19. Spieltag: Dormayer trifft dreimal beim 3:5 in Altenberge - Erste bringt sich um den Lohn einer klasse Leistung

Drei Dormayer-Treffer reichen dem SuS nicht
Ein am Ende bitteres Wechselbad der Gefühle erlebte der SuS Stadtlohn am Sonntag beim TuS Altenberge. Nach einem Hin und Her mussten die Stadtlohner trotz starker Vorstellung und drei Treffern von Niclas Dormayer mit einer 3:5-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. „Das hat die Mannschaft nicht verdient, denn sie hat hier eine grandiose Leistung gezeigt“, hielt SuS-Trainer Manfred Ostendorf fest. Doch individuelle Fehler hinten und verpasste Chancen vorne brachten die Stadtlohner um den möglichen Lohn.

Den ersten Torjubel gaben die Gäste ab, als Dormayer nach Pass von Mario Thentie schon in der zweiten Minute ins kurze Eck traf. Diesen Vorsprung hielten die Berkelstädter eine Weile, doch mit der Verletzung und Auswechslung von Abwehrchef Jannik Buning kam etwas Unruhe ins SuS-Spiel. Das nutzte der Tabellenfünfte zum Ausgleich durch Malte Greshake (34.), holte sich mit einem Traumschuss in den Winkel von Jakob Gerstung (40.) die Führung und baute diese mit dem Pausenpfiff durch Patrick Rockoff auch noch aus. „Trotzdem haben wir gemerkt, dass hier weiterhin was für uns möglich ist“, so Ostendorf.

Und dieses Gefühl bestätigte sich. Nach hohem Anspiel von Hendrik Deitert jagte Dormayer den Ball volley in den Winkel zum Anschluss (46.). Acht Minuten später war der Stürmer dann ein drittes Mal zur Stelle, nach Pass von Jens Büsker traf er aus der Drehung zum 3:3. Doch wieder nur zwei Minuten danach war Altenberge wieder dran, nutzte in Person von Felix Risau eine Unaufmerksamkeit der Stadtlohner zum 4:3 (56.).

Doch nachdem Gerstung die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (70.), drängte Stadtlohn auf den Ausgleich. Doch mehrere richtig gute Chancen nutzte der SuS nicht. Stattdessen machte die Heimelf in der Nachspielzeit mit dem 5:3 von Kai Sandmann alles klar.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Nächste Bewährungsprobe am Großen Berg
„Den nächsten kleinen Schritt“ will Trainer Manfred Ostendorf mit seinem SuS Stadtlohn gehen. Die Aufgabe für den Tabellen-13. beim Landesligafünften TuS Altenberge (Anstoß 15 Uhr in Altenberge) hat es aber in sich.

„Ich halte Altenberge für eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, die stehen zu Recht da oben“, sagt Ostendorf und denkt dabei auch an das Hinspiel, das der SuS zu Hause mit 0:1 verlor. Trotz ihrer offensiven Ausrichtung verfügen die Altenberger mit erst 19 Gegentreffern über die zweitstabilste Abwehr der Liga. Umso kniffliger erscheint da die Aufgabe für den SuS, der mit 17 erzielten Treffern weiterhin die harmloseste Angriffsreihe der Liga stellt.

Doch genug der Statistik. Die Stadtlohner fahren nicht an den Großen Berg, um aufzutreten wie das Kaninchen vor der Schlange. „Wir wollen den Schwung vom 1:1 gegen Gemen jetzt mitnehmen und müssen mit noch mehr Mut und Motivation im Spiel nach vorne auftreten“, fordert Ostendorf. Eine weitere Alternative könnte Durim Feta darstellen, der nach überstandener Grippe wieder einsatzfähig ist. Eine Unterstützung könnte dem besten SuS-Torjäger Niclas Dormayer (sieben Treffer) an vorderster Front sicher guttun, gegen Gemen hing er über weite Strecken in der Luft.

Besonders gut gefielen Trainer Ostendorf in der Partie Innenverteidiger Jannik Buning und Maximilian Wolf im zentralen Mittelfeld. Es sei wichtig, dass andere Spieler in die Bresche springen und Verantwortung übernehmen, zumal Leitwolf Justus Jaegers weiterhin verletzt fehlt. Wie der SuS startete übrigens auch Altenberge mit einem Remis ins Spieljahr: 2:2 beim BSV Roxel.

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Im ersten Auswärtsspiel des Jahres reist der SuS Stadtlohn zu einem Spitzenteam der Landesliga. Das bestätigen die Eindrücke der ersten Serie. Die Grün-Weißen aus der Gemeinde nordwestlich von Münster spielen im Sportzentrum an der gleichnamigen Adresse, im Volksmund auch „der Hügel" genannt. In seiner Geschichte pendelte der TuS zumeist zwischen Kreis- und Bezirksliga, der Landesliga-Aufstieg 2017 wurde daher besonders laut bejubelt. Der Großverein umfasst neun Abteilungen.

In der ersten Saison nach dem Aufstieg platzierte sich die Mannschaft von Trainer Florian Reckels, der Stadtlohn in seiner aktiven Zeit unter anderem mit den Vereinen in Rheine, Mesum, Neuenkirchen und Roxel kennengelernt hat, gleich auf Rang vier. Die Mannschaft bestach durch eine außergewöhnliche taktische Flexibilität und Kompaktheit. Gib der Jugend eine Chance: Diese Maxime einen die beiden Gegner am 19. Spieltag. Der TuS hat diesen Schritt früher vollzogen, was ihm in der Entwicklung Zeitvorteile verschafft. Einige A-Junioren sind erneut aufgerückt, von den externen Zugängen konnten bisher vor allem Kai Sandmann als Torschütze und Jakob Gerstung als Kapitän auf sich aufmerksam machen. In der gefährlichen Offensive sticht aktuell Toptorjäger Jakob Schlatt heraus.

Der Jugendstil wird aktiv verteidigt: „Jeder Spieler wird eine ehrliche Chance in der Vorbereitung bekommen“, hoffte Trainer Florian Reckels zum Trainingsauftakt, dass die Konkurrenz im Kader weiter befeuert werde. Dank des nur leicht veränderten Kaders und mehr Optionen in der Breite sieht Reckels die Mannschaft noch flexibler aufgestellt. Mit aktuell Rang fünf ist der TuS auf einem guten Weg. Das Hinspiel zeigte eine abgeklärte Mannschaft aus Altenberge, die knapp mit 1:0 gewann. Zuletzt war das Verletzungspech enorm – das fingen – der Philosophie folgend – Nachwuchskräfte stark auf.

Der TuS Altenberge in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte:
 Sportanlage Altenberge, Sportzentrum 2, 48341 Altenberge
Vorjahresplatzierung: Platz 4
Saisonziel: Vorjahresergebnis bestätigen

Torwart: Marcel Brameier, Joel Diekamp, Marc Wenning-Künne, Christopher Wilmer, Jan-Fabian Winter.
Abwehr: Daniel Efker, Lukas Eissing, Timo Gausling, Joschka Haft, Pascal Hölker, Felix Kemper, Nils Steinkamp, Patrick Teriete, Dominik Wartenberg, Niklas Wiechert.
Mittelfeld: Jan-Bernd Bröker, Jakob Gerstung, Malte Greshake, Jannick Hagedorn, Jonas Hammer, Christian Hölker, Florian Kerelaj, Adrian Keßler, Marcel Lütke Lengerich, David Marx, Lennart Rausch, Felix Risau, Patrick Rockoff, Jakob Schlatt, Henrik Wilpsbäumer.
Angriff: Nabil El-Haji, Marcel Exner, Kevin Botella Ferreira, Jannik Roters, Kai Sandmann, Florian Schocke.
Trainer: Florian Reckels.

Zugänge: Steffen Köhler (SV Wilmsberg), Jannick Hagedorn (Borussia Emsdetten), Niclas Wiechert (1. FC Gievenbeck), Kai Sandmann (SC Altenrheine), Jakob Gerstung (FC Schwalmstadt), Florian Schocke, Nabil El-Haji, Florian Kerelaj, Joel Diekamp, Dominik Wartenberg (alle eigene Jugend).
Abgänge: Christopher Thomassen (BV Westfalia Wickede).

www.tus-altenberge.de

Das Hinspiel:

Es brannte gegen Spielende mehrmals im Strafraum des Gastes: Ein Fallrückzieher von Niclas Dormayer wird vom Torsteher entschärft, ein Kopfball von Henning Mört touchiert die Querlatte, ein weiterer von Florian Brinkmann streicht am langen Pfosten vorbei (83., 86., 90.). „In der Summe der Chancen hätte sich das junge Team in dieser Phase mit einen Punkt belohnen können“, so SuS-Trainer Manfred Ostendorf. Er musste aber auch eingestehen, dass mit dem TuS Altenberge letztlich der cleverere und abgeklärtere Landesligist knapp mit 1:0 „nicht ganz unverdient“ gewonnen hatte. Der SuS Stadtlohn musste mit der zweiten Niederlage leben. Er enttäuschte keineswegs.

Knackpunkt im Spiel war sicherlich der Führungstreffer der Gäste in der 27. Spielminute: Einmal verlor der SuS den Zugriff, der Gast ließ den Ball sauber durch die zentrale Achse laufen – Jannick Hagedorn als letzte Station der Stafette konnte freistehend zur Führung ausholen. Das spielte dem neuen Tabellenführer in die Karten. „Altenberge konnte sein System über 90 Minuten solide durchspielen, wir waren gezwungen, unseres aufzubrechen“, sah Ostendorf wie die Zuschauer bis dahin ein Spiel, in dem Stadtlohn zunächst um Kontrolle und Sicherheit bemüht war. Verständlich.

Altenberge lauerte, mied aber auch weitgehend das Risiko. Das Manko im Stadtlohner Spiel blieb über weite Strecken, dass die Schärfe im letzten Spieldrittel fehlte. Die vorderste Reihe machte zu selten Bälle fest, arbeitete nicht kompakt genug. Mit einem Kopfball nach Freistoß von Jens Büsker deutete Justus Jaegers mit dem Pausenpfiff an, dass der SuS im zweiten Durchgang ein wenig mutiger auftreten sollte.

Deutlich offener war der zweite Durchgang. Stadtlohn versuchte es zwangsläufig offensiver, Altenberge lauerte weiter. Was blieb, war der letzte Zug im Stadtlohner Offensivspiel. Und so rückten die ruhenden Bälle in den Mittelpunkt – auf beiden Seiten. Ostendorf reagierte darauf und stellte Jaegers nach vorne. Dieser Schachzug hätte in einer hektischen Schlussphase fast gegriffen – auch weil Kai Sandmann auf der anderen Seite nach einem Konter die Entscheidung fahrlässig liegen ließ (86.).

Quelle: Münsterland Zeitung