Dass am achten Spieltag mit dem Delbrücker SC und dem SuS Stadtlohn zwei angeschlagene Westfalenliga-Mannschaften ohne jedes Selbstvertrauen aufeinandertrafen, war in jeder Sekunde des Spiels zu spüren. Am Ende setzten sich die Gastgeber knapp mit 2:1 durch, was die Ausgangsposition für den SuS weiter verschlechterte. Diese dritte Auswärtsniederlage hat sich das Team insbesondere durch eine völlig verschlafene erste Halbzeit zuzuschreiben. Sämtliche Vorgaben von Trainer Frank Bajorath wurden missachtet, dem bekannt robusten Gegner wurde das Leben so leicht gemacht. Zudem profitierte der DSC von einigen Schiedsrichterentscheidungen Frank Tiemanns, die teilweise schon wahnwitzige Züge annahmen - so auch vor dem Delbrücker Führungstreffer. Die Stadtlohner Defensivreihe hatte Delbrücks Routinier Peter Berhorst abseits gestellt - sicher fünf Meter, so Bajorath -, doch zur Überraschung aller ließ das Gespann das Spiel laufen. Berhorst hatte keine Mühe, völlig frei Yusuf Tumani den Ball aufzulegen (28.). Der Sonntagsschuss zum 2:0 mit dem Pausenpfiff war quasi der „verfrühte Genickschuss" (45.). Nach der Pause nahm die Mannschaft dann endlich den Kampf an. Warum der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter entschied, als Faik Tan allein durchgestoßen völlig frei vor dem Torhüter beim Schussversuch im Strafraum umgerissen wurde, wird dessen Geheimnis bleiben (55.). Bajorath versuchte nun alles und brachte mit Markus Krüchting und Mario Beeke zwei frische Stürmer. Krüchting traf sodann auch gleich mit seinem Ballkontakt (60.). Zwei Minuten darauf hätte Krüchting beinahe schon nachgelegt. Dann war es fast soweit: Nach einem Abstoß verlängerte Krüchting per Kopf auf Faik Tan, der freie Bahn zum gegnerischen Tor hatte. Doch: Der Schiedsrichter pfiff ihn zurück - warum auch immer. Die Vielzahl an unerfindlichen Entscheidungen sowie die destruktive Spielweise der Hausherren zermürbten die Mannschaft zusehends, Spielfluss konnte so nicht mehr entstehen. Was abgeliefert wurde, kam Abstiegskampf pur schon sehr nahe - auch weil die Gastgeber selbst nicht viel anzubieten hatten. „Die erste Hälfte war eine einzige Katastrophe. Nach der Pause hätten wir den Ausgleich verdient gehabt. Wir stecken im Moment in einer Phase, in der vieles gegen uns läuft. Heute hat leider ein Schiedsrichter, dem die Partie völlig aus den Händen geglitten ist, maßgeblich Einfluss auf das Ergebnis genommen. Er hat sich dem Niveau des reinen Kampfspiels mehr als angepasst", zog Bajorath ein ernüchterndes Fazit. Mit den beiden „Wundertüten" Paderborn 07 II und Münster II vor der Brust stehen den Blau-Weißen schwere Wochen ins Haus. „Wir stehen nun genau da, wo wir nicht hinwollten. Jetzt ist es an uns selbst, uns aus dieser Lage zu befreuen", so Bajorath weiter.
Sommerfußball boten die Reservemannschaften des SuS Stadtlohn und der SpVgg Vreden ab. Das Remis passte genau in diesen Rahmen. Das Elfmetertor von Ludger Meese für die Gäste glich Hendrik Majert mit dem Pausenpfiff aus. Aktuell klaffen Anspruch und Wirklichkeit ein wenig weit auseinander, das 7:3 gegen Oeding scheint der Mannschaft nicht gut getan zu haben.
Weiter auf dem Vormarsch befindet sich die dritte Mannschaft. Beim 3:1 gegen die SpVgg Vreden III konnte sich das Team aber bei den beiden Torhütern Mark Kemper und später Jürgen van Almsick sowie beim dreifachen Torschützen Mechelraj Gunaseker bedanken.








