6. Spieltag: Niclas Dormayer wird beim Comeback mit vier Toren zum Derbysieg-Helden

Dormayer mit vier Treffern der Derbysieger
Ein Mann stand nach dem Derby zwischen der SpVgg Vreden II und dem SuS Stadtlohn ganz klar im Mittelpunkt: Stürmer Niclas Dormayer, der die Stadtlohner in seinem ersten Saisonspiel von Beginn an mit vier Treffern zum 5:3-Derbysieg und damit zum sechsten Erfolg im sechsten Spiel geschossen hatte.

„Na klar bin ich stolz auf meine Leistung. Aber ich muss mich natürlich bei meinen Mitspielern bedanken, insbesondere bei Maxi Rhein, der mir zwei Elfmeter geschenkt hat, um Selbstvertrauen zu tanken“, sagte Derby-Gewinner Dormayer nach dem Spiel.

Ehe Dormayer aber erstmals in Erscheinung treten sollte, jubelten die blau-gelben Gastgeber. Nach ausgeglichener Startphase kauften die Gastgeber dem SuS immer mehr den Schneid ab und gingen in Minute 33 in Führung. Auf Flanke von Stephan Hartmann nickte Nico Ostenkötter zum 1:0 ein (33.).

Bis zum Pausenpfiff folgte jetzt ein offener Schlagabtausch. Nach einem Foul von Keeper Daniel Siehoff an Dormayer trat der Gefoulte selbst an und traf mit Glück – Siehoff und der Pfosten hätten den Treffer fast verhindert – zum 1:1 (42.). Keine Minute war vergangen, ehe wieder Vreden jubelte. Diesmal nutzte Silas Hakvoort einen Traumpass aus der eigenen Hälfte von Malte Hoffmann zum 2:1 (43.). Doch die Vredener nahmen die Führung nicht mit in die Pause, weil sie sich in der Abwehr uneinig waren und Milan Tendahl den Ball an Siehoff vorbei bugsierte (45.).

Nach der Pause ging es genauso unterhaltsam weiter. Cihan Bolat wurde in Minute 48 freigespielt und versenkte cool zur dritten SpVgg-Führung. Doch auch die hielt nicht, weil die Vredener erneut einen Strafstoß verursachten. Diesmal wurde Mario Thentie gehalten – Dormayer traf diesmal sicher vom Punkt (57.).

In der Folge hatten beide Teams Chancen auf die Führung. Der SpVgg in Person von Bolat wurde eine genommen, als Jannik Buning ihn als letzter Mann im Laufduell berührte, was ohne Folgen blieb (60.). Für SpVgg-Trainer Björn Bennies eine spielentscheidende Szene, „allerdings haben wir insgesamt auch zu viele Geschenke verteilt“. Beim 3:4 entwischte Dormayer der Innenverteidigung und brachte den Ball zum dritten Mal über die Linie (84.), beim 3:5 nach einem Konter machte er das Stadtlohner Glück perfekt (90.+1).

SuS-Trainer Stefan Rahsing sah ein ausgeglichenes Spiel, war aber nach dem dritten Gegentor „schwer beeindruckt“ von seiner Elf, die Tabellenführer bleibt.

Quelle: Münsterland Zeitung

Ausblick:

Derby-Vorfreude bei SpVgg und SuS
Vreden. SpVgg gegen SuS – ein Klassiker. Früher allerdings meist in der Verbandsliga und mit der Erstvertretung der Vredener. Doch auch vor dem Bezirksliga-Duell am Sonntag um 15 Uhr im Hamalandstadion zwischen der blau-gelben Reserve und den blau-weißen Gästen knistert es auf beiden Seiten.

„Die Vorfreude bei den Jungs und auch bei mir ist riesig, zumal es unser erstes Derby in der Liga ist“, sagt Stadtlohns Trainer Stefan Rahsing. Auch Vredens Björn Bennies (Foto), früher als Spieler beim SuS aktiv, berichtet von vorfreudiger Stimmung bei der SpVgg. „Wir sind zwar der Außenseiter, wollen aber alles geben, um dem Spitzenreiter Paroli zu bieten.“ Tatsächlich gehen die Gäste mit fünf Siegen aus fünf Partien als Favorit ins Derby beim Tabellenzehnten. Stefan Rahsing war vergangene Woche nach dem 1:0 gegen den SuS nicht rundum zufrieden mit seiner Elf. Auch deshalb sei das Duell in Vreden „ein willkommenes Spiel, um zu zeigen, warum wir oben stehen. Das müssen wir mit großem Einsatz und Entschlossenheit beweisen.“ Beim SuS kehrt mit Jannik Buning ein wichtiger Innenverteidiger nach abgesessener Sperre zurück, hinter dem Einsatz von Lars Sparwel und Anton Macha steht ein Fragezeichen.

Björn Bennies hat alle Mann an Bord, einzig Malte Hoffmann ist noch leicht angeschlagen – Einsatz fraglich. Wahrscheinlich kann er auch auf Unterstützung aus dem Westfalenliga-Kader bauen. So oder so steht für Bennies fest: „Alle, die auf dem Platz stehen, müssen ihr Herz in beide Hände nehmen. Wir werden auch gegen Stadtlohn versuchen, unser Spiel durchzudrücken und mutig auftreten.“

Quelle: Münsterland Zeitung

Unser Gastgeber:

Das erste Derby für den SuS Stadtlohn in der noch jungen Saison ist gleichsam eine echte Premiere: Noch nie standen sich die Reserve der SpVgg Vreden und die erste Mannschaft des SuS Stadtlohn in einem Punktspiel gegenüber. Nach den vielen Duellen der beiden Ersten in der Vergangenheit in der Westfalenliga sind die Zeiten nun andere. Und die Konstellation ist spannend: Die U23 der SpVgg ist ähnlich jung wie die Stadtlohner Auswahl, sie wird dem Tabellenführer ein Bein stellen wollen.

Schon in der Saison 2009/10 nahm die SpVgg Vreden II einen letzten Anlauf in der Bezirksliga 11, dieser war seinerzeit nicht von Erfolg gekrönt. Im Sommer 2018 wurde die Mannschaft unter Trainer Sven Elsbeck erneut Meister der Kreisliga A1 – und schloss die Saison nach schleppendem Start auf einem beachtlichen achten Rang ab. Zur neuen Saison tat sich einiges: Einige Leistungsträger der Aufstiegsmannschaft wie Luka Kösters und Robin Kersting (beide SV Heek), Marvin Rosing (SF Ammeloe) und Pascal Leifkes (FC Vreden) verließen den Verein, diese Lücken wurde durch Nachrücker aus dem eigenen Nachwuchs und aus der dritten Mannschaft geschlossen. Neu installiert wurde mit Björn Bennies ein Trainer, der wie Vorgänger Elsbeck eine „Stadtlohner Vergangenheit“ hat. Nach dem spürbaren Umbruch setzte Bennies die ersten Wochen der Vorbereitung unter das Motto „Zusammenwachsen“. „Das fußballerische Potenzial ist vorhanden. Wenn die Mannschaft es lernt, dass sie immer an die 100 Prozent gehen muss, dann bis ich sehr zuversichtlich“, so Bennies. Nach fünf Spieltagen ist die Bilanz ausgeglichen – die Mannschaft zeigte positive Ansätze und bestätigte ihren Trainer auch negativ in seiner Meinung – so zum Beispiel beim 0:1 gegen den TuS Wüllen. Angesichts des großen Kaders der Westfalenligamannschaft kann Björn Bennies stetig mit Unterstützung „von oben“ rechnen. So sind in den ersten fünf Spielen bereits 23 Spieler zum Einsatz gekommen. Bennies und Trainerkollege Rob Reekers, auch ein ehemaliger SuSler, betonen stets die wichtige Durchlässigkeit in den Kadern.

Im Spiel des Tabellenzehnten gegen den –ersten wird auch maßgeblich werden, wer mit dem Druck besser umzugehen weiß.

Die SpVgg Vreden II in der Saison 2019/20
Spielstätte: Hamalandstadion, Otensteiner Straße 56, 48691 Vreden
Platzierung im Vorjahr: Platz 8
Saisonziel: Ergebnis der Vorsaison bestätigen

Kader (inkl. eingesetzte Kräfte aus dem Westfalenligakader): Malte Hoffmann, Daniel Siehoff, Silas Hakvoort, Stefan Darev, Benedikt Wesseler, Florian Dünne, Bernd Verwohlt, Raul Völkering, Timo Depenbrock, Kevin Brandt, Hendrik Nünning, Michel Wilkes, Jannis Robers, Christopher Resing, Nick Hübers, Philipp Depenbrock, Hendrik Brügging, Rene Beuting, Noel Julian Schmieder, Jonas Niehues, Marvin Hakvoort, Nicolas Ostenkötter, Cem Artas, Maik Efing, Michael Höink, Steffen Koppers, Michael Neteler, Janne Frederik Tenhumberg, Nick Robert
Trainer: Björn Bennies – Co-Trainer: Philipp Severt
Zugänge: Kevin Brandt, Steffen Koppers (beide SpVgg III), Michael Höink, Nick Hübers, Silas Hakvoort, Janne Tenhumberg (alle eigene U19).
Abgänge: Luka Kösters, Robin Kersting (beide SV Heek), Finn Terbrack (ASV Ellewick), Marvin Rosing (SF Ammeloe), Pascal Leifkes (FC Vreden), Erik ten Winkel (Eintracht Ahaus), Ricardo Ottink (erste Mannschaft).

www.spvgg-vreden.de

Björn Bennies (stehend links) spielte unter dem Trainer Rob Reekers in Stadtlohn. Nun sind beide Trainerkollegen bei der SpVgg Vreden.