2. Spieltag: Erste siegt trotz langer Unterzahl auch im ersten Auswärtsspiel / Rhein trifft dreifach

Rote Karte hindert SuS nicht am Sieg

„Glücklich und zufrieden“ zeigte sich Trainer Stefan Rahsing nach dem zweiten Sieg im zweiten Bezirksligaspiel seines SuS Stadtlohn. Der SuS hatte beim SV Lippramsdorf trotz Roter Karte gegen Keeper Jan Hintemann in der 37. Minute souverän mit 4:2 gewonnen und steht nun auf Rang zwei.

Nachdem Maximilian Rhein nach einem Einwurf mit dem Hinterkopf zur SuS-Führung getroffen (8.) und per Volleyabnahme auch noch das 2:0 nachgelegt hatte (25.), schien alles für die Stadtlohner zu laufen. Dann aber die Szene in der 37. Minute: Jan Hintemann traf einen Lippramsdorfer, der den Ball an ihm vorbei gespitzelt hatte, und sah Rot. Noch dazu gab es einen Elfmeter – und den verwandelte Tim Vierhaus gegen den eingewechselten Stefan Mester zum 1:2 (45.+1). Während Rahsing mit der „Dreifachbestrafung“ gegen sein Team haderte, zeigten sich die Stadtlohner Spieler keineswegs verunsichert. „Wir haben es in Unterzahl überragend gut gespielt“, lobte Rahsing.

Seine Mannschaft verteidigte kompakt und legte den dritten Treffer durch Rhein nach, der nach verunglücktem Pass des Gegners sein bereits viertes Saisontor markierte (63.). Nach einem Querpass gelang Kevin Meise dann auch noch das 1:4 (70.). Die Heimelf kam nach einem Steilpass noch zum 2:4, doch danach boten sich den Gästen die klareren Chancen zu einem weiteren Treffer.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Das erste Auswärtsspiel der neuen Saison in der Bezirksliga 11 führt den SuS Stadtlohn nach Haltern am See. Der SV Lippramsdorf ist ein etablierter Bezirksligist und aktuell hinter dem aufstrebenden TuS Haltern, der gerade erstmals in die Regionalliga aufgestiegen ist, die Nummer zwei am Ort. Seit rund zwei Jahrzehnten – seinerzeit begegneten sich Haltern und Lippramsdorf noch auf Augenhöhe in der Bezirksliga 11 - ist der SVL mittlerweile Mitglied der Bezirksliga und war in zwei Phasen auch ständiger Begleiter der SuS-Reserve. Vorübergehend war Lippramsdorf rund zehn Jahre der Staffel 12 zugeordnet, seit der Saison 2012/13 ist der 1958 gegründete Verein wieder Teil der Bezirksliga 11. Den größten Erfolg feierte die Mannschaft in der Saison 2007/2008, als sie nur mit zwei Punkten Rückstand knapp am Aufstieg in die Landesliga scheiterte. Aktuell wird parallel an der Infrastruktur gearbeitet – aus dem Asche-Trainingsplatz wurde ein moderner Kunstrasen, der Mitte September offiziell eingeweiht wird.

Im vierten Jahr ist nun Michael Hellekamp hauptverantwortlicher Trainer. Seit seinem Einstieg konnte sich der SV Lippramsdorf wieder auf einstelligen Tabellenplätzen etablieren. Ansonsten ist der SVL ein Muster an Beständigkeit. Zur neuen Saison kann der Neuntplatzierte der Vorsaison – nach Platz sechs in der Hinrunde geriert Lippramsdorf zwischenzeitlich gar noch in Abstiegsnöte, um sich im Endspurt noch zu retten  - auf einen eingespielten Kader bauen. Es gibt allein zwei Auffrischungen aus dem Nachwuchsbereich und ebenso wenige Abgänge. Unter Hellekamp wird sich die Mannschaft so weiter entwickeln wollen. „Wir wollen frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, erklärte der Coach beim Trainingsauftakt.

Die Vorbereitung stand unter keinem guten Stern, die Verletzungsmisere der Rückserie setzte sich fort. So waren die Ergebnisse eher durchwachsen, Höhepunkt war sicher ein 1:7 gegen den Regionalligaaufsteiger FC Schalke 04 U23, bei den Halterner Stadtmeisterschaften wurde man Dritter nach Halbfinalniederlage gegen den späteren Sieger Concordia Flaesheim.

In die Meisterschaft ist Lippramsdorf mit einem torlosen Remis bei Union Lüdinghausen gestartet. Pech hatte dabei Torjäger Henrik Kleinefeld, der sich einen Faserriss zuzog und vorerst ausfällt. Im Pokal gab es zuletzt das 3:5-Aus gegen den A-Ligisten Borussia Ahsen. Dass gerade in Haltern auf dem engen Hauptplatz die Trauben hochhängen, dass mussten in der vergangenen Saison auch die beiden Übermannschaften aus Coesfeld und Deuten feststellen. In der Meisterschaft sind sich die ersten Mannschaften des SV Lippramsdorf und des SuS Stadtlohn noch nicht über den Weg gelaufen. In beiden Lagern wird rund ein halbes Dutzend Spieler weiter ausfallen.

Der SV Lippramsdorf in der Saison 2019/20

Spielort: Rasenplatz Haltern-Lippramsdorf, Jahnstraße 20, 45721 Haltern am See
Vorjahresplatzierung: Platz 9 in der Bezirksliga 11
Saisonziel: Mittelfeldplatz

Kader: Robin Joemann, Tim Vierhaus, Constantin Dewert, Lukas Hardegen, Christopher Schemmer, Henrik Kleinefeld, Luca Preuß, Nils Hardegen, Daniel Eßling, Philipp Prause, Christian Drees, Nico Wessels, Timo Berg, Jonas Zernahle, Jonas van Buer, Raphael Albers, Sebastian Arentz, Julian Röer, Stefan Schild, Henry Wiethoff, Tim Kalwey, Marvin Niehaus.
Trainer: Michael Hellekamp - Co-Trainer: Thorsten Sträter, Kim Rohlinger,
Zugänge: Tim Schemmer (DJK GW Nottuln U19), Jan Korte (ETuS Haltern U19).
Abgänge: Mario Bambrink (SG Coesfeld), Dennis Echterhoff (Karriereende).

www.svlippramsdorf.de