Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat der SuS Stadtlohn am gestrigen Nachmittag zum Auftakt der Restserie vollzogen. Mit einem fulminanten 7:0 wurde mit dem FC 96 Recklinghausen ein direkter Konkurrent eindrucksvoll in die Schranken gewiesen.
Sicher: Der runderneuerte Gast konnte zu keinem Zeitpunkt des Spiels Westfalenliga-Format unter Beweis stellen. Dies soll die Leistung der Schützlinge von Trainer Frank Bajorath keineswegs schmälern. „Auch diese Gegner müssen erst einmal geschlagen werden", hatte Bajorath noch vor dem Spiel geunkt. Aber: Vom Anstoß weg legte die Mannschaft, die den dritten Heimsieg in Folge feierte, die entsprechende Körpersprache und Einstellung an den Tag - und konnte sich dabei auf Markus Krüchting verlassen, dem quasi alles gelang. Gleich fünf Mal langte der Torjäger zu, bis er in der 56. Minute von Bajorath in den „verdienten Feierabend" geschickt wurde. Kaum zehn Minuten waren gespielt, da war Krüchting nach sehenswerter Vorlage von Nachwuchsstürmer Niklas Hilgemann erstmals zur Stelle. Zwölf Minuten später wurde Krüchting im Strafraum regelwidrig gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte er selbst sicher. Bezeichnend für den Auftritt des SuS in diesem Schlüsselspiel war das 3:0. Einen fast schon verloren geglaubten Ball erlief Andre Hippers an der Torauslinie und passte ihn dann maßgerecht auf Krüchting zurück (27.). Zum ersten und einzigen Mal an diesem Tag musste Stadtlohns Torhüter Christoph Fork nach 33 Minuten gegen den durchgestoßenen Fabian Pfennigstorf eine „Arbeitsprobe" abliefern. Wer nun dachte, der SuS würde nun im Gefühl des sicheren Vorsprungs einen Gang herausnehmen, der wurde schon mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte eines Besseren belehrt. Krüchting netzte zum vierten Mal ein (46.), um neun Minuten darauf das fünfte Tor nachzulegen - die Auswechslung gegen Faik Tan folgte prompt. Dieser fügte sich gleich nahtlos ins Spiel ein. Nach toller Vorarbeit des starken Marcel Terhaar, der zusammen mit Andreas Herking eine agile Flügelzange bildete, rutschte Hilgemann an einer Tan-Eingabe knapp vorbei. Immer wieder angetrieben vom „Sechser" Daniel Klein-Günnewick - Kai Erning vertrat den verletzten Jordy Koster in der Innenverteidigung - kamen nun auch die spielerischen Momente immer mehr zur Geltung - so auch beim eingewechselten Daniel Ebbing, der mit seinem ersten Ballkontakt den Ball aus 16 Metern in den „langen" Torwinkel zirkelte (67.). Der Torhunger der Gastgeber war damit immer noch nicht gestillt. Nico Klein-Günnewick traf mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze zum 7:0 (75.). Hilgemann mit einem Lattenkopfball, Tan und Mario Beeke hätten das Ergebnis durchaus noch deutlicher gestalten können - das Schussglück war in der Schlussviertelstunde allerdings abhanden gekommen (77., 85., 87.).
Der zweite Streich: Einen an ihm selbst verschuldeten Strafstoß verwandelt Markus Krüchting selbst. Krüchting hat somit in ganzen fünf Saisonspielen und 359 Spielminuten bereits neun Treffer erzielt.
Einen leichten Dämpfer musste die SuS-Reserve mit Martin Arends (l.) und Alexander Still (r.) im Nachholspiel gegen den SC Südlohn einstecken. Gegen einen robusten Gegner fehlte in den enschtscheiden Situationen der Zug zum Tor. Die 0:2-Niederlage war letztendlich für die Gäste nicht unverdient. Ihren Erfolgszug fortsetzen konnte dagegen die dritte Mannschaft, die auch das erste Heimspiel des Jahres 2011 für sich entschied. Mann des Tages war Thorsten Böing, der gleich sämtliche drei Treffer zum 3:2 gegen den SC Südlohn II beisteuerte.







