Das Westfalenliga-Kellerduell zwischen dem SuS Stadtlohn und Emsdetten 05 hat alles gehalten, was es versprochen hatte. In einem intensiven Nachholspiel setzte sich der Gastgeber dank zweier Treffer ihres Torjägers Markus Krüchting am Ende verdient mit 2:0 durch und sicherte sich drei eminent wichtige Treffer im Abstiegskampf. Damit hat der SuS die Abstiegsränge vorerst einmal verlassen.

Einen fußballerischen Leckerbissen bekamen die Besucher im hülsta-Sportpark am gestrigen Nachmittag wahrlich nicht vorgesetzt. Das war angesichts der enormen Bedeutung der Partie für die beiden Kontrahenten auch nicht zu erwarten. Vom Anstoß weg zeigte das Schlusslicht aus dem Kreis Steinfurt, dass es beim Drittletzten um seine wohl allerletzte Chance auf den Klassenerhalt kämpft. Aggressiv setzte man die Blau-Weißen früh unter Druck und ließ erst gar keinen Spielfluss bei den doch ein wenig beeindruckten Hausherren aufkommen. Denen stand das Glück gleich doppelt zur Seite. Mit dem ersten Angriff tauchte Isuf Asllani frei vor Torsteher Christoph Fork auf, der allerdings Sieger im Duell blieb (2.). Acht Minuten darauf verzog der gleiche Spieler per Kopf freistehend auf fünf Metern. Mitte der Spielhälfte nahm der SuS den Kampf intensiver an und versuchte im Ansatz, das Kommando zu übernehmen. Echte Torraumaktionen blieben zunächst aus - vorerst.

Weiter über den Kampf fand das Team von Trainer Frank Bajorath nach der Pause nicht nur ins Spiel - es kehrte auch das Glück des Tüchtigen zurück. Als ein Verteidiger im Strafraum nach einem Stolperer Daniel Klein-Günnewick in die Hacken fiel, blieb Schiedsrichter Holger Danielsiek nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Krüchting übernahm die Verantwortung und traf zur wertvollen Führung - allerdings erst im Nachschuss (51.). Dies beflügelte den bulligen Offensivmann, der eine Minute später bereits wieder zum Torjubel ansetzte - verfrüht, denn sein Kopfball landete am Torpfosten. Auf der anderen Seite suchte der aufopferungsvoll kämpfende Gast sein Heil noch einmal in der Offensive. Zunächst wurde dem vermeintlichen Ausgleichstreffer von Asllani wegen Abseitsstellung die Anerkennung versagt (54.), dann scheiterte Philipp Garmann nach einem Konterlauf kläglich (60.) - auf dem tiefen Untergrund versprang ihm der Ball unglücklich. Auf der anderen Seite wollte Stadtlohn die Entscheidung - und konnte sich auf seinen „Torschützen vom Dienst" verlassen. In seiner ihm eigenen Art drehte sich Krüchting um seinen Gegenspieler und wuchtete den Ball aus 18 Metern zum 2:0 flach ins kurze Eck (73.).

Der Widerstand war gebrochen: Gleich dreimal hätte Krüchting sein Torkonto weiter ausbauen können (77., 85., 90.), Andre Hippers (78.) und Hendrik Vennemann (86.) hatten ebenso wenig Glück im Abschluss. Zweimal brannte es nach Freistößen auch im SuS-Strafraum lichterloh (75., 81.). Mit dem pünktlichen Anpfiff war der vierte Saisondreier perfekt.

Nach vier Spielen ohne Niederlage musste die Reserve beim 0:1 beim FC Epe wieder einmal eine Niederlage einstecken. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen zeigte die Elf am Samstag in einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel einen undisziplinierten Auftritt. Das Tor des Tages für die Gastgeber fiel nach 20 Minuten per Standardsituation durch Torjäger Daniel Gerstenberger. Trotz Unterzahl - Jakob Fischer war mit dem Pausenpfiff mit gelb-rot des Feldes verwiesen worden - konnte der SuS die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten. Zu echten Ausgleichschancen reichte es allerdings nicht - es fehlte die Durchschlagskraft im Offensivspiel. Die Tabellenführung musste das Team vor dem Derby bei der DJK wieder an den TuS Wüllen abtreten.








