„Das war schon beeindruckend!" Noch Stunden nach dem Abpfiff des Nachholspiels gegen den Hövelhofer SV war Frank Bajorath die Zufriedenheit über den Auftritt seiner Schützlinge anzusehen. Mit dem 3:0 hat der SuS Stadtlohn einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Bajorath konnte sich kaum erinnern, wann seine Mannen nahezu sämtliche seiner Vorgaben derart optimal umgesetzt haben. „Ich kann auch gar keinen Spieler hervorheben. Das Kollektiv hat bewiesen, dass die Siegesserie zuletzt kein Zufall war. Womöglich war dies nicht nur das intensivste, sondern auch das an den Umständen und der Bedeutung des Spiels gemessen beste Heimspiel seit Monaten", freute sich Bajorath über den „rundum gelungenen Auftritt". Die Geschichte des Spiels ist rasch erzählt: Die keinesfalls schwachen Gäste aus Hövelhof begannen erwartet aggressiv und suchten ihr Heil durchaus selbst in der Offensive. Mit dem ersten ernsthaften Torschuss hatte Markus Krüchting dann die passende Antwort parat. Nach einer Kombination über Andre Hippers und Nico Klein-Günnewick war der Torjäger zur Führung zur Stelle (15.). „Damit haben wir Hövelhof den Zahn gezogen", sah Bajorath den Gästen früh den Schneid abgekauft. Ganze zweimal kam der HSV noch gefährlich vor das Tor der Hausherren. Sebastian Potempa prüfte noch vor der Pause Stadtlohns Torhüter Christoph Fork (31.), Jan Welker visierte bei einem Freistoß aus 20 Metern den rechten Torpfosten an (85.). Der SuS fand über eine enorme Laufbereitschaft, über ständigen Druck gegen den Ball und über dem Willen, früh die Entscheidung herbeizuführen, den kompletten Zugriff auf das Spiel. Nachdem Mario Beeke und Niklas Hilgemann das Glück im Abschluss noch nicht zur Seite gestanden hatte (30., 35.), war es wiederum Krüchting, der am rechten Strafraumeck seinen Gegenspieler austanzte, um dann erfolgreich das lange Eck anzuvisieren (36.). Sechs Minuten nach der Pause war dann klar, dass der SuS an diesem Tag keine Zweifel aufkommen lassen wollte. Hilgemann war frei durchgestoßen, er legte quer auf Daniel Klein-Günnewick, der überlegt an Torhüter Marko Kirchhoff zum 3:0 einschob. Angesichts des enormen Aufwandes nahm der SuS fortan einen Gang heraus, ließ aber nicht locker und hätte die Führung durchaus noch ausbauen können. Einem Treffer von Beeke wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung versagt (55.), Krüchting versprang der Ball in aussichtsreicher Position (60.). Wohl im Gefühl der zunehmenden Mittellosigkeit nahmen die Gäste die härtere Gangart an. „Dass Hövelhof unbequem zu spielen ist, darauf hatten sich meine Spieler eingestellt. In manchen Situationen war das Auftreten einiger Gästespieler schon grenzwertig", sah Bajorath ein zunächst starkes Schiedsrichtergespann, dem die Partie nach der Pause aber mehr und mehr entglitt. Großartig ärgern wollte er sich darüber nicht mehr. „Viele haben daran mitgewirkt, diese Partie vorzuverlegen. Die Mannschaft hat all diesen mit dieser Vorstellung einiges zurückgeschenkt. Nun dürfen wir gemeinsam auch Karneval feiern", fasste Bajorath das kommende Derby gegen Eintracht Rheine schon ins Visier. „Wir sind bereit für weitere Bonuspunkte und werden uns intensiv darauf vorbereiten - aber erst ab Aschermittwoch."
Quelle: Münsterland Zeitung
SuS Stadtlohn : Hövelhofer SV 3:0
Stadtlohn: Fork, Terhaar, D. Uphues, Erning, Herking (72. Vennemann), D. Klein-Günnewick, N. Klein-Günnewick, Beeke, Krüchting (77. Faik Tan), Hippers, Hilgemann (86. Ebbing) - Tore: 1:0, 2:0 Krüchting (15., 36.); 3:0 D. Klein-Günnewick (51.).
Frank Bajorath: „An dieser Präsentation gibt es nichts auszusetzen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie zu einer gewissen Stabilität gefunden hat. Auch die unglückliche Niederlage in Lippstadt hat sie nicht umgeworfen. Wir haben die Basis für die kommenden Aufgaben gegen die Spitzenmannschaften gelegt."
Auch Doppeltorschütze Markus Krüchting (M.) bekam einige Male die zunehmend übertrieben harte Gangart der Gäste aus Hövelhof zu spüren.








