DJMM-Finale am 23.09.2018 in Siegen-Kreuztal

Das diesjährige DJMM-Finale - zu dem sich in den jeweiligen Altersgruppen und Disziplingruppen je die besten 8 Mannschaften aus Westfalen in Vorwettkämpfen qualifizieren- fand in Siegen-Kreuztal statt und war von den äußeren Bedingungen her leider sehr schlecht, da es von Anbeginn des Wettkampfes bei niedrigen Temperaturen zunächst leicht und später dann bis zum Ende hin stark regnete.

Beim Blick auf das Teilnehmertableau fällt auf, dass sich hier mittlerweile überwiegend Großvereine (z.B. TV-Wattenscheid) oder Zusammenschlüsse von verschiedenen Vereinen (z.B. LG Kreis Gütersloh; LAC Veltins Hochsauerland; STG Ibbenbüren/ Recke) wiederfinden. Dies mit dem Hintergrund, dass die „Groß-Vereine“ die Athleten/ -Innen aus einem größeren Umfeld zusammenziehen (müssen) um eine entsprechende Anzahl von Athleten/ -Innen mit einem entsprechenden Leistungsvermögen zusammen zu bekommen. Insofern ist der SuS-Stadtlohn als Einzelverein hier bereits eine Ausnahme.

Aufgrund dieser Situation (à Anzahl Athleten/ -Innen) wurde in den letzten Jahren seitens des Verbandes (FLVW) auch immer 14- und 15-jährige Teilnehmer sowohl bei den Qualifikationswettkämpfen als auch im Finale zugelassen.

In diesem Jahr wurde –entgegen im Vorfeld verbandsseitig zugesagter gleicher Verfahrensweise- die entsprechende Regelauslegung insofern geändert, dass 14-Jährige Athleten/ -Innen nicht mehr zugelassen wurden. Diese „Nicht-Zulassung“ erfolgte erst eine Woche vor dem Wettkampf ohne explizite Information der betroffenen Vereine.

Dies führte dann dazu, dass seitens des SuS-Stadtlohn 9 Athleten/ -Innen nicht mehr starten durften. Dies hatte neben einer Schwächung der Mannschaft durch diverse Umdispositionen innerhalb der Mannschaft (z.B. à Disziplinenzuordnung, Staffelzusammensetzung) zur Folge. Des Weiteren führte das zu einer deutlichen Mehrbelastung der verbleibenden Mannschaftsmitglieder im Wettkampf und nicht zuletzt zu einer starken Enttäuschung der von der Nicht-Zulassung  betroffenen Athleten/ -Innen.

Diese Entwicklung in der Leichtathletik führt mittel bis langfristig dazu, dass kleinere Vereine es zukünftig zunehmend schwerer haben werden an attraktiven Wettkämpfen teilnehmen zu können und in der Folge die Attraktivität der Leichtathletik in der Fläche leiden wird.

Die beiden weiblichen und männlichen U18 - Mannschaften des SuS-Stadtlohn mussten also an diesem Tag gegen die widrigen äußeren Bedingungen und gegen die Folgen der beschriebenen kurzfristigen Änderung in der Regelauslegungen durch den Verband ankämpfen.

Dies hatte zum einen zur Folge, dass leistungsstarke Athleten/ -Innen als gute „Punktelieferanten“ wegfielen und die anderen Mannschaftsmitglieder deutlich mehr Disziplinen in z.T. sehr kurzen Abständen bestreiten mussten.

Trotz dieser beschriebenen Umstände stellten sich beide Mannschaften dem Wettkampf und wurden dabei von den mitgereisten „nicht zugelassenen“ Mannschaftskameraden/ -Innen unterstützt.

Die acht Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren Indra Puszcz, Elena Dirks, Liv-Grete Krumme, Julie Krumbeck, Lynn Nordkamp, Adela Badzic, Franziska Rothering, Charlotte Schlütter starteten in den Disziplinen (chronologische Reihenfolge) Kugelstoßen, Sprint 100m, 4x100m-Staffel, Weitsprung und 800m. Mit der aus dem Qualifikationswettkampf erreichten Punktzahl von 5072 Punkten lagen die Mädchen auf dem 2.Platz. Nach Start des Wettkampfs und der 3.ten von 5 Disziplinen (-> Kugelstoßen, 100m, 4x100m Staffel). lagen die Mädchen noch hinter der LG-Wittgenstein und der STG Bielefeld auf Platz 3. Im Weitsprung mussten sie die ihnen zu diesem Zeitpunkt dicht auf den Fersen folgende STG Lüdinghausen an sich vorbeiziehen lassen. Den knappen Rückstand von 30 Punkten konnten die Mädchen dann u.a. aufgrund der Mehrbelastung durch die verringerte Mannschaftsstärke nicht mehr aufholen und verloren gegen stark laufende Mädchen aus Lüdinghausen weitere Punkte und mussten auch die bis zu diesem Zeitpunkt noch hinter ihnen liegende LG Kindelsberg auf den 4.Platz vorbei ziehen lassen und belegten somit mit 4651 Punkten einen guten 5.Platz. Der Sieg ging an die LG Wittgenstein mit 5167 Punkten vor den zweitplatzierten STG Bielefeld mit 5051 Punkten und der STG Lüdinghausen mit 4837 Punkten.

Die MJU18-Mannschaft mit Tobias Spilleman, Johannes Bonin, Moritz Gehling, Felix Claushues und Pascal Spilleman trat in Gruppe 2 in den Disziplinen Speerwurf, Sprint 100m, Weitsprung; 4x100m-Staffel, Kugelstoßen; Hochsprung und 800m an. Gegenüber dem Qualifikationswettbewerb, in dem sie sich in Gruppe 3 ( oben genannte Disziplinen ohne Hochsprung und Speerwurf) qualifiziert hatten, mussten sie im Finale nun in Gruppe 2 antreten, da sich in Westfalen keine andere Mannschaft in Gruppe 3 um einen Startplatz beworben hatte. Die somit auf die absolute Minimalbesetzung von 5 Athleten reduzierte Mannschaft erreichte dennoch mit 6880 Punkten einen guten 5 Platz. Der Sieg ging hier an die gastgebende LG Kindelsberg mit 8304 Punkten.

Alle Athleten/ -Innen und die mitgereisten Trainer waren am Ende des Tages zufrieden mit dem Ergebnis und froh in einem warmen und trockenen Bus nach Hause fahren zu können.

Gruppenbild von den Athleten/ -Innen und deren Trainer