Das schrieb die Presse über den 16. Spieltag:
"Das ist ein Schlag ins Gesicht
„Das ist ein Schlag ins Gesicht", kommentierte Heiko Sulzbacher das 1:3 (0:0) seines SV Hardt gegen den SuS Stadtlohn, einen Konkurrenten im Abstiegskampf. Der präsentierte sich über die gesamten 90 Minuten entschlossener und so war es vor allem Torhüter Stefan Schröder zu verdanken, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel. „Wir haben verdient verloren. Mehr kann man eigentlich nichts hinzufügen. Leider hat es die Mannschaft überhaupt nicht verstanden, den Endspiel-Charakter dieser Partie anzunehmen", ärgerte sich Sulzbacher. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Claudio de Manna nicht, der der Partie keine entscheidende Wendung brachte. "Das 0:1 kurz nach der Pause war ein Genickschlag, von dem wir uns einfach nicht mehr erholt haben. Wenn man ein Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten hat, wünscht man sich, dass man etwas anderes sagen kann, aber das ist eben nicht so. Stadtlohn war besser."
SV Dorsten-Hardt: S. Schröder - Knake (56. Hofmann), Drontmann (78. Scheirich), de Manna, Grütering - Scheuch, Seiffert, Vasic, Koscholleck - Potthast, Knoblauch (56. Kauschat) - SuS Stadtlohn: Fork - Terhaar, Erning, Gravermann, Uphues - Temme (78. Beeke), Koster, D. Klein Günnewick, Hilgemann - Vennemann (90. Herking), Krüchting (85. Heinze) - Schiedsrichter: Dennis Melsa (Hattingen) - Zuschauer: 130 - Tore: 0:1 Hilgemann (47.), 1:1 de Manna (61.), 1:2 Uphues (67.), 1:3 Koster (90.).
Bittere Niederlage für den SV Hardt
Eine bittere 1:3-Niederlage im Abstiegskampf kassierten die Fußballer des Westfalenligisten SV Dorsten-Hardt gegen die Gäste von SuS Stadtlohn. Damit verpasste es die Elf des Hardter Trainers Heiko Sulzbacher, sich auf heimischem Platz Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Heiko Sulzbacher nach der Partie: „Es war eine insgesamt verdiente Niederlage. Als Heimmannschaft haben wir insbesondere in der ersten Halbzeit zu wenig nach vorne gespielt und dabei auch noch zu viele Fehler gemacht." Ein typisches Kellerduell entwickelte sich zwischen den beiden Tabellennachbarn im ersten Durchgang. Früh wurde der überragende Hardter Keeper Stefan Schröder geprüft, der gegen Stadtlohns starken Niklas Hilgemann per Fußabwehr rettete (3.). Wenig später wurde Jannis Scheuch in aussichtsreicher Schussposition wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. Und die Direktabnahme von Sven Potthast, die das gegnerische Tor aber weit verfehlte (20.), war schon die einzig erwähnenswerte Hardter Großchance in einer an Tormöglichkeiten armen ersten Halbzeit mit einer Menge Hardter Fehler im Spielaufbau, die folglich mit einem 0:0-Remis endete. Kurz nach dem Wiederanpfiff erspitzelte sich Stadtlohns Hilgemann den Ball, lief mit freundlicher Begleitung dreier - alles andere als eingriffsfreudiger - Hardter Spieler auf das Tor von Schröder zu - und brachte die Gäste abgezockt mit 1:0 in Führung (46.). Mit Andreas Kauschat und Dominik Hofmann wechselte Sulzbacher in der 58. Minute zwei weitere Offensivspieler ein. In einer Hardter Druckphase kamen die Platzherren nach einem Foul an Christopher Seiffert durch einen abgefälschten Freistoß von Claudio De Manna - der eine routinierte Abwehrleistung bot - aus 20 Metern zum 1:1-Ausgleich (62.). Stadtlohn blieb aber brandgefährlich über Konter. So klärte Schröder erneut sicher beim Schuss von SuS-Angreifer Markus Krüchting (65.). Hardter Angriffe blieben dagegen weiter meist Stückwerk und in der gut organisierten Stadtlohner Abwehr hängen. Als dann die Hardter Abwehr einen Ball nicht unter Kontrolle bekam, erkämpfte sich ein SuS-Akteur das Leder an der Hardter Torauslinie, legte ab in die Mitte und mit einem wuchtigen Kopfstoß erzielte Matthias Uphues das 2:1 für die Gäste (69.). Die Hardter drängten nun auf einen erneuten Ausgleich, doch Hofmann kam nach einer Flanke von Seiffert einen Schritt zu spät (74.). Nach Kontern der Stadtlohner rettete Schröder mit weiteren Glanztaten seine Elf vor einem höheren Rückstand. Als Schröder aber bei einem Eckball mit nach vorne ging, beförderte Stadtlohns Jordy Koster den Ball zum 3:1-Endstand für die Gäste ins leere Hardter Tor (90.).
Verteidiger treffen für den SuS
Ein gehöriger Schritt "nach vorn" ist den Westfalenliga-Fußballern des SuS Stadtlohn gelungen: Mit dem 3:1 (0:0)-Erfolg im Keller-Derby beim SV Dorsten-Hardt haben sich die Schützlinge von SuS-Trainer Jörg Thor vorerst aus der Abstiegszone herauskatapultiert. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Mannschaft gewinnt mehr und mehr ihr Selbstvertrauen zurück", freute sich der Coach nach dem zweiten Sieg in Folge: Seit vier Spieltagen sind die Stadtlohner unbesiegt - so lange wie nie zuvor in dieser Saison. 45 Minuten lang benötigten beide Seiten, um die Visiere hoch zu klappen: In der ersten Halbzeit bestimmten die taktischen Vorgaben die Aktionen - und die ließen bis auf ganz wenige Szenen vor den Toren kaum Torraumaktionen zu. Das änderte sich in Durchgang zwei: Niklas Hilgemann nahm in der 47. Minute ein Zuspiel von Daniel Klein-Günnewick auf und zog das Leder in einer Bogenlampe über SV-Keeper Stefan Schröder hinweg zum Führungstreffer ins Tor. Das mögliche 2:0 blieb aus, obwohl Markus Krüchting und Hilgemann gleich vier Konterchancen geboten bekamen. So musste Thor in der 61. Minuten den plötzlichen Ausgleichstreffer notieren, als Claudio de Mannas Freistoß ins SuS-Tor abgefälscht wurde. Ein regelrechter "Ruck" ging durch die SuS-Mannschaft, die sich mit dem einen Punkt nicht zufrieden geben wollte - obwohl sich das Team vor dem Spiel vorgenommen hatte, den Abstand zum SV Dorsten-Hardt wahren zu wollen. Da aber die SuS-Stürmer weiter erfolglos blieben - trotz weiterer guter Möglichkeiten -, halfen die Defensivspieler aus: Zunächst hechtete Mathias Uphues in bester Torjägermanier in eine Flanke von Defensiv-Kollege Michael Gravermann und erzielte mit einem Flugkopfball das 2:1 (67.). Und dem Torerfolg seines Innenverteidiger-Kollegen wollte Jordy Koster nicht nachstehen: In der Schlussminute ließ er bei seinem ersten Meisterschaftstor für den SuS das Leder in das verlassene SV-Tor rollen - Verteidiger-Kollege Marcel Terhaar hatte zum 3:1 die Vorarbeit geleistet.
Quelle: Münsterland Zeitung (Bernhard Mathmann)







