In einem intensiven, aber zu keiner Zeit überharten Vergleich zwischen den
Verbandsligisten SuS Stadtlohn und FC 96 Recklinghausen siegten die Gastgeber
durch einen abgefälschten Freistoßtreffer des eingewechselten Jens Roßmöller in
der Nachspielzeit glücklich mit 2:1 – ein wertvoller Erfolg, da die Konkurrenz
patzte. Gut eine Stunde lang fand der nunmehr wieder Tabellenzweite kein Mittel
gegen den erwartet kompakten Gegner, der völlig zu Recht durch Simon in Führung
ging und diese hätte ausbauen müssen. Eine zu kurze Faustabwehr des
FC-Schlussmanns nutzt dann Björn Bennies per Lupfer zum schmeichelhaften
Ausgleich – der Startschuss zur viertelstündigen Schlussoffensive. Diese wurde
allerdings jäh unter- oder besser abgebrochen: Nach einem Foulspiel an Matthias
Uphues an der Mittellinie wollte dieser den verhängten Freistoß ausführen. Der
Schiedsrichter wollte den Ball schon freigeben, wurde durch seinen Assistenten
allerdings davon abgehalten. Die Folge: Rot für Uphues durch Schiedsrichter
Hadrossek zum Erstaunen aller, selbst der Gäste, die nicht einmal den Ansatz
gemacht hatten, wegen einer vorgefallenen Regelwidrigkeit seitens Uphues zu
protestieren. Damit war der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase gemacht,
in der der Fußball leider in den Hintergrund trat und das mehr und mehr völlig
überforderte Schiedsrichtergespann sich dazu berufen fühlte, in den Mittelpunkt
zu treten. Ein Feldverweis gegen die Gäste, ein Verbannen des berechtigt
erregten Trainers Rob Reekers hinter die Bande, ein nicht gegebener Foulelfmeter
für die Heimmannschaft sowie ein Freistoß, der keiner war und der letztendlich
aber zum entscheidenden Treffer für die Hausherren führte – nur eine kleine
Auswahl der kaum nachzuvollziehenden Regelauslegung in einem über Dreiviertel
eigentlich völlig normalen Fußballspiel. Zu allem Überfluss zog sich Stefan
Bennink bei einem Zusammenprall eine Platzwunde am Kopf zu und musste für zwei
Tage mit Gehirnerschütterung zur Beobachtung ins Krankenhaus verbracht werden. Somit fehlen in den kommenden Spielen neben dem ebenfalls noch
gesperrten Marcel Terhaar zwei der erfahrenen Leitwölfe in den so wichtigen
Partien am Mittwoch, 30. April, bei Spitzenreiter TuS Hiltrup (18.30 Uhr) sowie
am Sonntag, 4. Mai, bei Verfolger Paderborn II (15 Uhr). Jetzt müssen alle noch
ein wenig enger als schon zuvor zusammenrücken, um das „Unmögliche doch noch
möglich“ zu machen. Die Chance ist wieder reell.
Sieben Zähler aus drei Spielen – die Ausbeute der Reserve aus den vergangenen
drei Partien kann sich sehen lassen. Verdient siegte die Mannschaft durch Tore
von Hendrik Majert (2) und Alexander Esseling gegen Schlusslicht SV Heek – auch
wenn die Begegnung sicher kein fußballerischer Leckerbissen war. Nach dem
Nachholspiel bei GW Lünten (Mittwoch, 30. April, 19 Uhr) geht es am Sonntag, 4.
Mai, um 15 Uhr zum Aufstiegsaspiranten SC Südlohn.
Die Drittvertretung des SC Südlohn ist der kommende Gegner der dritten
Mannschaft. Gespielt wird am Sonntag, 4. Mai, um 13 Uhr am SuS-Sportheim.







