Der SuS Stadtlohn eignet sich immer mehr das Image eines Aufbaugegners für Abstiegskandidaten. Auch im sechsten Spiel in Folge ist die Westfalenligamannschaft sieglos geblieben. Im Nachholspiel des 19. Spieltags unterlag das Team der heimischen Westfalia aus Rhynern deutlich mit 0:3. Was in dieser Pleite enden sollte, kündigte sich bereits vor dem Spiel an. Da der Mannschaftsbus im Stau stecken geblieben war, begann die Partie mit zwanzigminütiger Verspätung. Zudem fiel kurzfristig mit Stefan Bennink aufgrund von Kreislaufproblemen nach Matthias Uphues und Michael Gravermann ein weiterer Routinier aus. Da auch Marcel Terhaar nicht auflaufen konnte, musste die komplette Defensivreihe umgestellt werden. Mit Kai Erning und Nico Klein-Günnewick sowie Kevin Dücker, der sein Debüt in der Westfalenliga feierte, standen drei 19-Jährige in der Viererkette. Dücker machte seine Sache insgesamt gut, schied im Verlauf der zweiten Hälfte dann allerdings mit Verletzung aus. Zunächst begannen beide Teams verhalten- jeder lauerte auf den ersten Fehler des Gegners. Wie in den vergangenen Wochen so oft, machte diesen der SuS. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung nutzte Florian Gehrmann die Chance, über einen schnellen Gegenstoß die Führung zu erzielen. (21.) Bis zum Halbzeitpfiff folgte die beste Zeit des SuS, der mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte, und dem in einigen Situationen bei möglichen Elfmeterentscheidungen, des Schiedsrichters, dem an diesem Tag eine klare Linie fehlte, das Glück nicht zur Seite stand. Nach der Pause schien sich das Blatt dann zu wenden. Nach gelb-rot gegen Rhynerns Schmitz spielten die Blau-Weißen dann 40 Minuten in Überzahl. Doch: Mit dieser Situation wusste das Team überhaupt nichts anzufangen. Die Gastgeber schlugen Kapital aus dieser Verwirrung und kamen abermals durch Gehrmann zum 2:0 - allerdings unter gütiger Mithilfe von Schlussmann Christoph Fork (58.). In der verbleibenden halben Stunde schafften es die Gäste, nicht eine nennenswerte Torsituation herauszuspielen - ein Abseitstor einmal ausgenommen. Im Gegenteil: Die Westfalia verpasste es mehrfach, die endgültige Entscheidung anzubringen. Erst acht Minuten vor dem Ende klärte der eingewechselte Timo Becker endgültig die Verhältnisse an diesem Tag - ein amateurhaftes Abwehrverhalten war diesem vorausgegangen.
Westfalia Rhynern : SuS Stadtlohn 3:0
Westfalia
Rhynern: Wegner - Schmitz, Schriewersmann, Linstaedt - Naßhan, Neufeld, Jonca
(83. Busemann) - Louzaoui (54. Becker), Schiller - Gehrmann, Felberg (88.
Schawlochow)
- SuS Stadtlohn: Fork - Dücker (75. Ebbing), Koster, Erning, Klein Günewick -
Fischer (63. Voogtsgeerd), Beeke, Bennies, Holtheuer - Hackenfort, Krüchting
Schiedsrichter: Stefan Ruhrmann (Ense)
Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Gehrmann (22.), 2:0 Gehrmann (58.), 3:0 Becker (82.)
Gelbe Karten: Schriewersmann, Becker - Koster
Gelb-Rote Karte: Schmitz, Rhynern, wegen wiederholten Foulspiels (52.)








