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Ligareform, die nächste
Liga-Hick-Hack geht weiter

SuS strebt Oberliga an 

Spielklassenstrukturreform und Fußballentwicklungsplan und die Stiftungsgründung - das waren die zentralen Themen des zurückliegenden Jahres im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und es werden auch die Kernthemen der kommenden Jahre sein. Je öfter die Fußballer des SuS Stadtlohn in der aktuellen und in der nächsten Saison Tore bejubeln können, um so größer ist die Chance, demnächst im hülsta-Sportpark wieder in einer »Oberliga« spielen zu können. FLVW-Präsident Hermann Korfmacher stimmte die 37 Teilnehmer der Ständigen Konferenz im SportCentrum Kaiserau auf die Thematik ein. Insbesondere die Spielklassenstrukturreform wird kontrovers diskutiert. Die Regionalliga wird dabei seit ihrer Neugründung 1995 bereits zum dritten Mal "reformiert". Künftig wird es fünf regionale Ligen statt drei Regionalligen geben, in denen jeweils maximal sieben Zweitvertretungen antreten dürfen. Die Zuständigkeit für die dann 4. Liga liegt bei den jeweiligen Regional- beziehungsweise Landesverbänden. Für den FLVW bedeute dies eine eigene regionale Liga. "Wir haben mit Vereinsvertretern die neue Struktur diskutiert. Soviel ist klar: Die neue vierte Spielklassenebene wird durchaus begrüßt", betonte Korfmacher. Eine Diskussionsgrundlage wurde erarbeitet: Diese sieht als Unterbau der 4. Liga eine fünfte Spielklassenebene mit einer Staffel vor. Sicher ist, dass die NRW-Liga zum Teil in der neuen 4. Liga aufgehen wird. "Allerdings müssen hier die Detailfragen noch geklärt werden, unter anderem die Namensgebung für alle Ligen sowie die Auf- und Abstiegsregelung", so Präsident Korfmacher. Dabei könnte es im Bereich Westfalen zur Saison 2012/13 durchaus wieder eine Oberliga geben - der derzeitige Westfalenligist SuS Stadtlohn müsste sich in der nächsten Saison im Konzert der Mitbewerber in derzeit zwei Ligen mit "sportlichen Argumenten" um einen Platz bewerben. "Ein solcher Aufstieg in eine fünfte Spielklasse wäre absolut anstrebenswert", meinte SuS-Trainer Frank Bajorath. Nach dem derzeitigen Tabellenstand aber wäre der SuS aber eher ein Kandidat für eine der beiden künftigen Landesligen, die vielleicht wieder Verbandsligen heißen könnten. Aktuell zählt die siebte Spielklasse noch fünf Landesliga-Staffeln. Die "neue" siebte Spielklasse mit angedachten vier Staffeln im Verband ist im Arbeitstitel mit Bezirksoberliga vermerkt - darunter reihen sich künftig die zwölf Bezirksligen (jetzt noch 15) ein. In der laufenden Saison nehmen 334 Mannschaften aus dem westfälischen Verband auf überkreislicher Ebene an den Punktespielen teil - künftig könnten es ähnlich viele sein: Dem befürchteten "Massen-Abstieg" soll (zunächst) eine vergrößerte Klassenstärke entgegen wirken. Darüber aber soll noch beraten werden.

Quelle: Münsterland Zeitung

Die Liga-Struktur-Reform hat Auswirkungen für alle

Der Beschluss des DFB-Bundestags, die Regionalligen wieder in die Zuständigkeit der Regionalverbände zu übertragen, wird auf Verbands- und Kreisebene weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Welche - das ist noch unklar.Von Michael Mathia

„Beschlossen ist zwar noch nichts, aber diese Ligareform wird ganz sicher kommen", erklärt Hans-Dieter Schnippe, Vorsitzender des Kreises Steinfurt.
Ihm und den 32 anderen Kreisvorsitzenden im FLVW wurde die neue Struktur als Entwurf bei der „Ständigen Konferenz", in der die Kreisvorstände sich mit Verbandsvertretern des FLVW regelmäßig über so weitreichende Themen beraten, vorgelegt. „Die Mehrheit konnte sich mit dem Konzept anfreunden", verrät Schnippe.
Die wichtigsten Änderungen: Statt bisher drei soll es ab der Saison 2012/2013 fünf Regionalligen geben, darunter eine verbandseigene Regionalliga West. Die NRW-Liga fällt weg, deren Teams werden teils auf die neue Regionalliga, teils auf die neue 5. Liga aufgeteilt. Als Qualifikationsrunde soll die kommende Spielzeit dienen.
Eine Ebene tiefer (6. Liga) folgen zwei Staffeln, wie bisher bei der Westfalenliga. Die Landes- (7. Liga) und Bezirksligen (8. Liga) sollen dagegen verschlankt werden. Die Landesligen von fünf auf vier Staffeln, die Bezirksligen von 15 auf zwölf.
Damit träfe diese Reform gerade die Bezirksligisten und die A-Kreisligisten. Drei Staffeln weniger in der Bezirksliga führen zu mehr Abstiegen, durch die Reform könnten die 12 Bezirksligen zudem nicht mehr alle A-Liga-Meister (aktuell 46) als Aufsteiger aufnehmen. Profitieren werden dagegen wohl die Landesligen, bei denen es in der kommenden Saison zwei statt einem Aufsteiger geben könnte.
Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden bei der „Ständigen Konferenz" im kommenden März präsentiert. „Da sind wir wahrscheinlich ein ganzes Stück weiter. Vielleicht kann die Reform schon dann beschlossen werden." Wenn nicht, wird das spätestens im Mai passieren, glaubt Schnippe. Denn die Zeit drängt. Im Sommer müssen die Vereine über die Durchführungsbestimmungen der Saison 2011/2012 informiert werden. Und spätestens da sollten die Details geklärt sein.

Quelle: Ruhr Nachrichten


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