7. Spieltag: Reekers-Rückkehr geglückt: Negativlauf dank 2:1-Sieg gegen Schermbeck gestoppt

Erleichterung beim SuS
Nach dem Schlusspfiff sackten die meisten Stadtlohner Spieler auf dem Rasen zusammen. Man konnte meinen, sie hätten das vierte Spiel in Serie verloren. Doch der Eindruck täuschte: Sie waren schlichtweg platt nach dem dritten Spiel binnen sieben Tagen, das dazu noch ein sehr kräftezehrendes war. „Die Mannschaft war heute schon nah am roten Bereich und hat alles rausgeholt, was drin war. Dabei hat uns die Führung natürlich in die Karten gespielt“, erklärte Reekers nach dem Schlusspfiff.

Seine Mannschaft hatte bis zur 82. Minute scheinbar beruhigend mit 2:0 vorn gelegen. Doch dann rutschte ein langer Ball der Gäste nach einem Stellungsfehler in der Innenverteidigung durch – und Torjäger Dominik Milaszewski war mit einem neunten Saisontreffer zur Stelle. Damit begann eine Schlussphase, in der die Schermbecker, als Tabellenzweiter angereist, noch mal alles nach vorne warfen nud auf den Ausgleich drückten. Das Herz in die Hose rutschte allen Stadtlohnern dann in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Maik Habitz’ Kopfball um Zentimeter am Pfosten vorbei flog. Die letzte Szene der Partie.

Ähnlich knapp hatten die Schermbecker auch die erste Großchance der Partie vergeben. Kilian Niewerth schoss aus 15 Metern an die Unterkante der Latte (17.). In dieser Phase der Partie hatten die Gäste Oberwasser, auch weil der SuS viele Fehlpässe und Foulspiele beging. So bot swich auch Marek Klimczok die Chance, er schoss aber daneben (19.). Die Stadtlohner konterten vor 220 Zuschauern im eigenen Stadion, kamen oftmals gut an den Strafraum, ohne aber klare Abschlüsse zu verzeichnen. Bis zur 38. Minute: Nach schöner Kombination schoss Niklas Hilgemann den Ball an den Innenpfosten und den Nachschuss an die Latte (38.).

Der SuS war jetzt besser in der Partie und legte in der 44. Minute das 1:0 vor. Einen Freistoß von Michael Roßmöller verlängerte Hilgemann und Cihan Bolat schoss volley aus spitzem Winkel ein. Das gab den Stadtlohnern Halt für den zweiten Durchgang, in dem sie fast keine klaren Chancen mehr zuließen. Mit einem Konter legten sie stattdessen in der 65. Minute das 2:0 nach: Luca Ehler schickte den eingewechselten Durim Feta, dessen Gegenspieler rutschte aus und Feta zielte ins lange Eck. Danach plätscherte das Spiel dahin, ehe der Anschlusstreffer die heiße Schlussphase einläutete. Mit dem erleichternden dritten Saisonsieg für den SuS.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Mit dem SV Schermbeck hat der SuS Stadtlohn in jüngerer Vergangenheit des Öfteren die Klingen gekreuzt. Mittlerweile sind die beiden Kontrahenten wieder in der Westfalenliga angekommen. Die Rot-Weißen aus der Gemeinde unweit von Wesel starteten in den 2000er-Jahren durch. Von 2000 bis 2004 gelang der Durchmarsch von der Bezirks- in die Oberliga Westfalen, das Team nahm zwischenzeitlich auch an der NRW-Liga teil. Zuletzt gelang der Oberliga-Aufstieg 2015, aber nur für ein Jahr. Nach starkem Saisonstart folgte ein jäher Absturz. Von diesem musste sich der SV auch im ersten Westfalenliga-Jahr erholen, am Ende stand ein enttäuschender zwölfter Tabellenrang. #

Nun hat sich Schmerbeck neu aufgestellt und peilt die zeitnahe Rückkehr in die Oberliga an. Der neue Trainer Thomas Falkowski brachte allein ein halbes Dutzend Stammkräfte vom SC Hassel mit. Dazu verfügt das Team über einige ganz erfahrene Kräfte, in der Offensive mit Dominik Milaszewski, derzeit Torschützenkönig der Liga, und Marc Schröter schon länger über Oberliga-Format. Falkowskis dringlichste Aufgabe war es zum Trainingsauftakt, aus diesem Ansammlung von guten Individualisten schnell eine schlagkräftige Einheit zu formen.

Der Umbruch scheint nach anfänglichem Stolpern zu gelingen. Zuletzt gewann der SV mehr als überzeugend im Duell zweier Oberligaanwärter mit 3:0 gegen den SC Roland. In der letzten gemeinsamen Oberligasaison siegte der SuS Stadtlohn mit 3:0 und 3:1.

Der SV Schermbeck in der Saison 2017/2018

Spielstätte: Volksbank-Arena, Im Trog 52, 46514 Schermbeck
Platzierung im Vorjahr: Platz 12
Saisonziel: oben mitspielen.

Torhüter: Benjamin Carpentier, Tim Krückemeier.
Abwehr: Evans Ankomah-Kissi, Max Bönighausen, Benedikt Helling, Dennis Hubert, Kevin Mule-Ewald, Niklas Pohlhuis, Marcel Titz.
Mittelfeld: Dennis Grodzik, Malte Grumann, Maik Habitz, Marek Klimczok, Raphael Niehoff, Kilian Niewerth, Moritz Noetzel, Kevin Rudolph, Patrick Rudolph, Tuncay Turgut, Sandro Vogelsang, Nikolaj Zugcic.
Angriff: Dominik Milaszewski, Sandro Poch, Marc Schröter, Dorian Weber.
Trainer: Thomas Falkowski – Co-Trainer: Vehbija Hodzic – TW-Trainer: Michael Mues.

Zugänge: Dominik Grams (VfB Hüls), Nikolaj Zugcic, Maik Habitz, Marcel Titz, Kevin Rudolph, Patrick Rudolph, Sandro Poch Dominik Milaszewski, Vehbija Hodzic (alle SC Hassel), Dennis Hubert (SC Weitmar 45), Kevin Mule-Ewald (1. SC Wulfen), Dennis Grodzik, Malte Grumann, Moritz Noetzel, Niklas Pohlhuis, Sandro Vogelsang, Dorian Weber (alle eigene Jugend).
Abgänge: Jason Rudolph (SG Borken), Jannis Scheuch (TSV Marl-Hüls), Eswin Vreven, Christoph Springenberg (beide Westfalia Gemen), Dennis Kündig (Spvgg Erkenschwick), Aykut Akyildiz (FC Glückauf-Hüllen), Semih Esen (YEG Hassel), Chris Hasselkus, David Schmidt (beide SG Borken), Kieron Ihnen (SV Rot-Weiß Deuten), Patryk Niedzicki (SuS Stadtlohn).

www.svschermbeck1912.com