milan Tendahl plötzlich blank vor Gäste-Torwart Rene Steinke wieder, dieser parierte aber. Im Gegenzug dann plötzlich das 0:1. Die rechte Abwehrseite des SuS schaffte es nicht, Corvin Behrens zu stoppen. Erst in letzter Instanz brachte der wiedergenesene Kapitän Justus Jaegers ihn an den Strafraumgrenze zu Fall – und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine knifflige Entscheidung. Doch Behrens war’s egal, der Gefoulte verwandelte souverän.

Jetzt kam es knüppeldick für die Stadtlohner. Nachdem Jonas Kreutzer schon den zweiten Kinderhauser Treffer auf dem Fuß gehabt hatte (37.), agierte die Stadtlohner Hintermannschaft zwei Minuten später unsortiert. Keeper Jan Hintemann hatte sein Tor verlassen, der SuS verlor den Ball, Kreutzer kam über außen durch, visierte das leere Tor an. Sein Versuch wäre allerdings nicht reingegangen, hätte der zurückeilende Hintemann sich nicht unglücklich dazwischen geworfen – 0:2. Und als ob die Stadtlohner damit nicht schon genug bedient gewesen wären, folgte auch noch das 0:3 vor der Pause. Nach einer Flanke stieß Andre Melka im Luftduell Moritz Knemeyer. Der Foulelfmeter dafür war die korrekte Entscheidung des Unparteiischen, die Rote Karte gegen Melka wohl ebenso, da die Aktion nicht dem Ball galt. Behrens war vom Punkt erneut zur Stelle (43.).

Trotz der aussichtslosen Lage gaben sich die Stadtlohner nach der Pause nicht auf. Lohn dafür war der Treffer zum 1:3 durch Niclas Dormayer, der nach Zuspiel von Durim Feta trocken ins Eck schoss (65.). Doch mehr klare Chancen sollte sich der SuS nicht mehr erspielen. Stattdessen schlug auf der anderen Seite Corvin Behrens noch ein drittes Mal zu. Nach einer Flanke nickte er zum Endstand ein (77.).

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Westfalia reicht ein kurzer Zwischenspurt in Stadtlohn
Ein bisschen Bammel hatte Marcel Pielage schon angesichts der Witterung. „Absoluter Wahnsinn, ich bin froh, dieses Chaos-Spiel überstanden zu haben“, sagte der Trainer von Westfalia Kinderhaus nach dem 4:1 (3:0) beim SuS Stadtlohn. Sein Team bleibt Landesliga-Zweiter und fett im Geschäft. Nach einer langen Abtastphase hatte Milan Tendahl für den Gastgeber die erste Chance (34.), doch dann drehten die Münsteraner auf. Vor allem Corvin Behrens , der nach doppeltem Doppelpass mit Nick Rensing im Sechzehner von Justus Jaegers gefoult wurde und den fälligen Elfmeter verwandelte (36.). Jonas Kreutzer erzwang dann ein Eigentor von Keeper Jan Hintemann nach einer Pressingaktion (39.), ehe Behrens einen weiteren Strafstoß nutzte (43.). Zuvor hatte André Melka nach einem Querpass von Luca Jungfermann Moritz Knemeyer gestoßen und Rot für diese Notbremse gesehen (43.). Niclas Dormeyer verkürzte nach der Pause (65.), doch Westfalia blieb souverän. Mike Liszka (69.) und Knemeyer (74.) verpassten das vierte Tor, das Matchwinner Behrens aber gelang (77.).

Quelle: Westfälische Nachrichten

 

Ausblick:

ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Platz- und Witterungsverhältnisse wird das Spiel auf Kunstrasen im VR-Bank Sportpark ausgetragen!

Zum ersten Mal in der Geschichte reist  am 20. Spieltag Westfalia Kinderhaus zu einem Meisterschaftsspiel nach Stadtlohn. Und der aktuell Tabellenzweite bringt eine richtig gute Form mit. Der Mehrsparten-Großverein aus dem Münsteraner Norden – eine Parallel zum SuS - ist außerhalb Stadtgrenzen eher für seine Handballer und Tischtennis-Cracks bekannt; nun aber spielen auch die grün-schwarzen Fußballer auf Landesliga-Niveau. Der Umzug von der alten Platzanlage auf die „Große Wiese" hat sich offenbar ausgezahlt. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga 2011 folgten 2017 die Vizemeisterschaft hinter dem TuS Altenberge und 2018 die Meisterschaft in der Bezirksliga 12. Absolut souverän.

„Wir haben eine hohe Qualität und wollen einen einstelligen Tabellenplatz“, nahm Trainer Marcel Pielage das Wort Klassenerhalt vor der Saison erst gar nicht in den Mund. Für einige Trainerkollegen in der Landesliga war das gar Tiefstapelei, sie trauten der Westfalia den Durchmarsch zu. Kinderhaus hatte schließlich das Bezirksliga-Feld dominiert und spielte dazu noch sehr ansehnlichen Offensivfußball mit rekordverdächtigen 110 Toren. Nun geht es erstmals in der Vereinshistorie in der Landesliga um Punkte. Der Aufstiegskader ist weitgehend zusammengeblieben: In Dominic Tomasso, Matthias Brockhoff und Fidan Zeqiri gingen drei verdiente Spieler den Weg in die Landesliga nicht mit. Dazu kamen viele junge Spieler – aber auch reichlich Erfahrung: Dennis Hölscher war zuletzt Kapitän des Konkurrenten SV Herbern, Corvin Behrens, aktuell bester Torschütze, verfügt über einschlägige Regionalliga-Erfahrungen. Mit Kevin Schöneberg steht auch noch ein erfahrener Ex-Profi und U-Nationalspieler im Kader. „Es geht ja nicht nur mit jungen Leuten. Für das Gleichgewicht im Kader brauchst du auch ein paar gestandene“, erklärte Pielage zu Saisonbeginn. Das scheint zu funktionieren. Nach einer kleinen Schwächephase hat sich die Westfalia mit einer Siegesserie bis auf Platz zwei gespielt. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Nottuln – und aus aktueller Sicht hat auch der Vizemeister gute Chancen, den Aufstieg „durch die Hintertür“ zu schaffen.

Das Projekt Westfalia Kinderhaus wird auch dank eines großzügigen Gönners möglich. Dieser baute seinem Verein auf der neuen Anlage „Große Wiese“ eigens eine Tribüne mit 300 Plätzen hin. Von der Qualität im Kader konnte sich der SuS im Hinspiel überzeugen, als er stark ersatzgeschwächt beim 0:2 weitgehend chancenlos blieb. 

Westfalia Kinderhaus in der Saison 2018/19

Spielstätte: Sportanlage Große Wiese 1, Große Wiese 14, 48159 Münster
Platzierung im Vorjahr: Meister der Bezirksliga 12
Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz

Torwart: Ismael Beckers, Rene Steinke.
Abwehr: Erik Baumann, Gerrit Göcking, Dennis Hölscher, Luca Jungfermann, Finn Liebert, Nick Rensing, Philipp Wassmann.
Mittelfeld: Dzan-Laurin Alic, Corvin Behrens, Christoph Göbel, Vincent Gogoll, Philipp Hollenhorst, Moritz Knemeyer, Jonas Kreutzer, Leon Niehues, Marcel Pielage, Jo Kevin Schöneberg, Simon Winter.
Angriff: Thomas Eichler, Vincent Gogoll, Mike Liszka.

Trainer: Marcel Pielage - Co-Trainer: Gerrit Göcking.

Zugänge: Dzan-Laurin Alic (Westfalia Rhynern), Leon Niehues (TuS Hiltrup), Simon Winter (Preußen Münster U 19), Dennis Hölscher (SV Herbern), Philip Hollenhorst (Catawba College). 
Abgänge: Erick Neufeld (SC Münster 08), Marco Lolaj (VfL Wolbeck), Dominic Tomasso, Fidan Zeqiri, Matthias Brockhoff.

www.westfalia-kinderhaus.de