18. Spieltag: Auf Remis nach zerfahrenen 90 Minuten lässt sich aufbauen

SuS kann Führung nur kurz halten
Ein Punkt zum Jahresauftakt gegen Westfalia Gemen – damit musste der SuS Stadtlohn unterm Strich zufrieden sein. Für beide Teams ergaben sich Chancen auf ein zweites Tor. Die beiden einzigen Treffer auf dem Kunstrasen am Losberg fielen am Sonntag binnen vier Minuten. Als Erstes war der SuS dran: Nach schönem Steilpass von Milan Tendahl hob Hendrik Deitert den Ball aus etwa 18 Metern in halblinker Position sehenswert über Gemens Schlussmann Sven Schneider, der herausgelaufen war, zum 1:0 (13.). Doch die Führung hielt nur kurz. In der 18. Minute flog ein Eckball in den Stadtlohner Strafraum, Keeper Jan Hintemann verschätzte sich, Tim Bröcking nickte frei zum 1:1 ein.

 

Die Stadtlohner waren danach kurz konsterniert und konnten von Glück reden, dass sie nicht eine Minute nach dem Ausgleich das 1:2 kassierten. Marco Opperbeck kam frei vor Hintemann zum Schuss, doch diesmal reagierte dieser stark. Danach war bis zur Pause in beiden Strafräumen Ruhe angesagt, die knapp 200 Zuschauer sahen eine ausgeglichene Partie.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel zusehend. Die Stadtlohner übernahmen nun mehr das Kommando, erlaubten sich aber in der 60. Minute einen Aussetzer: Henning Mört spielte den Ball offensichtlich mit der Hand, um Bröcking nicht allein aufs Tor zulaufen zu lassen. Schiedsrichter Jan Lohmann beließ es aber bei einer Gelben Karte.

Drei Minuten später war der Unparteiische auf der anderen Seite gefordert. SuS-Stürmer Niclas Dormayer war allein auf Schneider zugelaufen, hatte den Ball an ihm vorbeigelegt und war dabei knapp vor der Strafraumlinie gefoult worden. Auch hier verzichtete Lohmann auf einen möglichen Platzverweis.

Danach ergab sich für beide Teams noch je eine Chance, doch Hintemann parierte gegen Bröcking (68.) und Deitert jagte den Ball weit übers Tor (75.).  „Auf diesen Punkt können wir aufbauen“, sagte Stadtlohns Trainer Manfred Ostendorf. „Wir haben uns ganz gut präsentiert, nur fehlte vorne meist die letzte Überzeugung.“

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Platzverhältnisse wird das Spiel auf Kunstrasen im VR-Bank Sportpark, Losberg 4, ausgetragen.

SuS bittet Gemen zum Kreisduell
Nach über zwei Monaten Spielpause geht es für den SuS Stadtlohn in der Landesliga weiter. Am Sonntan empfangen die Stadtlohner im Kreisduell Westfalia Gemen. Gespielt wird ab 15 Uhr auf dem Kunstrasen im VR-Bank Sportpark am Losberg.

„Wir freuen uns auf das erste Spiel und sind gespannt, wie wir aus den Startlöchern kommen“, sagt Manfred Ostendorf, für den die vorerst letzte Serie als SuS-Trainer beginnt. In die Vorfreude mischt sich aber ein bisschen Frust, zumal im abschließenden Testspiel vergangenen Sonntag gegen A-Ligist Ellewick mit Justus Jaegers, Niclas Dormayer und Tobias Preckel gleich drei Mann verletzt raus mussten, die wohl auch beim Ligastart fehlen. Zudem muss der SuS auf die angeschlagenen Durim Feta, Jan-Philipp Fleige und Jan-Luca Weiß verzichten. Björn Voßkamp und Mustafa Kaya zählen seit Ende der Hinrunde nicht mehr zu Kader.

Grundsätzlich blickt Trainer Ostendorf aber auf eine gelungene Vorbereitung zurück, „alle haben mitgezogen und bis letzten Sonntag war wirklich alles im Lot“. Von fünf Testspielen gewann der SuS drei (gegen FC Epe, VfB Alstätte und ASV Ellewick) und spielte zweimal unentschieden (gegen VfL Rhede und TuB Bocholt). Gegen Gemen könne das einstudierte Spiel wegen der Ausfälle aber nur bedingt vorgetragen werden. „Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis holen können“, so Ostendorf.

Sein Team belegt mit 17 Punkten den ersten Platz über den Abstiegsrängen, die Westfalia ist mit 27 Zählern Siebter. Beim 0:0 im Hinspiel sah Ostendorf einen Gegner, „der seine Stärken vor allem im schnellen Umschaltspiel nach vorne hat“.

 

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gast:

Nur knapp 20 Kilometer trennen den SuS Stadtlohn und Westfalia Gemen. Doch so richtig ist man sich in den vergangenen Jahren nicht über den Weg gelaufen. Das liegt auch daran, dass beide Vereine unterschiedlichen Kreisen zugeordnet sind. Am dritten Spieltag der Landesliga trafen sich die Kontrahenten nun endlich einmal zu einem Derby um Punkte (0:0) – nun folgt das Rückspiel.

Die Westfalia, ihrer Adresse am Schloss Gemen wegen auch „die Burgherren" genannt, kratzte schon 1969 an der Landesliga und gehörte in den 1990er-Jahren mehr oder weniger fest dazu. Im Jugendbereich ist sie seit vielen Jahren die lokale Nummer eins. Kürzlich wurde am Schloss Gemen ein Kunstrasen errichtet. Nach dem Abstieg spielt Gemen nun wieder seine vierte Landesligaspielzeit in Folge.

Die neue Saison ging die Westfalia mit neuem Trainergespann an: Der erst 23-jährige Jan Winking und Bernd Olbing hatten das Ruder bereits vorzeitig Ende März 2018 übernommen, nachdem das Trainer-Duo Georg Geers und Dennis Seeger die Aufgaben vorzeitig abgegeben hatte. Winking und Olbing sollten ursprünglich das Amt erst zum 1. Juli antreten. Gemeinsam konnte der zwischenzeitlich drohende Abstieg abgewendet werden, am Ende stand Rang zehn. Einher mit dem Wechsel in der Trainerposition ging doch ein gewisser Umbruch. Insgesamt zwölf Neuzugänge galt es einzubauen – sieben externe und fünf aus der eigenen Jugend. Mindestens Landesligaerfahrung brachten Niklas und Patrick Bellen, die vom Nachbarn SG Borken zurückgekehrt sind, Routinier Adnan Behlulovic (FC Ottenstein), schon einmal in Diensten des SuS Stadtlohn, und Matthias Müller, einst beim Westfalenligisten TuS Sinsen, mit. Einige erfahrene Kräfte verließen den Verein, darunter einige Leistungsträger vergangener Spielzeiten.

Die Entwicklung kann sich sehen lassen. Die Westfalia hat sich mit vielen Höhen und wenigen Tiefen fest in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Trainer Jan Winking hält aber betont den Ball flach: „Wir wissen die jetzige Situation sehr gut einzuschätzen und werden weiter hart um jeden Punkt kämpfen." Aus einer harmonischen Mischung ragt bisweilen Torjäger Tim Bröcking heraus. Das torlose Remis im Hinspiel zwischen zwei im Umbruch befindlichen Teams war leistungsgerecht.

Der SV Westfalia Gemen in der Spielzeit 2018/19
Spielstätte: 
WESCH-Sportpark an der Jugendburg I, Coesfelder Straße 17, 46325 Borken
Platzierung im Vorjahr: Platz 10
Saisonziel: ruhigere Saison als im Vorjahr spielen

Zugänge: Niklas Bellen, Patrick Bellen (beide SG Borken), Tarik Karisik (FK Zeljeznicar Sarajevo), Matthias Müller (reaktiviert), Serkan Coban (VfL Rhede), Maik Ewering (SC Reken), Adnan Behlulovic (FC Ottenstein), Tobias Storcks, Marco Opperbeck, Jens Wedding, Erik Enke, Phillip Stapel (alle eigene Jugend) – im Winter: Patrick Janert (Adler Weseke), Philipp Sievers (eigene Reserve).
Abgänge: Oliver Dings, Florian Hahm, Florian Girnth (alle VfL Rhede), Phillip Hitpaß (TuB Bocholt II), Fabian Harke (SV Blau-Weiß Dingden), Jan Rimbach (FC Viktoria Heiden), Lukas Anschlag, Kevin van Klaveren (beide RC Borken-Hoxfeld).

Torwart: Maik Ewering, Sven Schneider, Jens Wedding.
Abwehr: Patrick Bellen, Serkan Coban, Paul Justus Demming, Etienne Hübers, Patrick Janert, Christoph Springenberg, Tobias Storcks, Frederik Vorholt. Nils Wenk.
Mittelfeld: Adnan Behlulovic, Niklas Bellen, Christoph Blanke, Erik Enke, Merlin Feldhaus, Frederik Heinz, Tarik Karisik, Matthias Müller, Bernd Olbing, Julian Rottstege, Philipp Sievers, Philipp Stapel.
Angriff: Tim Bröcking, Marco Opperbeck.
Trainer: Jan Winking – Co-Trainer: Bernd Olbing – Torwart-Trainer: Wolfgang Pöpping.

www.westfalia-gemen.de